Die Kruste meiner Welt

Das ist das Gitter deiner Lust,
dein Weg auf Scherben,
der Trichter deiner Seele
und die Gruft, in der dein Herz
kocht und schmort, in einem Tiegel
schmilzt dein inniges Verlangen
und die Sehnsucht nach den Weiten.

Am Horizont die schwarzen Balken,
der Ascheregen, der in deine Augen tropft.
Ein halber Mond umkreist den Ball aus Schrecken,
ein Sonnenstrahl, dein Lachen und der Tod.
Ein Schmerzschrei in der Finsternis,
ein tönendes Besetztsignal
in unser langen Leitung. Ist der Anfang schon gemacht?
Der Anfang vom Ende,
der letzte Hauch Erinnerung,
der Hagel in der Ernte,
einen Funken nur Musik in meinen Schmerzen.

Und dann der Bach –
singt wieder von den Wolken,
plätschert von dem Mut zur Wahrheit
und er quillt.
Und dann der Schnee –
schmilzt wieder in der Sonne,
so weiß in meiner Nähe.
Das kleine Glück
ist schon so nah.
So schmeckt die Kruste meiner Welt.