Abschied

Starrer Blick zum Himmelszelt
so nahm sie Abschied von der Welt.
Vom Wind getragen, ein letzter Schrei,
der verhallte in der Nacht.

Man fand sie tot auf dem Asphalt,
der Körper verdreht, schon ganz kalt,
dem Leben entflohen und endlich frei
nichts übrig von einstiger Pracht.

Ich schaue runter von der Brücke
such zusammen all die Stücke,
die sie letztlich springen liessen
ohne jeden Lebensmut.

Den Grund dafür kann ich nicht finden,
bald nun ruht sie unter Linden.
Die Grabesblumen werd ich giessen.
Vielleicht geht es ihr nun gut?

Oft steh´ ich an ihrem Grab,
blicke auf die Erde herab,
denke an die gemeinsame Zeit,
geniesse die Ruhe an diesem Ort.

Wie schön doch hier die Blumen blüh´n,
am Himmel beginnt die Sonne zu glüh´n,
aus den Gedanken flieht die Dunkelheit.
Ich drehe mich um und gehe fort.



(Kritik ist gern gesehen bzw. gelesen )