Thema: Fallobst

  1. #1
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    Fallobst

    Fallobst

    Gestern saß ich am Apfelbaum,
    mit rot gefärbten Bäckchen.
    Fühlte mich so ebengleich –
    frisch, gereift und knackig.


    Heute ist`s als läge ich,
    verschrumpelt unten drunter
    .
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  2. #2
    DerKleinePrinz* Guest
    Guten Abend Line =)
    Dein Gedankengang gefällt mir muss ich sagen, und was mir noch mehr gefällt, ist, wie du es mit diesem Farbenspiel geschafft hast dieses Bild in meinem Kopf zu erzeugen. Das war ein guter Einfall von dir.
    Sicherlich hätten diese Zeilen auch in Minimallyrik gepasst, aber da sie sehr nachdenklich sind, haben sie hier einen ebenso guten Platz gefunden.
    Auch die Wahl der Überschrift überzeugt mich, ich hoffe allerdings, dass du dich bald wieder als knackige Frucht mit roten Bäckchen siehst, und nicht als verschrumpelter Apfel, denn das bist du nicht
    Liebe Grüße vom Kleinen Prinz

  3. #3
    Klopfstock Guest
    Guten Morgen Behutsalem, Du hast hier ein Lebensgefühl beschrieben, das wohl jeder mal kennen gelernt hat und welches ganz besonders die
    Frauen im mittleren (und gestiegenen ) Alter befällt: Heute frisch, morgen zisch, sprich die Luft ist raus. Ja, unser äußeres Alter wird oft von unserem
    Seelenzustand bestimmt. Fühlen wir uns gut, sehen wir jünger aus und umgekehrt. Dann kommt es noch darauf an, wie jung die Äpfel in unserer
    Nähe sind. Die ganz frischen können einem schon, selbst wenn man noch
    gut und bissfähig ist, das Gefühl von "verschrumpelt" vermitteln
    Da bleibt uns nur eines, solange auf dem Baum zu bleiben, bis man fällt,
    denn auf dem gleichen Baum sind auch nur gleiche (altersmäßig betrachtet)
    Äpfel. Sich nicht von falschen Leuten pflücken lassen (hier wäre so die Werbung solch ein Pflücker mit absolutem Frischeanspruch )
    und sich nicht in eine Obstschale mit "fremdbäumigen" Äpfeln legen lassen.
    Unter Gleichgesinnten fällt man nicht so auf, denn auch Äpfel kann man
    in Generationen aufteilen - die vom letzten Jahr und die frischgeernteten.
    Nur auf einem Teller fällt der Unterschied auf.
    Du siehst, Dein kleines Gedichtchen regt zum Nachdenken an.
    Herzliche Grüße und noch ganz, ganz viele knackigen Momente
    wünscht Dir der Altapfel Klopfstock

  4. #4
    Jazemel Guest
    Hallo Behutsalem,

    ich schließe mich Klopfstock an und wünsche dir auch noch jede Menge knackige Momente - und zwar mit Kennern. Denn sind es nicht die reiferen Äpfel, die von unendlicher Süße sind? Zudem ist so manch Apfel künstlich aufpoliert und gewachst, der Geschmack gleich Null (von denen mit Wurm mal ganz zu schweigen).

    Lieben Gruß und ein schönes Wochenende mit roten Bäckchen

    Jazemel
    mit Lust auf Apfelkuchen

  5. #5
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    Hi Line,

    nicht schön sich dich so verschrumpelt vorzustellen....aber hast du schon mal was von Apfelwein gehört...ist sehr lecker und kann man auch aus Fallobst herstellen...immer positiv denken!!!
    Spaß beiseite...deine Zeilen regen, wie meistens, zum Nachdenken an und wer kennt das Gefühl nicht, dass man heute himmelhochjauchzend und morgen zutiefst deprimiert ist. Trotzdem kann dich der Weg wieder ganz schnell nach oben führen...wie beim Apfel...vielleicht kommt jemand vorbei und hebt diesen reifen, köstlich aromatischen Apfel auf.

    Gern gelesen...LG
    Vulpin

    Meist sind die Worte die man zu finden sucht, nicht die, die man letztendlich findet!

    Ein Gedicht ist immer nur so gut, wie die Gefühle die es zu wecken vermag!

    copyright by Maik L.

  6. #6
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    @behutsalem





    Enigma - Return To Innocence
    Das ist mir eben eingefallen, als ich deine Zeilen las. Warum? Dort steigen die alten Äpfel zurück an den Baum. Im Video, zu der Musik.. Ansonsten gefällt mir dein Gedicht nicht so richtig, es fehlt die Sonne. @Vulpin hat da eine prima Idee gehabt, Apfelwein. Deshalb, Return To Innocence.
    Bis später.

  7. #7
    ReinART Guest
    Hallo Behutsalem
    ja, die Vergänglichkeit, wer kann ihr schon trotzen. Aber in dem Apfel sitzt bestimmt schon der Wurm, zersetzt den Apfel, kleine Mikroben kommen, zerfällst zu Staub und schwubs ist da ein neuer Apfelbaum, eine neue Behutsalem oder so ähnlich.
    ... aber vielleicht hast Du ja nur eine Tagesstimmung ausdrücken wollen. Alles ist in Veränderung auch unsere Emotionen. Heute top-morgen flop.
    Schönes, anschauliches Gedichtlein
    Liebe Grüße
    reinhard
    Geändert von ReinART (29.08.2008 um 16:17 Uhr)

  8. #8
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    Hallo Behusalem!

    Ist es tatsächlich Fallobst, was ich hier lesen muss? Nein, die Idee ist echt süß.

    Gern gelesen

    Loki

  9. #9
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    @All

    Ich danke Euch für eure Worte zu diesem Gedankengang und freue mich dass es bei jedem einzelnen auf irgend eine Art und Weise angekommen ist.

    Apfelwein, ist sehr delikat, aber erwischt man nur einen schlechten Apfel bei der Herstellung, dann mag er auch nicht schmecken...

    Danke, an alle Liebe Grüße
    Line
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  10. #10
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    Hallo Behutsalem,

    kurz und prägnant. Das Obst verändert sich wie das Empfinden und die äußere Form des Menschen. Aber ist es nicht so, dass ein Apfel irreversibel verschrumpelt? Der Mensch unterscheidet sich dadurch, dass es auch umgekehrt sein kann: Heute verschrumpelt und morgen knackig frisch.

    Dieser Aspekt ist bei dem Apfelgleichnis deines Gedichts nicht herstellbar. Dabei ist die "Bewegungsmöglichkeit" des Menschen in beide Richtungen - verschrumpelt --> frisch und frisch --> verschrumpelt das, was ihn im Vergleich zum Apfel so ungeheuer interessant macht. Wäre ein "verschrumpelter" Mensch absolut sicher für den Rest seiner Tage "verschrumpelt", dann würde es absolut keiner freudschaftlicher, ärztlicher, psychologischer, sozialarbeiterischer Bemühungen bedürfen. Dann könnte man ihn nur noch abschreiben, so wie man den Apfel abschreibt, der verschrumpelt unter dem Baum liegt. So langweilig wie jener Apfel ist der Mensch eben nicht - jedenfalls nicht unbedingt

    Gruß Henk
    Ich glaube, die meisten Menschen suchen nichts Außergewöhnliches, sondern ganz im Gegenteil: Sie sind süchtig nach allem, was gewöhnlich ist, um sich nicht umgewöhnen zu müssen.

  11. #11
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    Hallo Behutsalem,
    ich entdecke an mir auch oft schon diese Fallobst-Schrullen und Falten, aber ich sage mir (Dir): an dem Apfel ist noch alles dran, es fehlt nur ein wenig Wasser, das ist alles....
    Lieben Gruß!
    Karl-Heinz (Galapapa)

  12. #12
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    Liebe Line

    Apfelfrüchte sind verschrumpelt,
    doch der Stamm ist stark und gut,
    treibt und wird im Frühling blühen,
    Glaube macht der Hoffnung Mut...!

    liebe Grüße

    Maccabros
    Ich schreibe um mir bewusst zu machen, was ich fühle und denke -
    beim Lesen versuche ich das WARUM zu ergründen...


    © Maccabros

  13. #13
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    Hallo Galapappa,

    schön dass du vorbei schaust.
    Gleichzeitig auch gleich mal, sorry dass du so lange auf eine Antwort warten musstest..
    Die lieben Fältchen.. dafür gibt es Cremen*ggg* helfen nicht wirklich.. ich denke wir essen lieber nen frischen Apfel, was meinst du??

    Danke fürs lesen,
    liebe Grüße Line

    @Maccabros

    Auch hier sorry dass die Antwort so spät kommt;
    Wie immer gekonnt mit einem Vers von dir, deine Antwort an mich.
    Freut mich immer wieder. Merci;

    Liebe Grüße zurück,
    Line

    Ps, nächste Woche wirds geschafft sein*gg* Gott sei Dank


    @Survivor


    Mano du hast dich aber mächtig ins Zeug gelegt mit deinem Kommentar. Danke und herzlich Willkommen in meiner Gedankenwelt.

    Das schöne an einem verschrumpelten Apfel ist ja, wenn man ihn ins Wasser legt wird er wieder frisch, so auch bei welkem Salat, er darf nur nicht faulen.

    Und wenn die Seele getränkt wird mit frischen Gedanken, das ihr klares Wasser sein kann, dann geht diese auch wieder auf..

    Ich habe nicht ohne Überlegung geschrieben. ..

    Heute ist`s als...

    Ich danke dir für deinen bereichernden Kommentar,
    behutsame Grüße,
    Behutsalem
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