Thema: Verschlossen

  1. #1
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    Verschlossen

    Ich habe mir ein Schloss besorgt,
    Liebe wird nun nur noch verborgt.
    Eintritt zum Herzen wird verwehrt,
    das hat das Leben mich gelehrt.

    Wenn jemand um Eintritt bittet,
    wird sofort der Kopf geschüttelt.
    Bin nun zwar einsam und allein
    aber ich lasse keinen mehr herein.

    Ich habe jetzt lange genug gelitten,
    keiner trifft mich mehr mit Tritten.
    Mein Herz ist mit Narben übersät,
    noch eine Verletzung kommt zu spät,

    denn ich öffne niemals mehr die Tür,
    das schwöre ich jetzt hier und mir.
    Einfachheit ist die höchste Stufe der Vollendung
    (Leonardo da Vinci)

  2. #2
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    hallo flüschen,
    ich mag deinen namen, denn so verniedliche ich auch all meine freunde ^^
    ein schönes chen am ende oder ein lein ^^

    zum gedicht, erster eindruck

    3 mal 4 zeilen und dann 1 mal zwei
    warum?
    vom aufbau her hätte ich es schöner gefunden wenn du bei den 4 ern geblieben wärst
    dann hast du versucht immer paarreime zu bilden
    ansich gut der erleichtert den fluß des gedichtes
    wobei ich für ein nachdenkliches gedicht ihn nicht unbedingt gewählt hätte
    der reim bittet und schüttelt tat in meinen augen arg weh

    ansich fließt es durch
    einige wörter find ich "grausig"
    verborgt? es mag es ja geben aber ich find es liest und sieht grausig aus
    geborgt sollte da find ich besser stehen

    es bleibt dabei dabei
    es ist ein schönes einfaches gedicht
    es liest sich gut
    mir wirkt es zum teil aber einfach zu oberflächlich
    dem gedicht fehlt leider die tiefe
    was ich sehr schade finde


    liebe grüße
    alexa
    Die neusten: Zerträumte Illusionen - Fremdes Selberfinden

    Meine persöhnlichen Lieblinge: Verlassen... - Einhorn - Muse - Rose aus Papier
    Meine ersten Haiku-Gehversuche: Kirschblüten - Blühender Jasmin
    Die ersten vertonten Gedichte: Stillstand - Auf wiedersehn, Geliebter

  3. #3
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    Liebe Alexa,
    erst einmal bedanke ich mich für Dein Lesen und Kommentieren. Die letzten zwei Zeilen sollen mit Absicht nur zwei sein, weil es dadurch eindrucksvoller zum Ausdruck bringt, dass ich es mir selbst geschworen habe. Was das Wort verborgt betrifft hatte ich zuerst geborgt geschrieben aber ich verborge Liebe nur noch und schenke sie nicht mehr aus meinem Herzen. Das ist ein Unterschied.
    Das Gedicht sollte auch einfach sein, denn es hat für mich schon TIEFE. Man kann das auch mit einfachen Worten ausdrücken.
    Aber ich freue mich, dass Du das Gedicht ja nicht ganz so schrecklich findest. "lächel"
    Liebe Grüße vom
    Füchschen
    Einfachheit ist die höchste Stufe der Vollendung
    (Leonardo da Vinci)

  4. #4
    DerKleinePrinz* Guest
    Hallo Füchschen =)

    Einfachheit ist die höchste Stufe der Vollendung
    Nun, du machst deinem Status alle Ehren und hast die höchste Stufe der Vollendung erreicht, meinen Glückwunsch
    Nein, mal im Ernst, dein gedicht ist zwar wirklich einfach gehalten,ist aber dennoch nicht schlecht, leider aber auch nicht wirklich gut wie ich finde.

    Teilweise wirken deine Zeilen sehr gezwungen, manchmal sogar kindisch.
    Wenn jemand um Eintritt bittet,
    wird sofort der Kopf geschüttelt.
    Bin nun zwar einsam und allein
    aber ich lasse keinen mehr herein.
    Diese Strophe nehme ich mal als Beispiel wenn du gestattest.Ich bin der Meinung, der "Bösewicht", welcher die Erntshaftigkeit deines Werkes zerstört, ist der Paarreim. Der passt hier wie ich finde garnicht
    Wenn du dennoch bei diesem Paarreim bleiben willst würde ich diese Strophe folgendermaßen schreiben:

    Zwar bin ich einsam und allein
    und lasse keinen mehr herein,
    denn wenn jemand um Eintritt bittet,
    dann wird sofort der Kopf geschüttelt.(leider auch ein unreiner Reim, aber mir fällt im Moment nichts besseres ein,sorry)

    Ich denke für dich ist dieses Gedicht sehr wichtig und tiefgründig, für mich als Leser eher durchschnittlich und ein bisschen zu einfach gehalten.

    Tut mir Leid Füchschen, aber dein Werk hat mich nicht richtig überzeugen können.
    Ich hoffe du bist mir nicht böse
    Dennoch liebe Grüße in die Nacht vom
    Kleinen Prinzen

  5. #5
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    Hallo Füchschen

    Dein Text ist an und für sich nicht schlecht.
    Er ist in kindlicher Sprache verfasst, daran ist grundsätzlich auch nix auszusetzen.
    Trotzdem sollte auch da ein gewisser Schliff nicht fehlen, damit der Leser nicht den Eindruck bekommt, ein Grundschulkind hätte ihn verfasst. Das würde nämlich der Aussage Deines Werkes gänzlich zuwiderlaufen.
    Denn: ein so junges Kind hat in Sachen Liebe (zum anderen Geschlecht) noch nicht diese Erfahrungen, daher kann es auch nicht die Konsequenzen ziehen, die der Inhalt Deines Gedichtes sind.

    Meine Vorredner haben sich schon zum Paarreim geäussert, der sich für solch traurige/schwermütige Texte tatsächlich nur bedingt bis gar net eignet.

    Ich habe mir erlaubt, das Gedicht ein wenig abzuändern, um Dir zu veranschaulichen, wie man die besonders ungelenken Stellen verfeinern könnte, ohne dabei vom Sinn, jedoch von der zu kindlichen Wortwahl wegzusteuern und dabei auch gleich die Metrik glattzubügeln.

    Ich habe mir ein Schloss besorgt.
    Die Liebe wird nur mehr verborgt,
    die Herzenspforte bleibt verwehrt,
    das Leben hat es mich gelehrt.

    Wenn dennoch wer um Einlass bittet,
    wird vehement der Kopf geschüttelt.
    Bleib ich auch einsam und allein,
    ich lasse niemanden mehr ein.

    Das 'Kopfschütteln' ist sehr unglücklich gewählt.
    Eine Möglichkeit, es rauszukriegen wäre:

    Und jeder, der um Einlass bittet,
    wird mit Bestimmtheit abgeschüttelt.

    Oder:
    Und jeder, der um Einlass bittet,
    wird ohne Gnade abgeschüttelt.

    Letzteres wär halt dann sehr energisch ausgedrückt, aber so wie ich den Inhalt verstanden habe, sollte es ja auch so rüberkommen.

    Ich habe lang genug gelitten.
    Jetzt trifft mich keiner mehr mit Tritten.
    Mein Herz ist narbenübersät
    und ein "Verzeih mir!" kommt zu spät. (ev. 'und dein "Verzeih mir!"...)

    Ich öffne niemals mehr die Tür,
    das schwöre ich mir jetzt und hier.

    Deine Intention bzgl der letzten beiden Zeilen hab ich gelesen.
    Ich finde, Du solltest Dich trotzdem von ihnen trennen.
    Der Text spricht für sich...das 'zu spät' ist klar und endgültig genug, dass der Leser die Bestimmtheit des LI, sich an den sich selbst gegebenen Schwur zu halten, erkennt.
    Der Zweizeiler ist somit nur ein überflüssiges Nachtreten. Er sagt nix Neues, auch nix Wichtiges und wertet daher den gesamten Text sogar ab.

    Ich hoffe, dass Du mir über meine ehrliche Meinungsäusserung nicht böse bist.
    Wenn der Text schlecht wäre, hätte ich mich nicht näher damit beschäftigt.
    Wir alle lernen nur aus Fehlern und Schwächen, wenn die Leser uns darauf aufmerksam machen.

    Einen schönen Tag und herzliche Grüsse von
    Lailany
    Geändert von Lailany (10.09.2008 um 12:04 Uhr)

  6. #6
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    Ich bedanke mich für Eure Worte und bin natürlich nicht böse, im Gegenteil, denn Ihr versucht ja bessere Worte zu finden. Wahrscheinlich hätte ich warten müssen mit dem Schreiben dieses Textes bis ich etwas mehr Abstand gehabt hätte. So aber kam es eben zu einfach aus mir heraus ohne viel darüber
    nachzudenken.
    Ich bedanke mich für Eure Vorschläge und grüße Euch herzlich
    Füchschen
    Einfachheit ist die höchste Stufe der Vollendung
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