Thema: Reality Check

  1. #1
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    Sep 2008
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    Reality Check

    Meinst du im Ernst, Barack Hussein Obama,
    du gäbst dem Volke, komme was da wolle,
    in Washington politische Kontrolle?
    Dann wärst du, was dem WTC Osama,

    der Lobbyisten Untergang und Drama.
    Du glaubst, mit einer Optimistenjolle
    Amer’ca’s Cup zu holen? Solche Rolle
    spielt auf der Welt sonst nur der Dalai Lama.

    Du glaubst wie er, mit einem Lächeln solche,
    an Macht und Einfluss überreichen Strolche,
    fürs Gute zu gewinnen, doch genießen

    die ihren Sumpf. Die mediokren Molche
    verbergen im Gewand die alten Dolche
    und werden dich verlässlich damit spießen.

  2. #2
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    Hallo Kai

    ...schon das zweite richtig gute moderne Sonett. Respekt!

    J.

    P.S.: Achtung, hier ist nur ein Gedicht pro Tag erlaubt!
    Oh lodernd Feuer! (Nero in Quo vadis)

  3. #3
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    Waiblingen
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    471
    So ein Gedicht gehört mal in die Zeitung!

    Großartig die Fassade der Medien abgedeckt und hervorscheinen lassen, welche Maschinerie doch hinter dem ganzen steckt.

    Weiter so!

  4. #4
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    8
    Hallo JoteS,

    danke für den Hinweis, das habe ich dann administrativ auch erfahren müssen. Noch mehr danke ich dir natürlich für das Lob. Recht eigentlich handelt es sich zwar um eine postmoderne Arbeit, aber der Anspruch auf Novation wird hoffentlich dennoch inhaltlich erfüllt.

    Hallo Bakunins Bart,

    ganz unbescheiden möchte ich dir recht geben, aber mit den Zeitungen habe ich das bereits vergeblich versucht. Na ja, bleiben halt die Foren, nicht wahr? Vielen Dank für das Lob!

    Hallo die,

    dir möchte ich widersprechen. Ich hoffe, das Gedicht ist in 10 Minuten nich nicht ganz vergessen, Jahrhunderte wäre mehr als vermessen. Vielen Dank dennoch!

    Beste Grüße an alle
    Kai

  5. #5
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    Sep 2008
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    803
    Hallo Kai,

    grundsätzlich habe ich immer ein wenig Bedenken, wenn politische Fragen / politische Statements kurz und knapp in einem Gedicht abgehandelt werden.

    So stosse ich natürlich auch hier auf die Grenzen, die rein schon vom Rahmen gesteckt sind; Beispiel "was dem WTC Osama".
    Schnellste Quelle, die ich hierzu fand war Wikipedia, verzeih also, dass ich einen Abschnitt daraus zitiere:
    Als Chef der islamistischen Organisation al-Qaida (dt. Basis, Datenbank) wird er verdächtigt, Drahtzieher verschiedener Terroranschläge zu sein. Ihm wird auch eine Verstrickung in die Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA zur Last gelegt. Mit ihrem Angriff auf Afghanistan im Oktober 2001 bezweckten die USA die Zerschlagung von al-Qaida und Festnahme Bin Ladens. Allerdings wird Bin Laden auf der Homepage des FBI mit dem Anschlag nicht explizit in Verbindung gebracht. Das FBI verlautete, dass sie keinen ausreichenden Nachweis für die Verstrickung von Bin Laden in die Anschläge sehen.[109] Das FBI sieht also die Videos auf denen Bin Laden seine Verantwortung erklärt, - im Gegensatz zu den Massenmedien - nicht als verlässlich an.
    (wikipedia, Stichwort Osama bin Laden)

    Ich will hier lediglich klar stellen, dass Du mit nur vier Worten einen durchaus streitbaren Aspekt aufgreifst und als Tatsache darstellst. Meine diesbezüglich persönliche Meinung zum Für/Wieder will ich hier nicht Vertreten.

    Streitbar wäre wohl auch Deine These, Barack Obama wäre rein auf sein Lächeln angewiesen, wenn er denn etwas in den USA bewirken wolle; ich denke, seine Biographie und auch sein Auftreten im Rahmen des Wahlkampfes lassen da weitaus mehr Kapazitäten vermuten/erhoffen.
    Allerdings ist Dein Werk inhaltlich selbstverständlich nicht auf die "Verunglimpfung" seiner Person, sondern vielmehr als Anprangerung festgefahrener Befindlich- und Herrscherkeiten gerichtet. Den Dalai Lama in einem Satz aufblitzen zu lassen, setzt quasi einen globalen Charakter... So ungelungen also inhaltlich sicherlich nicht

    Nun verzettel ich mich aber gerade in der Bemühung, hier nicht ein politisches Statement abzugeben; je kürzer ein Statement, umso auslegungsfähiger für den Leser wird es - das ist die eigentliche Gefahr, die ich sehe, insbesondere eben dann, wenn mit Halbwahrheiten/Halbsätzen hantiert wird.

    Handwerklich ist es in meinen Augen gelungen: "Amer’ca’s Cup" mit einer Jolle zu gewinnen läd ebenso zum Schmunzeln ein, wie die mediokren Molche; die Reime sind allesamt fein (insbesondere gefällt die Strenge Führung der Terzette mag mir gefallen); die Enjambements sind stimmig und treiben. Lediglich ist die erste Zeile metrisch etwas holpernd - ein solcher Name ist nicht einfach einzubauen und da finde ich es mit der Zäsur schon ganz ok

    Als Denkanstoss ein durchaus gelungenes Werk!

    Lieben Gruß
    Nina
    .
    .

    "gesammelte Empfehlungen" von linespur
    Du vermisst einen Kommentar zu Deinem Gedicht?

    Genie ist weniger eine Gabe denn aus blanker Not geborener Erfindungsreichtum.
    Jean Paul Sartre

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