1. #1
    Registriert seit
    Dec 2005
    Ort
    Grevesmühlen
    Beiträge
    5.714

    Des Wappens stolzer Greif

    Aus der Serie: Mein Rostock



    Des Wappens stolzer Greif

    (Die Wappen Rostocks führten häufig den goldenen Greifen auf blauem Grund, die Farben der Hanse rot-weiß und den später ins Mecklenburgische Landeswappen übernommenen Stierkopf)

    Es spreizt der Greif die Krallen,
    er dient der Stadt zum Schutz,
    Jahrhunderte zum Trutz,
    tat sie nie Feinden fallen.

    Rotweiß, der Hanse Farben
    und heut die Pommes Frites,
    der goldne Schnabel, spitz,
    schlug tief so manche Narben.

    Der Fürsten Gold und Bläue,
    die Zunge weht im Wind,
    der Kopf vom schwarzen Rind
    steht Mecklenburg zur Treue.

    Drum Greif schütz diese Mauern
    noch weitre tausend Jahr,
    dass sie selbst nuklea-
    re Stürme überdauern.
    Geändert von Woitek (28.09.2008 um 12:14 Uhr)

  2. #2
    Registriert seit
    Jun 2008
    Ort
    Nichts Schätzenswertes.
    Beiträge
    305
    Hallo Woitek!
    Eine schöne, insbesondere sehr stolze und majestätische Hymne!
    Mutergreifend reckt sich das prächtige Gefieder deiner Sprache dem Auge entgegen!
    Ich hätte nur eine Kleinigkeit am letzten Vers der ersten Strophe auszusetzen - es mag mir nicht so ganz gefallen; es wirkt ein wenig verrenkt, um das Versmaß zu halten. Wie wäre es mit:
    Es spreizt der Greif die Krallen,
    er dient der Stadt zum Schutz,
    Jahrhunderte zum Trutz,
    vor Feinden nie gefallen
    In der letzten Strophe zeigt sich wieder deine Vorliebe für Silbenenjambements. Ob mir das gefällt oder nicht, spielt keine Rolle - das ist eine reine Geschmacksfrage und stört den Wert deines Gedichtes in keiner Weise.
    Grüße,
    Jan M.
    Die schönsten Melodien sind die, die nur das Herz hören kann.

    Selbstdegradierter Kommentator.

  3. #3
    Sneaky Guest
    Hallo woitek

    ich finde das Gedicht ziemlich platt.

    Das fängt an bei der Stelle, die auch mein Vorredner schon bemängelt hat und findet ihre Fortsetzung bei

    schlug tief so manche Narben. Die Wortumstellung ist ungelenk, abgesehen davon werden Narben nicht geschlagen sondern Wunden. Die Pommes mit Schranke wirken reimgezwungen.

    Die im Wind wehende Zunge klingt eher so, als ob die sich von der Fahne verselbstständigt hätte und da noch extra rausguckt.

    Der Bruch bei nukleare ist eine Geschmacksfrage.

    Sry, kein Gedicht für mich.

    Gruß

    Sneaky

  4. #4
    Registriert seit
    Dec 2005
    Ort
    Grevesmühlen
    Beiträge
    5.714
    Hallo ihr Beiden,

    mhm, hier habe ich nun zwei recht gegensätzliche Kommentare. Nur beim letzten Vers der ersten Strophe sind sich die Beiden einig. So werde ich da wohl ändern. Naja, Narben werden sicher nicht geschlagen, aber sie entstehen aus den Wunden und reimen sich einfach besser auf "Farben". Von einer Fahne ist hier im eigentlich keine Rede, sondern von einem Wappen.

    Ich danke euch herzlich fürs Lesen und eure Kommentare.

    Gruß
    Woitek

Was dich vielleicht auch interessieren könnte:

  1. Mein Stolzer Hass
    Von engelchenonline im Forum Trauer und Düsteres
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 14.06.2009, 22:15
  2. Greif
    Von sky_so_red im Forum Mythisches, Religiöses und Spirituelles
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 17.03.2008, 15:03
  3. Stolzer Jäger
    Von Strassenreimer im Forum Humor, Satire und Rätselhaftes
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 05.12.2006, 07:32
  4. stolzer Stolz
    Von Vendemiaire im Forum Liebe und Romantik
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 02.09.2006, 10:57
  5. Greif' in den Tag
    Von Lyroholiker im Forum Diverse
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 06.04.2004, 12:46

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

Anmelden

Anmelden