1. #1
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    Weiß ich noch, was Liebe ist?

    "Weiß ich noch, was Liebe ist?"
    Stell ich mir die bange Frage.
    Weiß ich noch, was ich da sage,
    wenn ich sprech: "Ich liebe dich."
    Wie und was, wen meine ich?
    Weiß ich noch, ob du es bist?

    Muß ich mein Gedächtnis plagen,
    muß ich fragen: "Wie war das?",
    wenn im Kerzenlicht ich saß,
    nur noch an die Eine dachte,
    pures Glück in mir erwachte?
    Wer kann mir das heute sagen?

    Weit entfernt sind diese Stunden,
    als das Herz im Halse pochte,
    als ich gar nicht denken mochte,
    als ich innerlich erbebte,
    wenn die tiefste Sehnsucht lebte,
    als ich Liebe hab empfunden.

    Liebe, ist sie ganz verloren?
    Nein! Es lebt noch, das Verlangen!
    Liebe ist vielleicht vergangen,
    doch es blieb die tiefe Spur,
    denn das war der Anfang nur!
    Liebe wird bald neu geboren.
    Geändert von Galapapa (14.09.2008 um 18:01 Uhr)

  2. #2
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    Hallo Ferdi,
    danke für Deine Kritik!
    Mit der Langatmigkeit gebe ich Dir recht. Die fehlende Farbe war in diesem Fall eigentlich mehr oder weniger ein Mittel, um die Traurigkeit, das Düstere, auszudrücken.
    Zur Glücklichkeit: war ich auch nicht so zufrieden damit. Eine Lösung für alles wäre vielleicht, die zweite Stophe ganz wegzulassen?
    Herzlichen Gruß!
    Karl-Heinz (Galapapa)

  3. #3
    Total Blackout Guest
    Hi Ho,

    also die Strophe würde ich nicht weglassen, wäre schade um die Worte, die kleine Änderung von Ferdi genügt, wie ich finde.
    Auch wenn hier Sprachfluss und Reime gut zusammenpassen, ist dies eben noch kein perfektes Gedicht. Was Ferdi mit den Farben meinte, ist schlicht die Verdichtung, die mir hier fehlt. Der Inhalt ist eben klar, zu klar. Dem Leser wird wenig Spielraum gelassen, man bekommt quasi den Inhalt geliefert und hat nicht die Möglichkeit ein wenig zu suchen. Auch das Düstere lässt sich "farblich" darstellen. Die Länge deines Werkes stört mich gar nicht, nur sollte ein wenig mehr gemalt werden.

    LG TBO

  4. #4
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    Hallo TBO,
    Danke für die Anregungen!
    Auch Dir ist die Farblosigkeit aufgefallen. Verbessern läßt sich das meiner Meinung nach nicht mehr. Da müßte man neu anfangen. Das kann ich ja immer noch.
    Die "Glücklichkeit" habe ich dem Mülleimer anvertraut.
    Herzlichen Gruß!
    Karl-Heinz (Galapapa)

  5. #5
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    Hallo Galapapa;

    Dein Nick ist erstmal interesant.. Gala.. papa. schön
    Und meinerseits ein herzliches Willkommen hier in der Welt der Gedanken und Worte.

    Die Liebe und seine eigenen Gefühle sehr in Frage stellen, so kommen mir deine Zeilen entgegen.
    Zeilen die sicherlich ein klein wenig mehr Verdichtung gut tun würden, aber wie du schon in deinem Kommentar dazu geschrieben hast müsste man sie dann gänzlich umschreiben.
    Aber hier stellt sich dann die Frage ob man diese Worte dann mit dem gleichen Gefühl niederschreiben kann, wie man es zum Zeitpunkt des Entstehens gefühlt hat.. Ist so meine ich ein kleiner Kreisverkehr in dem man sich dann befindet und wie du in einem meiner Werke so lieb geschrieben hast, oftmals braucht ein Werk kleine Holperer..
    Perfektion muss nicht immer erste Sahne sein.
    Aber erste Sahen ist die Betrachtungsweise des Momentes..
    Bis auf die vielen alswiederholungen und weiß wenn wieWorte gefällt mir dein Werk aufgrund seiner Betrachtungsweise.. der Liebe und seinen Gefühlen gegenüber.

    Sehr gerne gelesen,
    Behutsalem
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  6. #6
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    Hallo Behutsalem,
    Es war eigenlich nur mal so ein Versuch, das mit dem Gedichte schreiben: mal was Schönes machen...
    (Als Pharmavertreter habe ich mich >30 Jahre mit medizinischer Fachliteratur herumgeplagt.)
    Und dann, als blutiger Anfänger so tolle Kompliente zu bekommen, das tut unheimlich gut und macht Mut zum Weitermachen!
    Das Gedicht, über das wir reden, habe ich allerdings während meiner Bundelwehrzeit 1970 (!) geschrieben und zwar in München, weit weg von meiner Liebsten und habe es aktuell nur umgeschrieben (nachdem ich schon so viel von Euch gelernt habe). Und Du hast das tatsächlich bemerkt. Kompliment!
    Danke auch für die Sensibilisierung "weiß, wie, wenn..."!
    Herzlichen Dank und lieben Gruß!
    Karl-Heinz (Galapapa)
    (Wenn´s Dich interessiert,schreibe ich Dir gerne einmal als Privatnachricht, wie ich zu dem NicK "Galapapa" gekommen bin. Bringt dich garantiert zum Lachen.)

  7. #7
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    Hey,
    ich finde wenn du die letzte teile noch gereimt hättest dan hätte es besser geklungen, weil sie komtm und dan ist aufeinmal stop. Sonst ist es dir gut gelungen

  8. #8
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    Hallo Luisa,
    bist Du sicher, dass Dein Kommentar zu meinem Gedicht gehört? Wenn ja, dann musst Du mir bitte die Stelle, die Du meinst, genauer bezeichnen. So kann ich mit der Kritik nichts anfangen. Im Übrigen reimen sich alle Verse; die Reimfolge ist in allen Strophen a-b-b-c-c-a.
    Übrigens, das Gedicht ist eines meiner ältesten. Ich habe inzwischen einen völlig anderen Stil und auch mehr Reife erreicht und will an diesen alten Texten nichts mehr verändern; sie sind es mir nicht wert, es sind gewissermaßen Lernstücke.
    Mit einem herzlichen Gruß!
    Galapapa

  9. #9
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    Zuerst @ Luisa -

    welch ein Glück, daß Du den Text aus den Tiefen hervorgeholt hast!

    Hi, Galapapa -

    es gibt in Deinem Gedicht nur eine Zeile, die mir sinngemäß nicht schlüssig erscheint:

    Liebe ist vielleicht vergangen,

    Liebe hat so viele Facetten, daß hier schon genauer bezeichnet sein müßte, welche Art der Liebe gemeint ist.
    Ansonsten:

    Einwandfrei!
    Nicht zu kurz, nicht zu lang und für Jeden, der liebt, essentiell.
    Ein wahrer "Galapapa".


    Vergreisten Gruß
    von
    Barbarossa

  10. #10
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    Hallo Barbarossa,
    hab mich gefreut, wieder von Dir zu lesen. Danke fürs Kommentieren und für Dein Lob!
    Ich weiß nicht recht, ob Luisa sich nicht vertan hat und ihr Kommentar nicht unter ein anderes Gedicht gehörte, verstanden habe ich diesen nicht.
    Nichtsdestotrotz ist es für mich sehr interessant, einen meiner ganz frühen Texte nochmals vorgelegt zu bekommen. Was für ein Unterschied zu dem, was ich heute mache!
    In der letzten Strophe ist, wie in den anderen auch der unglaubliche Prozess gemeint, der abläuft, wenn "es" einen gepackt hat, wenn das gesamte Gemütsleben von etwas beherrscht und mit gewaltigen Kräften durcheinandergewirbelt wird, dass man seine Empfindungen selbst nicht mehr einordnen kann. Wenn die Seele den Boden unter den Füßen verliert und man zu schweben scheint und wenn man Dinge tut und sagt, über die man sich später wundert. Wenn der Verstand sich in eine Hängmatte legt und der gesamte Körper mit seinen Funktionen auf eigenartige Weise mitgerissen wird.
    Entschuldige, das sind eben die erinnerungsgeborenen Sehnsüchte mit mir durchgegangen. Ich wollte sagen, dass all das entstehen und aber auch vergehen kann, und wenn man es einmal erlebt hat, dann lässt es einen nicht mehr los, man will, muss es immer wieder haben und ist traurig, wenn man spürt, dass es schwächer wird und an jenen Punkt gelangt, an dem sich zeigen und beweisen muss, was wirklich tief ist und das Potential hat, dauerhaftes Glück zu spenden.
    Wenn diese "Liebe", wie ich sie beschrieben habe, verloren geht, dann ist das nicht für immer und unwiederbringlich. Sie kann neu entstehen, wenn man ganz losgelassen hat, und das ist die Zuversicht, die ich mit dem Text transportieren wollte.
    Vielleicht wird noch deutlicher, was ich sagen will, wenn ich erkläre, dass es für mich nie Liebe in verschiedenen Formen (platonisch, erotisch, romantisch, sexuell...) voneinander gelöst gegeben hat, sondern in meinen Empfindungen alle Facetten eng miteinander verschlungen waren. Wenn man alles getrennt erleben kann, hat man es sicher leichter.
    Ich hoffe, ich konnte den Text, den ich nicht mehr ändern kann, da ich inzwischen ein Anderer bin, etwas besser beleuchten konnte.
    Deinen "vergreisten" Gruß hab ich nicht ganz verstanden. Wenn meine Töchter Uhu oder Grufty meinen, wenn sie wieder mal eines meiner Argumente mit "ja, ja" abschmettern, dann lache ich und denke: "Passt nur auf, ich bin nur so alt, wie ich mich fühle!"
    In diesem Sinne, einen jugendlichen Gruß zurück an Dich, lieber Barbarossa!
    Galapapa

  11. #11
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    Hallo
    Trotz all den Unreimligkeiten, die hier so wie so schon erwähnt worden sind hat mir das Gedicht gut gefallen.
    Es ist eben so, wenn man Gefühle hat und nach den Worten ringt, da schnappt man immer wieder danach und verliert sich leicht ...
    So sind sie eben, die Gefühle!

    Viel Glück und alles Gute

  12. #12
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    Hallo Zolotoj Shar,
    es freut mich, dass Dir mein Text gefallen hat. Danke fürs Lesen und Kommentieren!
    Was Du mit "Unreimligkeiten" meinst, erschließt sich mir nicht so ganz. Sollten die Reime gemeint sein, so finde ich da keine Unregelmäßigkeiten; weder fehlen Reime, noch gibt es unsaubere.
    Die Reimfolge ist a-b-b-c-c-a, das heißt, der erste Vers jeder Strophe reimt sich auf den letzten.
    Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass Du auf etwas ganz Anderes ansprechen wolltest.
    Herzliche Grüße an Dich!
    Galapapa

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