Allein gelassen mit dem Tod

Er kommt ganz leise, ganz ohne Hast
majestätisch, beinahe drohend fast
er ist kein gern gesehener Gast
er ist auch kein lustiger Gesell
und selten kommt er unerwartet schnell
Ehrfurcht und Frieden begleiten ihn
aber jeder versucht trotzdem, ihm zu entfliehen
dem Schicksal ergeben erwartet man ihn
und doch trägt er Würde in seinem Gepäck
man schickt ihn nicht einfach weg
denn er ist nun einmal unabänderlich
manches Mal sogar, da wünscht man ihn sich
hofft, dass er endlich Erlösung bringt
ein Mensch nicht länger mit ihm ringt
denn am Ende ist man ihm doch unterlegen
er nimmt stets das Größte: unsere Gesundheit – unser Leben
doch er gibt dafür die Ewigkeit – Ruhe und Frieden
das Geheimnisvolle eben – mit Gottes Segen
keiner, der seine Schwelle übertritt
hat je erzählt, wie es bei ihm ist
es bleiben nur unsere Phantasien
schmerzerfüllt lassen wir unsere Lieben ziehen
in der Hoffnung auf ein besseres Leben
was wir seit unserer Geburt anstreben
denn diese Hoffnung ist alles was uns bleibt
alles andere bringt uns die Zeit
denn jeder ist irgendwann dran
da hilft kein noch so gerissener Plan
man muss den Tod dann angstvoll begrüßen
und in diesem Moment wird jeder alles über ihn wissen