Thema: Auf ewig

  1. #1
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    Auf ewig

    Hallo^^

    Hab da mal ein Gedicht und würde mich mal über ein paar Kommentare dazu freuen, bisher kam noch nix brauchbares.

    Hin und her, immer im Kreis
    Die selbe Strecke, das selbe Gleis
    Freies, ewiges Dasein,
    mit Gedanken immer allein

    Es ist, wie es ist,
    so soll es sein

    die Gedanken, nur noch ein Hauch der Zeit
    verbracht in der Unendlichkeit
    Das innere Feuer, das innere Licht,
    egal wie kostbar, ewig ist es nicht

    Man kann es nicht ändern,
    so soll es sein

    So groß, so schön, es doch erlischt
    und jene, die trauern, die Verzweiflung erwischt
    Doch bedenke, nichts ist auf Erden
    da, um ewig zu werden

    Das Leben ist das Leben,
    so soll es sein

    Ein Hauch des Lebens in den Weiten der Zeit,
    so schnell vergeht es in der Ewigkeit,
    so bist du gezwungen, im Dunkeln zu gehen,
    doch suchst du das Licht, dann wirst du es sehen

    Der Tod ist der Tod,
    so soll es sein

    Doch es war nicht das Wunder in der Nacht,
    das die Ferne sichtbar macht,
    sofern du nur den Funken dir fängst,
    der in den Köpfen der Menschen vergessen ist längst.

    Alles und nichts, in der Ewigkeit das gleiche ist,
    so soll es sein

    Das Wunder bist du selbst,
    und alles, was du von dir hälst,
    irgendwann sich wird zeigen,
    wenn nur noch deine Taten bleiben.

    Auf und ab,
    so soll es sein

    Wenn von wahrer Größe du dich zeigst,
    und über die mächtigsten Berge du steigst,
    wird immer an dich jemand denken,
    seine Gedanken und Taten nach deinem Vorbild lenken.

    Auf ewig und für immer,
    so soll es sein

    Verluste, Gedanken, Liebe und Leiden,
    das Leben hat so viele Seiten,
    wer es nicht nutzt, merkt am letzten Tag,
    dass er niemals zu Leben hat gewagt.

    Lebe, lebe, niemals allein,
    ja, so soll es sein!

  2. #2
    Sneaky Guest
    Hallo Calamita,

    es heißt der Titel ist Programm. "Ewig" beschreiben zu wollen ist gewagt und Klischees vorprogrammiert. Da bist du nach meinem Geschmack reingetappt.

    Da ist zunächst der Kreis. Kein Anfang kein Ende und ein alter Hut. Hin und her ist für mich eine Bewegung innerhalb der Kreisfläche. Finde ich unpassend.

    Gedanken nur ein Hauch in der Zeit in S 2 und Leben..so schnell geht es in die Ewigkeit.. ist für mich dasselbe nochmal gesagt, es sei denn, du hast spezielle Orte im Kopf a) wo die Gedanken hingehen und b) wo das Leben hingeht?

    Verdreher wie das hier find ich schlecht.
    So groß, so schön, es doch erlischt
    und jene, die trauern, die Verzweiflung erwischt
    Und dann der Sinn: irgendwann erwischt es alle, ihr die TRauernden seid nicht traurig, niemand lebt ewig. Das ist eine wahre Aussage, aber sie hat einen Bart, der noch länger ist als Friedrichs im Kyffhäuser.

    sofern du nur den Funken dir fängst
    der in den Köpfen der Menschen vergessen ist längst.

    Du bemühst dich zwar, deinen Rhythmus beizubehalten, aber dadurch erzeugst du nur das "Reim bei Fuß" Gefühl bei mir.

    Und du hörst damit nicht auf. Aber ich jetzt.

    An diesem Text finde ich nichts für mich, so leid es mir tut.

    Gruß

    Sneaky

  3. #3
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    Zitat Zitat von Sneaky
    Da ist zunächst der Kreis. Kein Anfang kein Ende und ein alter Hut. Hin und her ist für mich eine Bewegung innerhalb der Kreisfläche. Finde ich unpassend.
    Mit dem Kreis war gemeint, dass es um das Leben an sicht geht. Jeder Mensch stirbt einmal und damit wird es wohl auch nie ein Ende geben. Im Prinzip wiederholt es sich immer und immer wieder. Ein Mensch wird geboren, ein anderer stirbt. Meiner Meinung nach geht ein Kreis nicht immer in die gleiche Richtung, es liegt im Sinne des Betrachters, wie rum und in welche Richtung er denn nun geht.


    Zitat Zitat von Sneaky
    Gedanken nur ein Hauch in der Zeit in S 2 und Leben..so schnell geht es in die Ewigkeit.. ist für mich dasselbe nochmal gesagt, es sei denn, du hast spezielle Orte im Kopf a) wo die Gedanken hingehen und b) wo das Leben hingeht?
    Ja. Das Leben und die Gedanken sind für mich getrennte Dinge. Die Gedanken sind das, was dir niemand nehmen kann. Das Leben schon.


    Zitat Zitat von Sneaky
    Verdreher wie das hier find ich schlecht.
    So groß, so schön, es doch erlischt
    und jene, die trauern, die Verzweiflung erwischt
    Und dann der Sinn: irgendwann erwischt es alle, ihr die TRauernden seid nicht traurig, niemand lebt ewig. Das ist eine wahre Aussage, aber sie hat einen Bart, der noch länger ist als Friedrichs im Kyffhäuser.
    Ich fidne interessant, was du da interpretierst, da meine Aussage eigentlich eine andere sein sollte (nicht negativ gemeint, ich will ja mal andere Meinung dazu hören). Ich dachte eigentlich, dass die Aussage so rüber kommt, wie ich es mir gedacht habe, wenn man den ganzen Text liest. Denn ich habe nirgends etwas davon geschrieben, dass man nicht traurig sein sollte, weil jemand gestorben ist. (Falls doch, schreib mir bitte die Textstelle..)



    Zitat Zitat von Sneaky
    Du bemühst dich zwar, deinen Rhythmus beizubehalten, aber dadurch erzeugst du nur das "Reim bei Fuß" Gefühl bei mir.
    Die Aussage versteh ich gerade nicht

  4. #4
    Sneaky Guest
    Hallo calamita,

    zunächst der Kreis, den ich bemängelt habe. Ich gehe wenn ich im Kreis gehe, nicht hin und her, sondern höchstens links rum oder rechts rum. Hin und her seh ich mehr auf einer Geraden. (Soll nicht heißen, dass ich deine MEinung nicht gelten lassen will, aber ich sehe in hin und her eine gerade Bewegung, keine gebogene)

    Zu Gedanken / Leben, beide sind vergänglich, nimmt man mir das Leben, dann sind auch die Gedanken futsch (behaupte ich jetzt mal, wissen kann ichs nicht)


    Zum nächsten muss ich mich erst mal korrigieren. Ich hätte sagen müssen, das ist der Sinn, den ich drin sehe, mein Fehler entschuldige.

    An der Stelle sagst du
    So groß, so schön, es doch erlischt
    und jene, die trauern, die Verzweiflung erwischt
    Doch bedenke, nichts ist auf Erden
    da, um ewig zu werden

    So groß es ist, es erlischt
    und die Trauernden erwischt die Verzweiflung
    doch bedenke es gibt nichts auf der Welt
    was ewig währt
    da hab ich die letzten beiden Zeilen als ein MEmento angesehen, dass man in der Trauer bedenken soll, dass nichts ewig währt. Hab ich dann als "Belehrung" verstanden, Kopf hoch, Schmerz vergeht.

    "Reim bei Fuß"

    du hast Reime verwendet. Normalerweise würdest du doch sagen:
    sofern du nur den Funken in dir fängst,
    der längst schon in den Köpfen der Menschen vergessen ist.
    Damit ist aber der Reim nicht da wo du ihn haben willst. Ergo zwingst du den normalen Satzbau in die Knie und schiebst den Reim dahin, wo du ihn haben willst. Reim bei Fuß. Reime sind ein Stilmittel, sie sollten doch unterstützen und untermalen? ICh finde das tun sie nicht, wenn ich quasi gezwungen bin, den Satz zu verdrehen, nur damit a auf b passt.

    Tut mir leid, wenn ich ruppig geklungen habe. Ich wollte dich nicht persönlich kränken oder beleidigen. Schön dass du es nicht so gesehen hast, obwohl Grund dazu gewesen wäre.

    Gruß

    Sneaky
    Geändert von Sneaky (19.09.2008 um 23:44 Uhr)

  5. #5
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    Hallo,
    naja, mein Gedicht ist mehr auf das Leben im Allgemeinen bezogen, nicht auf einen betsimmten Menschen. Wenn man alle Leben zusammen in einem Kreis nimmt, ist das doch ein ziemliches hin und her.

    Warum muss ein "hin und her" eine gerade Linie sein? Eine gerade Linie kann auch immer weiter gerade aus gehen, das heißt für mich nichts

    Vergänglich, ja, klar, aber die Gedanken bleiben dir erhalten, keiner kann sie erfahren, wenn du das nicht willst, keiner kann sie dir stehlen, ohne dir dabei das Leben zu nehmen.

    Eine Belehrung sollte es nicht sein, mehr als eine Art.. hm.. Feststellung?

    Gedichte sind für mich eine Art, die Sprache zu "probieren", was man sagen kann, was man nicht sagen kann, was möglich wäre und was gar nicht geht. (Wenn man sich mal "große Dichter" und ihre Werke ansieht, dann stößt man meiner Meinung nach oft auf solche Zeilen und daher ist es für mich nichts ungewöhnliches)

    Aber danke, dass du dich "korrigiert" hast So kommt das schon gleich viel besser rüber^^
    Ich repsketiere deine Meinung, aber ich wollte nur verdeutlichen, dass ich mir das so gedacht habe und nicht anders..

  6. #6
    Sneaky Guest
    Hallo calamita,

    klar, Inversionen Satzumstellungen sind ein zulässiges Stilmittel. Aber wenn man sie benutzt, sollten sie sich einfügen und nicht lediglich den Reim an die gewünschte Stelle im Satz transportieren. Sieh mal hier

    Hat der alte Hexenmeister
    sich doch einmal wegbegeben!

    Die Aussage würde doch "üblich" eher so lauten:

    Der alte Hexenmeister hat sich doch einmal wegbegeben!

    Dann wäre das Metrum im Eimer. Und es würde die Erleichterung, die der Schüler empfindet, nicht transportieren.

    Da du die alten Meister ins Spiel gebracht hast, kann ich sie auch herbeiholen. So zu schreiben sollte man können, ne?

    Wenn du Verdreher benutzen willst, sollten sie doch nicht als Verlegensheitslösung dastehen? Wenn du sonst den Satzbau beachtest zeigt dass auf, dass dir an der Stelle die "was auch immer" ausgegangen ist, um es korrekt zu sagen und den Reim zu halten.

    Wenn du aber Reime haben willst und an einer Stelle auf keinen grünen Zweig kommst, versuchs doch umzuformulieren. Selbst wenns nicht klappt, der Versuch kann dich weiterbringen.

    Doch es war nicht das Wunder in der Nacht,
    das die Ferne sichtbar macht,
    sofern du nur den Funken dir fängst,
    der in den Köpfen der Menschen vergessen ist längst.

    Hier z.B. frage ich mich (und bitte ich will dich nicht ärgern)
    Was ist das wahre Wunder dieser NAcht?
    das die Ferne sichtbar macht. Fern ist fern, wenn es sichtbar gemacht wird, wars vorher unsichtbar? bzw. falls eine Szene in der Nacht beschrieben wird,
    dann wird nicht das Ferne sichtbar gemacht sondern verborgenes.

    Das wahre Wunder dieser Nacht, ist der Funkenfang? Den Funken zu finden, den andere längst vergessen haben?

    Es macht doch Spaß, sich mit seinem Text zu beschäftigen. Also guck neu drüber und sieh selber nach, was und wo du ändern willst.

    Gruß

    Sneaky

  7. #7
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    Zitat Zitat von Sneaky
    Was ist das wahre Wunder dieser Nacht?
    das die Ferne sichtbar macht. Fern ist fern, wenn es sichtbar gemacht wird, wars vorher unsichtbar? bzw. falls eine Szene in der Nacht beschrieben wird,
    dann wird nicht das Ferne sichtbar gemacht sondern verborgenes.
    Das Wunder sind die Träume, die einem helfen. (Schonmal was davon gehört, dass man in Träumen gelebtes verarbeitet?) Und wer sagt denn, dass es um "diese" (also eine bestimmte) Nacht geht und nicht um alle Nächte, weil es auch um alle Menschen geht?
    "Das die Ferne sichtbar macht", vielleicht hätte ich auch "klar" schreiben sollen? (Aber dann hätte ich von dir aufn Deckel gekriegt, weil das dann nicht dazu passt............) Sichtbar bedeutet nicht immer unsichtbar, sondern, dass man etwas vernebelt sieht, man nicht erkennt, was es sein kann.

    Wer sagt, dass ich was ändern will? o.O

    Und ich versteh immer noch nicht, was an meinem Satz so böse sein soll.. Einmal oder zweimal oder das ganze Gedicht, ist doch sowas von egal, da schert sich eh keiner drum, weil es nunmal so von dem Schreiber gemacht ist und nicht anders und wenn er es anders gemacht htte, wäre es doch eh wieder falsch gewesen.

    Und wer sagt eigentlich, dass ichs nicht anders versucht habe und dies einfach die Lösung war, die mir am Besten gefallen hat?

  8. #8
    Sneaky Guest
    Hallo calamita,

    dann setz doch bitte über das Gedicht, dass du nur lobende Kommentare möchtest und das Gedicht nach deiner Meinung 100 % stimmt. Dann ist klar was du meinst und wir hätten uns gegenseitig einige Tipparbeiten erspart.

    Gruß

    Sneaky

  9. #9
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    Was hast du denn jetzt für ein Problem? Nur, weil ich nicht vor habe es zu ändern heißt es doch nicht, dass ich nur lobende Kommentare will?!

    Oder sollte das jetzt ein Scherz sein?

  10. #10
    Sneaky Guest
    Hallo calamita,



    ich hatte vorher kein Problem, ich habe auch jetzt keins.

    Ich denke nur, dass meine Rückmeldungen nicht das waren, was du hören wolltest, was du unter "brauchbar" im Sinn von deinem Kopfposting verstehst.
    Und es gibt nix dümmeres, als wenn sich zwei Nicks in die Wolle kriegen.


    Gruß

    Sneaky

  11. #11
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    Naja, nur wenn ich schreibe, dass ich nichts ändern will bedeutet das ja nicht, dass ich keine "negativen Kommentare" lesen möchte, wird ja wohl nicht mein letztes Gedicht sein.

    Aber bei dir gab es teilweise Sätze, die ich für meinen Teil nicht nachvollziehen kann. (Was aber nich an der Kritik liegt, sondern wohl an unseren verschiedenen Ansichten)

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