1. #1
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    Der Zufall bringt Licht

    Du warst nur ein Schatten
    eingehüllt in ein Geheimnis
    sah dich nur in meinem Kopf
    wollte nach dir greifen
    mit dir reden
    dich kennen lernen
    doch ich griff ins Leere
    Schatten kann man nicht fassen
    manchmal warst du nah
    sah dein Gesicht wie durch den Nebel
    ein Foto sagt nichts über einen Menschen
    nur über sein Aussehen

    Du warst nur ein Schatten
    doch dann wurde es Nacht
    und man sah keinen Schatten mehr
    ich sah nicht in welche Richtung ich greifen musste
    gab die Hoffnung auf dich je zu finden
    es war purer Zufall
    der das Licht zurück brachte
    ich hoffte wenigstens den Schatten wieder zu sehen
    doch es gab keinen Schatten mehr
    es gab aber auch kein Geheimnis mehr
    die Ungewissheit war weg
    zwar kann ich dich noch nicht sehen
    kann deine Stimme nicht hören
    doch kann ich deine Worte lesen
    kann deine Gedanken sehen
    und du meine
    Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum!

  2. #2
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    Hallo Seelenstimme,

    was deine freien, lyrischen Text noch fehlt ist Verdichtung zu allererst, später dann vielleicht noch Innovation, doch an der Verdichtung deiner Gedanken solltest du zuerst arbeiten. Du redest hier zuviel und vieles, vor allem die Schatten, wiederholen sich, so wirkt dein Text auch vom Sprachgebrauch her eher prosaisch. Ich möchte dir anhand der ersten Strophe mal einen kleinen Versuch der Verdichtung anbieten, damit du verstehst was sich meine.

    Ein Schatten warst Du
    eingehüllt in ein Geheimniss
    reckte dein Haupt aus der Leere

    Wollte Dich fassen
    wollte Dich greifen
    wollte dir nah sein

    Doch wie ein Nebel
    zerrannst Du mir unter den Fingern
    nicht fassbar
    nicht greifbar
    nur Foto
    Das ganze hätte man auch deutlich weiter verdichten können, z.B. so:

    Dein Foto war es
    das mich erkennen machte
    dass alles Trugbild ist auf dieser Welt
    und deine Nähe nur Schattenriss in meinem Herz
    oder noch mehr verdichten

    im kernschatten
    dein foto
    illusion deiner nähe
    Dabei kannst du natürlich viel mit Grammatik und Bildern spielen. Probiers halt mal aus.

    Gruß
    Woitek

  3. #3
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    146
    Hallo Woitek!
    Ich habe ein wenig herumexerementiert. Das ist dabei herausgekommen:

    Ein Schatten
    von Geheimnissen umhüllt
    in meinem Kopf

    will dich greifen
    mit dir reden
    dich sehen

    mein Griff
    in den Nebel
    in die Leere

    Deine Nähe
    eine Illusion

    Ausdruck deines Bildes
    in meinen Händen

    Dein Schatten
    unerreichbar
    dachte ich

    Sonne
    verbrennt die Schatten
    macht Geheimniss sichtbar
    wischt Ungewissheit weg

    lese deine Worte
    deine Gedanken
    und du meine

    Wie findest du es??
    Liebe Grüße und danke für deine wirklich guten Tipps!!
    Anna
    Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum!

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