Thema: Übernacht

  1. #1
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    Übernacht

    Übernacht

    Frische kaskadierend kühner Nacht,
    die - erwacht - bewusstes Sein entfacht:
    Lose Leere lässt den Raum verschwinden,
    Nähe naht und will die Menschen binden.

    Bäume schummern rauschend ihr Verschwimmen,
    während in den Augen Leben glimmen,
    die sich dem Vergehen springend weigern,
    sich schon bald zu ganzen Sätzen steigern.

    Worte meint man davon gar zu hören,
    lässt von ihrem Wahn sich glatt betören,
    will mit ihnen schreien, blinzelt wild,

    stürmt und tobt und strömt unzählig Unde,
    trägt sein Selbst als Welten wertste Pfunde --
    dann der Schlaf, der wunde Augen stillt.
    Geändert von atti (02.10.2008 um 13:04 Uhr)

  2. #2
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    @atti

    Oh, hier steigt Jemand ganz groß ein. Mit einem phantasiestarken Sonett. Mein Beifall, als neuer Gast wohnst du ja schon in der dritten Etage der Lyrik. Natürlich habe ich mir deine Vorgänger-Gedichte auch eben jetzt zur Brust genommen und die „schmecken“ nach „Meer“ (mehr). Na dann, bis später.

  3. #3
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    Vielen Dank, vielen Dank - und auf ins Meer, ja.

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