Thema: Untiefe

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    Erding bei München
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    Untiefe



    Untiefe

    Glitzernd geht die Sonne unter über dem türkisen Meer
    und die Möwen flattern munter über meinem Boot umher.

    Flöten leise Abschiedslieder, mir auf meiner letzten Tour.
    Bald, mein Herz, sehn wir uns wieder, bin gleich bei Dir - warte nur!

    Warum hast Du mich verlassen, meine kleine Meerjungfrau?
    Warum konnt´ ich Dich nicht fassen? Warum riss das Segeltau?

    Weshalb sind wir aufgebrochen in dieser verfluchten Nacht?
    Hätt´ ich doch den Sturm gerochen. Hätt´ ich doch den Wind bedacht!

    Diesmal Liebling war ich schlauer, habe mich gut informiert,
    über Blitz und Regenschauer - Wind und Wetter sind studiert.

    Heute falle ich nicht wieder auf das faule Blau hinein.
    Seht, dort ziehen Wolken nieder - bald ist Schluss mit Sonnenschein!

    Schon bäumt sich mein Segel auf und der Himmel färbt sich schwarz.
    Oh, wie freu ich mich darauf, bald bin ich bei meinem Schatz.

    Gischt spritzt auf, die See schmeckt bitter. Endlich hat der Sturm begonnen.
    Komm schon, dreckiges Gewitter - herzlich bist Du mir willkommen!

    Wasserfluten schlagen über, spielen mit dem kleinen Schiff
    und der Sturm peitscht es hinüber zu dem schicksalsschweren Riff.

    König Neptuns Winde wehen, lassen ihn am Fels zerschellen,
    und man sieht ihn untergehen, in den meterhohen Wellen.

    Lautlos gleitet er hinab, in den dunkelblauen Schlund
    und betritt sein feuchtes Grab, auf dem tiefen Meeresgrund.

    Langsam sieht man ihn verschwinden, doch er ist nicht mehr allein.
    Hier nur kann er Frieden finden - kann auf ewig bei ihr sein.
    Geändert von Dorian Darkwood (26.09.2008 um 11:34 Uhr)

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