1. #1
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    Angriff des Falken

    Angriff des Falken
    von Christoph A. P. aka Sturmfalke

    Ein schwarzer Schatten
    das Ziel im Blickfeld,
    stuerzt er zum Opfer
    blitzschnell gewendet
    fliegt ausser Sichtweite
    zum naechsten Opfer
    von weit ueber dem Erdboden,
    in seiner Welt
    der Welt der Fluegelschlaege,
    der Welt der bohrenden Augen,
    der Welt messerscharfer Schnaebel,
    der Welt toedlicher Krallen.

  2. #2
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    Hallo sturmfalke,

    zuerst einmal herzlich Willkommen hier im Forum. Du schriebst, dass du schon in wenig Erfahrung mit Lyrik hast und zudem vor allem auch an konstruktiver Kritik interessiert bist, daher habe ich mir dein Werk mal näher angeschaut.

    Zuerst fiel mir dabei auf, dass du doch noch sehr aufzählend und prosaisch schreibst. Aber bevor ich darauf genauer eingehe, noch eine Sache zur Formalität. Wenn du Kommata verwendest, dann doch durchgehend, so wirkt es unfertig. Ich kann mir denken, dass es vllt. sogar schwer fällt hier genau Kommata zu setzen, das liegt am nächsten Problem: Inversionen. Du hast teils die Sätze ein wenig arg verdreht und noch schlimmer, du hast viele Worte ausgelassen. Das wirkt aber eher pseudolyrisch, als überzeugend. Du magst eventuell damit bewirken wollen, dass die schnelle Handlungsgabe ausgedrückt wird, aber dein Stil drückt eher abgehacktes aus, denn stringente Handlung.

    Letztlich fehlt es in deinem Werk vor allem an sprachlicher Geschliffenheit und etwas außergewöhnlichen Metaphern. Du hast momentan eher eine Beschreibung, denn eine Verdichtung erreicht. Es wäre jetzt interessant zu sehen, ob du die Vorgänge vielleicht anders und besser umschreiben kannst.

    Gruß,
    Flo
    Neustes Werk aus meiner Feder:
    Liebe und Romantik - Schlaflied (für L.), Ein Leiserwerden, ohne Titel
    Verzweiflung schreit nicht, Verzweiflung schweigt.

    Die Melancholie des Seins - Fortsetzungsgeschichte
    Die Melancholie des Seins - Gesammelte Werke

  3. #3
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    Schonmal ein riesiges 'Dankeschoen' fuer die so genaue Kritik und die Tipps.

    Das mit dem Abgehackten stimmt schon, wurde mir schon einmal gesagt, glaube ich, aber mir persoenlich gefaellt es fast deshalb auch ein wenig.

    Ich habe mich mal direkt versucht, es ausformulierter zu schreiben, aber ob mir das im Positiven gelungen ist, kann ich nicht ganz beurteilen.
    Metaphern fuer Gedicihte zu finden, faellt mir immer sehr schwer, allerdings habe ich fast alle meiner folgenden Gedichte mit einem Reimschema, was mir irgendwie leichter faellt auch.

    Angriff des Falken

    Hoch oben ist ein schwarzer Schatten
    der schon sein Ziel im Blickfeld hat
    ploetzlich stuerzt er schnell herrunter
    nieder in des Menschen Welt

    Wie ein Blitz gezackt gewendet
    fliegt der Falke ausser Sicht
    und sich ein naechstes Opfer suchend
    fliegt der Falke frei in seiner Welt

    der Welt der Fluegelschlaege
    der Welt der bohrenden Augen
    der Welt messerscharfer Schnaebel
    der Welt toedlicher Krallen

  4. #4
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    Tag Sturmfalke,

    Im Gegenzug habe ich mir auch mal deine Werke angeguckt.
    Ich muss sagen, dass Ensimismado, schon ein wenig recht hat. Ausformuliert lässt das Gedicht sich schon leichter und angenehmer lesen, jedoch gefällt mir die ursprüngliche Version besser.
    Ich weiß nicht warum, aber aus irgendeinem Grund missfällt es mir, wenn man seine Gedichte verbessert, meiner Meinung nach ist ein Gedicht quasi eine Momentaufnahme des momentanen Befindens.

    Gruß

    Visions
    "All I have is my mind and nobody can see that."
    - Neil Strauss -

  5. #5
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    Ich auch, das ist das erste mal das ich ein Gedicht komplett ueberarbeitet habe.
    Hoechstens habe ich mal ein-zwei Verse umformuliert.

    (Ich habe ja schon knapp 90 Gedichte.., daher denke ich, das ich nur die hier auch veroeffentliche, die ich schon recht gut gelungen finde!)
    <<Wer die Vergangenheit verneint, der verneint die Zukunft. Kein Mensch schafft sein eigenes Geschick: er bejaht es, oder er verneint es. Wenn die Wurzeln einer Eberesche nicht tief reichen, dann trägt sie keine Krone.>> (Ursula K. Le Guin - Das ferne Ufer)

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