1. #1
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    Der Tag des Zockers!

    Der Tag des Zockers!
    von chris also mir ^.^

    Es ist nun wieder Jahresanfang,
    dafuer gibts nur einen Aufklang.

    Vorallem wenn man ein Zocker ist,
    ich weiss ja nicht, ob du einer bist?
    Deshalb werd ich dir was berichten
    und zwar werd ich dir hier abdichten
    genau ueber diesen einen Zocker,
    das haut dich bestimmt gleich vom Hocker.
    So ein leben ist echt der Hammer,
    besteht es manchmal auch aus Jammer...

    Beginnen wir mit dem Zocker sein Morgen,
    den koennt man bei ihm auch gleich entsorgen.
    Da passiert bei ihm schon nicht viel,
    das ist fuer ihn das langweiligste Spiel.
    Schule bringt ihm auch kein Gehalt,
    schliesslich ists nur Aufenthalt.

    Danach geht er direkt nach Haus,
    zum Glueck ists immer geradeaus...
    In ICQ hatte er ne Message,
    das war echt pures Pownage.

    Die Anweisung darin war klar,
    die Entscheidung auch nicht anfechtbar.
    Und schon ging er auf die Lan,
    sowas hats ihm immer angetan.
    Pc, Pad, Monitor und die Mouse,
    das sind Sachen, ohne die verlaesst er nie sein Haus.
    Sie fragen ihn jeden Tag wie und wieso,
    denn er ist dort immer aufm hoeheren Niveau.

    Der Zocker sitzt wieder mal vor dem Pc
    und trifft ihn ne Kugel, so tut es net weh.
    Da kam der erste Noob, der dachte er ist besser -
    er zielte mit der AWE, doch er killte ihn mitm Messer
    Das mit der AWP - das ist Oke,
    doch mitm Messer - ists einfach besser!

    Er nahm die naechste Waffe
    und ballerte wie n Affe
    und glühte dann der Lauf,
    kam Freude genug auf.

    Die Flash die blitzt, das Blut das spritzt...
    Und kratzt er mal ab, so wird er respawnt
    und fuer besonders grausames Morden belownt.
    Er haelt Tastatur und Maus ganz fest in der Hand
    und setzt mit Granaten die Kisten in Brand.

    Er dachte gute dreizehn Schuss,
    doch dann war ploetzlich damit Schluss.
    Er dachte er packts,
    doch er verkackts.
    Es gab ihm den Rest
    der Entschluss stand fest:

    "Heute treff ich keinen mehr -
    das Handgelenk wird mir schon schwer,
    der Zeigefinger ist schon down,
    kann ich meinen Sinnen noch trauen?
    Das Ziel das schwindet vor meinen Augen,
    mein Hirn kann nichtmehr sehr viel taugen!"

    Zocken das ist seine Droge,
    auf der Lan fuer 20 [€] auffer Loge.
    Ob Cola, Döner oder Pizza, das isst er alles vorm Pc,
    doch manchmal muss dann auch nen Zocker aufn WC.
    Danach gehts weiter mit dem Spiel,
    es war die 3 Runde die jetzt anfiel!

    Machte er n' Headshot, machte er n Tanz.
    Gute Kills sind halt die aus Distanz,
    seine Art gab ihm die Eleganz,
    Geflame fuehrte zur Ignoranz
    Ob Messer, Granate, Knarre, Gewehr,
    das interessierte keinen sehr...
    Das was zaehlt, das ist die Taktik
    und das ist nun wirklich auch Antik!

    Der Abend, der verlaeuft nicht genauso!
    Da geht er zur Party und brauch sein Perso.
    Er schleppt ein Maedel nach Wunsch ab
    und zu Hause gehts mit ihr bergab!
    Er zeigt ihr sein Hobby und es ist vorbei,
    er erklaert den Clan und sagt: Tritt bei!?
    Ich drueck es nun so aus, als Erzaehler:
    Es ist sein spezieller Schoenheitsfehler!

    Ne Freundin hatter nicht, die kost eh zuviel Geld,
    das steckt er lieber in seine virtuelle Welt.
    Fuer ihn gibts nur ein einzigen Spruch,
    der hat zu tun mit dem Karriereabbruch:
    Ob Einzelkämpfer oder gewaltsames Heer,
    der Spieler setzt sich immer zur Wehr!

    Kugeln fliegen durche Luft und treffen meist ihr Ziel,
    Zocker daran erkennst du, der reale Krieg ist kein Spiel!
    Ob Imperator, ob Feldherr, ob Marshall, Soldat,
    jeder schaufelt sich dabei sein eigenes Grab.
    Und das ist das gute am virtuellen Zocken,
    man kann keinem das echte Leben entlocken!

    Das hier ist nun das Ende vom Dichten,
    ich hoffe ich konnts Zockerleben ein bisschen belichten.

    ------------

    Frage: Oder gehört das Ganze nach experimentelle Lyrik? Weil es kein durchgehendes Versmass hat Strophenmass, sprich Anzahl der Verse pro Strophe, abgesehen davon, das es anfangs je 8v 6v 4v und das 2mal und erst dann schief wird.. 5v 4x 6v oder so ^^
    Allgemein zu lang, fuer ein Gedicht? Ich meine im Deutsch-Unterricht schonmal ein 20Strophen Gedicht gelesen zu haben, aber kA, eigentlich ists ja schon fast ne Geschichte dadurch!

    Fehlend zumidnest sind ja wieder die Metaphern..
    Geändert von sturmfalke (28.09.2008 um 00:25 Uhr)
    <<Wer die Vergangenheit verneint, der verneint die Zukunft. Kein Mensch schafft sein eigenes Geschick: er bejaht es, oder er verneint es. Wenn die Wurzeln einer Eberesche nicht tief reichen, dann trägt sie keine Krone.>> (Ursula K. Le Guin - Das ferne Ufer)

  2. #2
    Kirbenee ist offline träumiges Lächelgrün
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    Hallo sturmfalke
    Erst einmal zu deiner Frage: Es passt hier schon rein. Die von dir angesprochenen Dinge sind einfach unschön und würden auch dadurch nicht besser, dass du das Gedicht in experimentelle Lyrik stellen würdest. Bezweckst du etwas mit den Wechslen? Denn wenn nicht solltest du es möglicherweise überarbeiten. Allgemein ist es denke ich nicht zu lang für ein Gedicht, obwohl es durch den Erzählcharakter mehr einer Ballade ähnelt. Das Metaphern fehlen ist nicht unbedingt das größte Problem. Problematisch finde ich dann eher, dass du die Metrik stellenweise gar nicht durchhälst. Dadurch liest es sich holprig. Bsp:
    In ICQ hatte er ne Message,
    das war echt pures Pownage.
    Dagegen hilft mir, die ich auch nicht so bewandert in Metrik bin, das Silbenzählen. In dem Beispiel hat die erste Zeile 10 und die zweite nur 7 Silben. Auch die Umgangssprache ist nicht die Ideallösung. Natürlich spricht der Zocker auch nicht in Hochdeutsch und es würde zu deinem Gedicht auch nicht passen es verschachtelt und verziert auszudrücken. Aber trotzdem wirkt deine Umgangssprache so unpassend, was vielleicht auch an der Satzstellung liegt, die du anwendest um Reime zu erhalten.
    So ein leben ist echt der Hammer,
    besteht es manchmal auch aus Jammer...
    In diesem Beispiel hier stört mich das Jammer, einfach weil man das umgangssprachlich so nicht sagt und es deswegen dann wieder das Bild stört.

    Beginnen wir mit dem Zocker sein Morgen,
    Das ist einfach nur grauenhaft. Sorry, aber "dem Zocker sein Morgen"? In der deutschen Sprache heißt es "des Zockers Morgen". Das ist möglciherweise zu gestelzt für dein Gedicht, aber so klingt es wie, entschuldige die Polemik, Migrantendeutsch. Du könntest z.B. schreiben "Beginnen wir mit dem Morgen des Zockers". Natürlich ist es schwerer darauf einen Reim zu finden, aber so wie es im Moment steht passt es einfach nicht.

    Die Anweisung darin war klar,
    die Entscheidung auch nicht anfechtbar.
    Und schon ging er auf die Lan,
    sowas hats ihm immer angetan.
    Pc, Pad, Monitor und die Mouse,
    das sind Sachen, ohne die verlaesst er nie sein Haus.
    Sie fragen ihn jeden Tag wie und wieso,
    denn er ist dort immer aufm hoeheren Niveau.
    Hier wechslest du vom Präsens ins Präteritum, wobei mir der Sinn darin nicht aufgeht. Das "immer angetan" klingt in meinen Ohren seltsam. Vielleicht sollte es eher "schon immer angetan" heißen. Natürlich hast du dann wieder das Problem mit den zu vielen Silben, aber so wie es da steht scheint es mir falsch. Der letzte Satz will mir nicht einleuchten. Wo ist er immer auf einem höheren Niveau?

    So das war ersteinmal eine vorläufige Kritik von mir. Deine Idee finde ich gut und auch dass du Fachbegriffe verwendest. Jedoch solltest du deine Ausarbeitung dringend nochmals überdenken und auch überarbeiten.

    LG (willkommen im Forum ) Kirby
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  3. #3
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    Danke fuer die lange Kritik..

    Trotz allem haett ich dazuschreiben sollen, das man mir das nicht zerfetzen brauch.
    Das die Verse und alles unausgearbeitet sind und teils nichtmal konkretes Deutsch darstellt, weiss ich selbst, allerdings fiel mir zu der Zeit (Maerz 2007) auch kein besserer Reim ein etc..

    Ueberarbeiten mag ichs allerdings auch nichtmehr, da ich allein schon kein Zocker mehr bin selbst.

    Das war eher aus Lust und Laune geschrieben mit den Reimen und der Geschichte an sich..

    Daher vllt echt unpassend hier.. ^^
    Trotzdem danke euch beiden fuer die investierte Zeit, naechste mal denk ich daran, dazuzuschreiben, wenn ich keine Kritik moechte, bzw welche Kritikstellen ich schon kenne.

    MfG Sturm
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