Thema: Verkackt!

  1. #1
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    Verkackt!

    Alles sträubt sich in mir und kurz denk ich noch was mache ich eigentlich hier, dass alles scheiße ist liegt doch nicht nur an mir!
    Ich habe auch Fehler gemacht, kann sie nachträglich kaum noch beheben, doch hab ich sie stets zugegeben.
    Was getan ist ist getan und was gesagt ist auch gesagt, hab mich schon mal zu weit aus dem Fenster gewagt. Doch ich hatte Glück, den ich hatte dich, wenn ich fiel dann fingst du mich.
    Von Anfang an warst du für mich da, immer wars mit dir so wunderbar und ehrlich trotz Stress bist du für mich unentbehrlich. Mein Leben war mit Auf und Ab herrlich.
    Nichts bereue ich keinen Tag, vor allem hast du mich stark gemacht.
    Du hast mich gelehrt: Das Leben ist kein Wunschkonzert und aufzugeben ist verkehrt, denn um im Leben zu bestehen, muss man seinen Weg bis zum Ende gehen. So habe ich schnell kapiert, dass die Vogelstrauß-Taktik nicht funktioniert, weil man so seinen Weg aus den Augen verliert.
    Ich habe so viel von dir gelernt, doch plötzlich haben wir uns immer mehr voneinander entfernt, als es für mich an der Zeit war neue Wege zu gehen, um die Welt auf meine Weise zu verstehen.
    Hier bin ich und frage mich: Was ist geschehen? Ich kann dein Innerstes nicht sehen, doch wünsche ich mir sehr unser Problem zu verstehen. Langsam kann ich es nicht mehr mit ansehen und mir fehlt die Kraft das so noch weiter durchzustehen.
    Warum sagst du zu mir mein Leben wär verkackt und meinst dann scherzend in dem Moment hätts Sinn gemacht?
    Ich rufe stopp, bitte hör auf das ist doch nur gespielte Lässigkeit! Alles was du dazu sagst: " Hör auf mit deinem Selbstmitleid!" Deine Stimme ist kalt und schon hast du den Hörer aufgeknallt...
    Spätestens jetzt habe ich engültig gecheckt, so hat das ganze keinen Zweck!
    Schon wieder ein Konflikt, wie eine Uhr die unaufhörlich tickt, können wir darauf warten pünktlich den nächsten Kampf zu starten.
    Wieder und wieder drehen wir uns im Kreis - bitte sag mir, was ist der Preis? - mir wird das ganze hier langsam zu heiß...
    Was soll all der Scheiß?
    Was weißt du, was ich nicht sehe?
    Was sehst du, was ich nicht verstehe?
    Bitte glaube mir ich will dir helfen, etwas für uns ändern, doch Worte allein sind nicht genug und mir fehlt der Mut dir so gegenüber zu treten...will unsere Beziehung nicht noch mehr zertreten.
    Ich habe uns nicht aufgegeben, auch wenn sich viel geändert hat in unseren Leben, lass uns gemeinsam neue Wege gehen.
    Doch nennst dus weiterhin verkackt hast DU augegeben...soll das wirklich geschehen?!
    Hey würd mich sehr über Feedback freuen, also haut in die Tasten, aber zuvor erstmal viel spaß beim Lesen

  2. #2
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    Hey Nique,

    ich frage mich, wieso du das hier postest ?
    Wieso schriebst du es in dieser Form ?
    Und meinst du es ist ein Gedicht ?

    Mich interessieren deine Beweggründe wirklich ...

    Grüße,
    Zartbitterpuppe.
    Manchmal komme ich mir so höflich vor, so angepaßt, so etabliert, so normal, so brav, so ernst, so logisch, so zaghaft, so liebenswürdig, so maßlos ängstlich, es könnte mich jemand nicht mögen - und mag mich selbst nicht mehr.
    Jochen Mariss

  3. #3
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    hallo

    ich muss sagen das es kein richtiges gedicht ist doch angefangen haben wir doch alle mal....
    ich finde deinen text einfach unheimlich emotional weil ich genau das gerade durchmache...die reime sind ja teilweise schon gut aber du musst umbedingt anfangen eine form in dein gedicht zu bringen... sonst ist es halt nur ein text...

    übe noch fleißig weiter..

    lg
    weißerose

  4. #4
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    Hallo Nique!

    Schön zu sehen, dass auch die aktuelle Form der Lyrik, der Rap, hier vertreten ist. Es bleibt Zartbitterpuppes und weißerose16s Geheimnis, warum das etwa kein Gedicht sein sollte. Auch inhaltlich passt es zu den meisten Rap-Arten, d.h. es ist geradezu manisch egozentrisch und dreht sich ausschließlich um das lyrische Ich in Interaktion mit Umwelt und Gesellschaft. Hier gibt es keine Reflexion, kein Nachdenken über Sinn und Unsinn des Lebens, keine Philosophie außer der des Lustprinzips, keine Metaphorik, Allegorik usw. Mein Ding ist das nicht, denn was bleibt von all den vielen Worten am Ende außer der Überschrift hängen?

    Was die Reimerei angeht ist das Gedicht auf der Höhe der Zeit, Paar, Mehrfach- und Haufenreime, hier kaum mehr zu unterscheiden, was Binnen- und Endreim ist bzw. hat diese Unterscheidung im Rap eigentlich auch ihre Bedeutung verloren. Insofern finde ich das eigentlich alles gelungen, nur habe ich den Flow nicht finden können. Das wird aber im Zweifel an mir liegen, es käme auf den Vortrag an.

    Auf jeden Fall ist es reizvoller, als das 2-milliardste kreuzbrav in Reim und Maß gestellte Herz-Schmerz-Gedicht.

    Ich grüße.
    Bolinski

  5. #5
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    Hallo Nique,

    ich schließe mich da Bolinski an. Absolut erfrischend. Dazu fliegt es geradezu, wenn man es mehrmals gelesen hat.

    Der Fließtext macht es etwas schwerer zu lesen, aber ich denke, du wolltest damit auch Geschwindigkeit ausdrücken.

    Ich hatte meinen Spaß daran es zu lesen und mich verwundert, dass ich immer wieder einen etwas anderen Rhytmus dabei finde.

    Liebe Grüße
    Nefra-té
    Den wahren Geschmack des Wassers erkennt man in der Wüste.

  6. #6
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    wenn raptexte gedichte sind, muss man weisserose und zartbitterpuppe natürlich widersprechen.
    ich finde allerdings auch dass rap keine gedichte sind, und zwar aus dem einfachen grund, weil eben nichts verdichtet wird, sondern breitgelabert.
    das mag seinen reiz haben, aber die kunst oder absicht, grosses zu komprimieren, oder kleines hervorzuheben, finde ich hier nicht.
    ich hab auch nichts gegen derbheiten, finde aber, dass schon der titel den text als "gedicht" disqualifiziert.
    gruass lepi
    .
    .
    "Vielleicht fing ich an zu dichten, weil ich arm war und einer Nebenbeschäftigung bedurfte, damit ich mich reicher fühlte." ROBERT WALSER

  7. #7
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    Antw.:

    Gut, ums mal aufzuklären es ist auch nicht zwingend ein gedicht, ich habe meinen Text hier nur thematisch eingeordnet und ganz ehrlich finde ich dieses Schubladendenken irgendwie deprimierend, ok die Seite hier heißt: GEDICHTE.com, aber auch andere Textformen oder so haben schließlich ihre Daseinsberechtigung. Bin über jedes Feedback erfreut, aber hackt nicht zu sehr auf den Äußerlichkeiten rum, auf den Inhalt kommt's doch schließlich an.
    Vielen Dank
    Hey würd mich sehr über Feedback freuen, also haut in die Tasten, aber zuvor erstmal viel spaß beim Lesen

  8. #8
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    Werter Leporello,

    in der Hoffnung, dass diese Unterhaltung jetzt nicht off-topic ist, möchte ich klarstellen, dass ich es absolut in Ordnung finde, wenn jemand für sich beschließt, etwas nicht für ein Gedicht zu halten. Das ist ja auch ganz unwesentlich, so denke und hoffe ich, für die sonstige Beurteilung des Werkes.

    Wenn Sie das Werk aber alleine schon wegen des Titels und wegen der vermeintlichen Breitlaberei nicht als Gedicht ansehen, erstaunt mich das, denn ich wette, man fände Gegenbeispiele, die auch Sie ohne Zögern als gedicht anerkennen würden. Vielleicht nur wenige Beispiele mit Fäkalwörtern als Titel, aber doch ganz sicher ganz viele Beispiele breitesten Erzählens und redundantester Strophen.

    Aber ich mag mich auch täuschen, das wäre ja auch nicht so schlimm.

    Gruß
    Bolinski

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