1. #1
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    Mama! Warum schließt du deine Augen?

    Hörst du ihn nicht
    meinen Schrei nach Liebe?
    Du schlägst nur
    die Hände über dem Kopf zusammen
    wenn du mich siehst
    Nietenkleidung
    Löcherhose
    Nasenpirsing
    Alles Provokation
    Alles für deine Aufmerksamkeit

    Mama!
    Warum schießt du deine Augen
    Warum redest du nicht mit mir
    Warum sagst du nicht einfach,
    dass du mich liebst

    Hörst du ihn nicht
    den Schrei nach Liebe?

    Die Zigarette in meinem Mund
    sie bringt dich zum verzweifeln
    spiel den Coolen
    klaue, kiffe, rauche, trinke
    und du denkst
    ich wäre weg
    aber ich bin hier!

    Hörst du ihn denn nicht
    den Schrei nach Liebe?

    Mama!
    ich brauch dich doch
    Ich will groß werden
    und nicht schon mit 15 sterben
    Also Mama
    mach die Augen auf
    und reich mir deine Hand!
    Bitte!


    Dieses Gedicht ist nicht durch eigene Erfahrungen Entstanden!
    Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum!

  2. #2
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    Hallo Seelenstimme,

    Schade der Titel war so vielversprechend, als ich den Link angeklickt habe. Aber das was ich da lese erinnert mich stark an ein Pop/Rap Song, der seit einiger Zeit auf Viva und Mtv rumgeistert. Es sind wenig eigene Ideen dabei und von der Wortwahl her nichts besonderes.

    Außerdem find ich es persönlich unpassend so eine Sache zu beschreiben, wenn man dies nicht aus eigenen Erfahrungen und Erlebnissen her kennt. Woher weißt du dann warum solche Menschen so empfinden, weil die Supernanny das sagt?

    Tut mir leid, dass ich keine positive Kritik für dich habe, aber ich hoffe sie war konstruktiv für dich und du kannst dich dadurch verbessern.

    Gruß
    Visions
    "All I have is my mind and nobody can see that."
    - Neil Strauss -

  3. #3
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    Sehr geehrte seelenstimme,

    ich will jetzt gar nicht mit handwerklichen Dingen kommen, denn die sind hier erst einmal zweitrangig, solange ein ganz grundsätzliches Problem besteht: Der Text wendet sich eindeutig vom lyrischen Ich an das lyrische Du, von der Tochter an die Mutter. Und die Tochter schreibt der Mutter, dass all ihre Kleidung und Verhaltensweisen nur Fassade wären und sie in Wahrheit die Mutter liebe und Führung durch die Mutter benötige. Das ist eine so enorm selbstreflektive Leistung, dass genau diese Verkleidung und das Verhalten nicht mehr erforderlich wären, wenn die Tochter das ebenso gut, nein sogar besser verbalisieren kann. Der Text führt sich somit selbst ad absurdum, ist zumindest zutiefst unglaubwürdig.

    Die handwerklichen Unzulänglichkeiten kämen dann noch erschwerend hinzu. Das kann unmöglich überzeugen. Ich würde die "Übersetzungen" weglassen und versuchen, durch Sprache und Bilder den Leser dazu zu bringen, die Augen zu öffnen. Wenn das nicht gelingt, dann ist ohnehin alles für die Katz.

    Gruß
    Bolinski

    Gruß
    Bolinski

  4. #4
    ReinART Guest
    Hallo Seelenstimme(chen)
    mag mich nicht über die Qualität äußern. Das ist schon gemacht worden.
    Ich denke, dass dies nur jemand schreiben kann, der in ähnlicher Situation steckt oder steckte und das, was eigentlich seine (ihre) Mutter vernommen haben sollte, nun hinaus in die Anonymität dieses Forums schreit (schreibt), in der Hoffnung, dass es anderen Kindern nicht so ergehen werde und hier Mütter und Väter aufhorchen. Ist kein Gedicht, das sich irgendeiner Auseinandersetzung um Qualität stellen sollte- da würde es sang - und klanglos untergehen. Ein gut gemeinter Versuch, der, wenn er jemanden zum Nachdenken bringen sollte, sein Ziel erreicht hat.
    Gruß
    reinhard

  5. #5
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    Hallo Visions!
    Erst mal danke für deine Antwort, auch wenn sie nichts erfreuliches bracht... aber besser als keine Antwort!!
    Also, nein! Ich weiß dass nicht, weil die Supernanny das sagt! Besser gesagt, ich weiß nicht ob die Supernanny das sagt! Ich weiß das, weil ich genau in diesem Alter bin und genau solche Situationen in meinem Freundeskreis erlebe!

    Hallo Bolinski!
    Glaubst du wirklich, eine Tochter könnte das einfach sagen? Wenn die Beziehung doch wirklich so schlecht ist, dann hat sie (oder eigentlich ist es ein ER!) doch nicht den Mut, offen darüber zu sprechen! Naja, aber mit den sprachlichen Bildern, das ist ein guter Hinweis, danke!

    Hallo Fromhell!
    Dein kommentar war interessant*lach* Wirklich eine gute Interpretation und du hast verstanden, das es ein Junge ist Schade, dass das Gedicht auch bei dir nicht so gut angekommen ist, aber ich nehme diese Kritik von euch als ansporn um mich zu verbessern. Wie sagt man doch? Man muss aus Fehlern lernen und nicht an ihnen kleben bleiben.
    Also danke für eure Kritik!

    Hallo ReinArt!
    Endlich mal Kritik, nach der ich ein bisschen lächel
    Ich weiß, im Grunde, fadest du mein Gedicht auch nicht toll, aber wenigstens habe ich dich zum nachdenken gebracht, und das finde ich sehr wichtig! Danke auch dir für deine Antwort!

    Lg Anna
    Geändert von seelenstimme (02.10.2008 um 18:54 Uhr)
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  6. #6
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    Hallo fromhell,

    leider ist das nur zu wahr. Und ich bedauere diesen Anfängerfehler zutiefst. Zwar kann ich es meiner Intuition gutschreiben, dass ich die Autorin als weiblich identifizierte (wiederum Vorsicht: Wissen kann ich das auch nicht), so ist das lyrische Ich eindeutig männlich. Und das macht einen Unterschied und ich muss einräumen, dass wenn ich nicht so blind und borniert gewesen wäre, dann wäre auch das Gedicht besser bei mir weggekommen.

    Ich unterstellte ja nicht nur eine weibliche Protagonistin, sondern getraute einer solchen ja auch diese Art Reflexionen auch schon im jugendlichen Alter zu. Nur bedeuten die dann meist das Ende einer solchen Phase der Suche und Rebellion. Unterstelle ich aber nun immer noch ein weibliches Erzähler-Ich, welches aber nicht über sich, sondern, wie es die Autorin jetzt ja auch erklärte, über männliche Jugendliche "ihrer" Generation spricht, quasi in deren Haut schlüpft, dann, so meine ich, gewinnt der Text sehr wohl!

    Ich muss mein voreiliges Urteil komplett revidieren. das von mir als grundsätzlich bezeichnete Problem exisitiert in meinem Schädel, nicht in diesem Text. Jetzt gälte es, ihn handwerklich und stilistisch zu betrachten, aber jetzt muss ich erst einmal meine Wunden lecken und nachdenken.

    Vielen Dank, fromhell und bitte entschuldige, seelenstimme.
    Bolinski

  7. #7
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    Hallo Bolinski!
    Danke für deine zweite Antwort!
    Ich freue mich, das mein Gedicht nun bei dir besser wegkommt, wie sieht es bei den anderen aus?
    Wie ich feststellen muss, lag dieser Fehler auch bei mir: Ich habe nicht gewusst, das es soo einen großen Unterschied macht, aus welchem Standpunkt die Autorin schreibt oder in welchem Alter sie ist...
    Lg an alle
    Anna
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  8. #8
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    Hallo FeelLetter!
    Vielen Dank für deine Tipps!!!
    *lach* Also würde ich schon über Goethe stehen, dann würdest du was anderes von mir hören
    Vlg Anna
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  9. #9
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    Gedichte sollten sich reimen, damit sie nicht ein kurzer momentaner Zustand der Gedanken sind. Sonst schreibt man einfach drauflos, ohne sich Gedanken über die Form oder den Stil der Wörter zu machen.
    Geändert von Unicorn (05.10.2008 um 13:47 Uhr)

  10. #10
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    Hallo Unicorn!
    Nimm es nicht persönlich, aber ich finde nicht, das sich Gedichte immer reimen müssen...
    Gedankenlyrik, nennt man die Art Gedichte...
    Lg Anna
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  11. #11
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    Hi Seelenstimme,

    Wenn du das in deinem Freundeskreis beobachtest, mitbekommst, dann erlebst du es doch und es beruht dann auch auf eigenen Erfahrungen(-;.

    In deinem letzten Punkt stimme ich dir zu ich finde auch, dass sich Gedichte nicht immer reimen müssen. Jedoch lassen sie sich so leichter lesen und sind leichter zu ,,verdauen".

    Gruß

    Visions
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    - Neil Strauss -

  12. #12
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    Hallo Visions!
    Ich habe geschrieben, dass es nicht auf eingenen Erfahrungen aufgebaut ist, weil sonst sehr leicht der Eindruck entsteht, das ich das lyrische Ich bin. Ich wollte Missverständnisse vermeiden.
    Wenn die Reime gut sind und es sich nicht gezwungen anhört, dann gebe ich dir recht, dann lässt es sich leichter lesen.
    Vlg Anna
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