Thema: wolkenstoss

  1. #1
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    wolkenstoss

    Ueber uns das Sternenzelt,
    zuckend, flatternd.
    Endlos.

    Hand in Hand, stehen wir
    am Ende unsres Atems.

    Ausgemacht.
    Zwischen dir und mir.
    Dem Unbekannten,
    still zu folgen.

    Der letzte Blick.
    In unsrem Antlitz,
    spiegelt sich
    Bestimmug.

    Ein Schritt nach vorn.

    Dann, der Widerstand
    vom Wind erzeugt
    von uns gebrochen.

    Atemlos entziehen wir uns
    dem Sternenall.

    Das Unbekannte empfaengt.
    Wie die Mutter ihr Neugeborenes,
    Schweigend.
    Geändert von d.m (05.10.2008 um 12:36 Uhr)

  2. #2
    Jazemel Guest
    Hallo d.m.,


    zuerst, herzlich Willkommen im Forum.
    Dein erstes Gedicht gefällt mir sehr.

    An der äußeren Form wirkt es störend, dass zu Beginn mit durchgängiger Großschreibung gearbeitet, diese aber nicht durchgezogen wird. Ich denke, das Gedicht würde gewinnen, wenn Groß-Kleinschreibung verwendet würde, da du mit Satzzeichen ganz bewusst Pausen setzt, diese aber etwas von der Großschreibung zu Satzbeginn 'verwischt' werden.
    In Zeile vier ein Tippfehler bei 'hand'.

    Inhaltlich scheint es sich um einem gemeinsamen Sprung in einen Abgrund zu handeln, Sinnbild für den Sprung ins Ungewisse? Oder ist hier wirklich ein gemeinschaftlicher Selbstmord gemeint?

    Ob es nun so gemeint ist (der "letzte Blick" und am "Ende des Atems", lässt mich dieses vermuten), oder eine Metapher, die Formulierungen in ihrer knappen Form lässt eine Stimmung aufkommen die man nur mit 'abgeschlossen' beschreiben kann.
    Mir gefällt die Wortwahl, Zeilen wie,

    "Hand in Hand, stehen wir
    am Ende unseres Atems."

    sprechen mich an, runden das Bild ab. Nur am Schluss wird es unstimmig. Eine Mutter empfängt ihr Neugeborenes sicher nicht schweigend.

    Wie gesagt, mir gefällt dein Gedicht ansonsten sehr und ich hoffe, mehr von dir zu lesen.

    Gruß

    Jazemel

  3. #3
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    Sep 2008
    Beiträge
    6
    hallo jazemel,

    danke fuer deine hinweise sowie einschaetzung. es handelt sich, ohne irgendwem jetzt den spielraum der interpretation zu rauben - tatsaechlich um einen selbstmord. von einem wohnhaus, welches sich bei mir in der naehe befindet und bekannt unter suizidfreunden ist.

    jede frau empfaengt anders; wie du schon recht hast. aber in diesem falle ist die mutter die erde und sie nimmt sich "ihre" kinder zurueck. genauso sill wie sie diese geboren hat.

    bis dahin

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