1. #1
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    Mit dem Kopf gegen die Wand

    Draußen die Sirenen tönen
    Zeitungen sind gleichgeschaltet.
    Menschen hilflos, betteln Löhnen
    hinterher, sind bleich, verwaltet

    werden sie von höhren Mächten
    dort, von oben kontrolliert
    sie zu foltern, sie zu knechten,
    jeden der nicht funktioniert.

    Geblendet aller Sinne von
    einem Wahn, man nennt ihn Gier.
    Viele riss er mit sich schon,
    in wüster, herrschender Manier.

    Und jene, die zu tragen scheinen
    dieses System der Konkurrenz
    jene, die sie plagen meinen
    Bayer, Bosch und Daimler Benz

    Würden die Ordnung erhalten
    Alternativen gäb es nicht
    Hierarchien, die früher galten
    Sind Ordnung- aus ihrer Sicht.

    Kann man ihnen das anschulden,
    dass ihr Horizont beschränkt?
    Müssen wir es deshalb dulden
    ein System, das Menschen kränkt?

    Bewegung im Kopf, Phantasie!
    Träume, male, schreibe, denke,
    beende dieses Hoffen nie,
    doch hoffe nicht nur, sondern lenke!

    Lenk dein Schiff aufs offne Meer
    Und wer im Kopf nicht stehngeblieben
    Wird nie Maschine sein und leer
    Er wird auf ewig träumen, lieben.

    Denn Regung aus den starren Formen
    Beginnt im Kopf und tobt es dort
    Erstellt man hastig neue Normen
    Und schmeißt die alten schnell hinfort.

    Nur wer im Kopfe wendig ist
    Kann auf Straßen gezielt agiern
    Und gegen diesen ganzen Mist
    Erfolgreich mutig rebelliern!

  2. #2
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    Hallo BB

    Leider hast Du hier den Inhalt allzu gewaltsam in eine Form gepresst. Das lässt sich nicht rhythmisch lesen, ohne vor lauter falschen Betonungen vollkommen bekloppt zu klingen. Zudem sind einige Satzbauten und Formulierungen abenteuerlich.

    "Geblendet aller Sinne" ist mein pers. Lowlight.

    Auch inhaltlich habe ich grosse Mühe. Da werden Firmen personifiziert, eine Obrigkeit (nur welche?) platt geschmäht um dann in unpassenden Metaphern der Phantasie eine Bresche zu schlagen? Rebellion? Wofür? Wogegen genau? Wie? Ach, nur in der Phantasie?! Doch auf der Strasse!?
    Schade, das alles kommt über das übliche Nichtwähler-Blabla nicht hinaus.

    Gruss

    Jürgen
    Oh lodernd Feuer! (Nero in Quo vadis)

  3. #3
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    Hi,

    "Geblendet alle Sinne" wäre besser, jops^^

    Die personifizierten Firmen sollen eigentlich zunächst für Monopol-Stellungen und gerade einseitiges Denken stehen. Man sieht meistens nicht die Struktur dahinter, sondern das Symptom: eine Firma.

    "eine Obrigkeit (nur welche?)"

    Der Blick des Lesers soll aber nicht unnötig konkret werden, es geht darum Träume zu erstellebn und die beginnen zunächst mit dem Gefühl des unterdrückt seins. Zunächst weiß man oft nciht genau was dahinter steckt, aber mit diesem Gefühl beginnt der Antrieb, das man Nachforscht, der gute Michail Bakunin würde sagen, hier wirkt der "Trieb der Empörung".

    Es ist wie in Orwells 1984, die Symptome des Systems erschlagen einen fast mit eindrücken, aber es zu durchschauen wäre Aufgabe eienr Analyse, ein Gedicht könnte dies nur oberflächlich darstellen.

    Zunächst muss hier die Phantasie angeregt werden, alles beginnt im Kopf, daraus wirken am Ende auch Taten.

    Wollte hier auch keine vorgefertigten Lösungen präsentieren, sondern die Phantasie ein wenig in offene Richtungen lenken, was mir vll nicht ganz gelungen sein mag.
    Ob man nun wählen geht oder nicht ist wohl eine andere Frage

    Habe ein paar andere Gedichte in denen ich versuche Gedank-Anstöße für Alternativen zu liefern, bestehendes vll schärfer zu kritisieren, aber allgemein will es mir in Gedichte nicht ganz glücken so etwas gut integriert hereinzubringen, wie du auch erkannt hast..

    "Leider hast Du hier den Inhalt allzu gewaltsam in eine Form gepresst. Das lässt sich nicht rhythmisch lesen, ohne vor lauter falschen Betonungen vollkommen bekloppt zu klingen. Zudem sind einige Satzbauten und Formulierungen abenteuerlich."

    Aber was solls, man übt^^

  4. #4
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    Hi,

    "Geblendet alle Sinne" wäre besser, jops^^

    Die personifizierten Firmen sollen eigentlich zunächst für Monopol-Stellungen und gerade einseitiges Denken stehen. Man sieht meistens nicht die Struktur dahinter, sondern das Symptom: eine Firma.

    "eine Obrigkeit (nur welche?)"

    Der Blick des Lesers soll aber nicht unnötig konkret werden, es geht darum Träume zu erstellebn und die beginnen zunächst mit dem Gefühl des unterdrückt seins. Zunächst weiß man oft nciht genau was dahinter steckt, aber mit diesem Gefühl beginnt der Antrieb, das man Nachforscht, der gute Michail Bakunin würde sagen, hier wirkt der "Trieb der Empörung".

    Es ist wie in Orwells 1984, die Symptome des Systems erschlagen einen fast mit eindrücken, aber es zu durchschauen wäre Aufgabe eienr Analyse, ein Gedicht könnte dies nur oberflächlich darstellen.

    Zunächst muss hier die Phantasie angeregt werden, alles beginnt im Kopf, daraus wirken am Ende auch Taten.

    Wollte hier auch keine vorgefertigten Lösungen präsentieren, sondern die Phantasie ein wenig in offene Richtungen lenken, was mir vll nicht ganz gelungen sein mag.
    Ob man nun wählen geht oder nicht ist wohl eine andere Frage

    Habe ein paar andere Gedichte in denen ich versuche Gedank-Anstöße für Alternativen zu liefern, bestehendes vll schärfer zu kritisieren, aber allgemein will es mir in Gedichte nicht ganz glücken so etwas gut integriert hereinzubringen, wie du auch erkannt hast..

    "Leider hast Du hier den Inhalt allzu gewaltsam in eine Form gepresst. Das lässt sich nicht rhythmisch lesen, ohne vor lauter falschen Betonungen vollkommen bekloppt zu klingen. Zudem sind einige Satzbauten und Formulierungen abenteuerlich."

    Aber was solls, man übt^^

  5. #5
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    Hallo Bakunins Bart,

    mich hat dein Gedicht, über die Manipulation und Verdummung der Menschheit, sehr berührt.
    Es ist schön zu wissen, dass es noch Gleichgesinnte gibt, welchen man nur noch selten im Alltag begegnet.
    Meiner Meinung nach hast du deine Gedanken gelungen auf den Punkt gebracht und in passenden Worten und Beispielen wiedergegeben.
    Ich bin regelrecht fasziniert von deiner Art zu schreiben. Es mögen Andere vielleicht anders sehen, doch ich als "Anfänger", welcher noch einiges, zum Thema Gedichte, zu lernen hat, bin ich hellauf begeistert von deinen, mich inspirierenden, Gedanken.

    Mit sonnigen Grüßen

    Jeanette

  6. #6
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    @Janettediefee: vielen Dank, mensch gibt sein bestes

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