1. #1
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    Etwas vermessen

    Welch’ erquickende Extase,
    der Champus schoss mir
    durch die Nase,
    als ich sah,
    was zwischen
    seinen Beinen hing.
    Größe ist nicht alles,
    doch dieser
    war mir
    zu gering.
    Ich zog mein
    Höschen hoch,
    er war erschreckt,
    zum Glück wurde ich
    zuvor geleckt.
    So ging ich
    fröhlich feucht
    ab ins Foyer,
    auf dass ich
    einen größ’ren seh.
    .
    © Rod Wima

  2. #2
    Jazemel Guest
    Hallo Rod Wima,

    sorry,
    aber das ist ungefähr so erotisch wie ein trockenes Brötchen und wäre m.E. in der Rubrik Humor & Satire besser aufgehoben, auch wenn es nur bedingt komisch ist.
    Vielleicht würde das 'Gedicht' gewinnen, wenn du es noch mehr verdichtest, zu einen Rührreim z.B.

    Gruß

    Jazemel

  3. #3
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    Hi Jazemel,
    hab mich deiner Kritik angenommen und das Gedicht
    in die "richtige" Rubrik verschieben lassen.
    Verdichten will ich hier nichts mehr, da es mir so wie
    es ist eigentlich gefällt und was das "komisch" betrifft,
    liegt die Auffassung von Humor noch immer im Auge des
    Betrachters , der eine lacht, der andre nicht, jedem wie
    es gefällt, s'ist keine Pflicht.
    Gruß, Rod
    .
    © Rod Wima

  4. #4
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    Hallo Rod Wima,
    auch wenn ich Ihre Ansicht nicht teile, dass Komik und Humor sich nicht ebenfalls vermessen lasse, so hat der vorgelegte Text vielleicht keinen Witz und keine erotische Strahlkraft, aber eben doch Potenzial.
    Zustimmen würde ich, dass nicht jede/r über dieselben Witze lacht und insbesondere mögen Männer Probleme bei Witzen über zu kurz Gekommene haben. Das hier ist so einer, jedoch geht der Witz, wie der kleine Spitz in die Hose. Ad 1 ist Strophe 1 total vergurkt, denn warum sollte das lyr.Ich ausgerechnet beim Anblick dieses Winzlings ekstatisch werden („als“)? Ad 2 kommt Strophe 2 nur halbherzig rüber, da fehlt jede Kraft. Ad 3 hat auch Strophe 3 nur so viel Esprit wie ein Erlebnisbericht eines Drittklässlers. Und ad 4 ist Strophe 4 nach veritablem Start dann nur noch blöd, denn wenn lyrI das sehen könnte, wäre sie wohl kaum mit dem Däumling ins Separee geflitzt.
    Mithin liegt hier keine allzu neue Idee in mittelmäßiger Ausführung vor. Zu Vieles ist zu plakativ, zu platt, zu simpel präsentiert, lässt keinen Raum für einen Schmunzler, ein wissendes Zwinkern, ein amüsiertes, gleichzeitiges Geringschätzen und Anerkennen. Aber wo sah ich nun das Potential? Ich will meine gedankliche Version hier präsentieren, um das aufzuzeigen:

    Maßlos

    Welch’ erquickende Extase,
    der Champus schoss mir
    durch die Nase,
    doch als ich sah,
    was da so hing.
    zog ich mein
    Höschen wieder hoch.

    Er war verschreckt,
    zu meinem Glück
    hat er zuvor
    nicht nur die Lippen
    sich geleckt.

    So ging ich
    fröhlich feucht
    ab an die Bar,
    mir etwas Größeres bestellen.

    Ich hoffe, Sie können mit meinen Anregungen etwas anfangen.
    Gruß
    Bolinski

  5. #5
    Registriert seit
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    68
    Hallo Bolinski,
    Kommentare sind immer willkommen, ob gebläht oder nicht, egal.
    Hier nun ein paar Erklärungen von mir:
    Zitat Zitat von Bolinski
    Hallo Rod Wima,
    ...Ad 1 ist Strophe 1 total vergurkt, denn warum sollte das lyr.Ich ausgerechnet beim Anblick dieses Winzlings ekstatisch werden („als“)?
    Der Champus schoß aus voller belustigung aus der Nase und nicht
    aus ekstase. Gemeinhin bekannt, das Bild der Milch die aus der Nase fließt.

    Ad 2 kommt Strophe 2 nur halbherzig rüber, da fehlt jede Kraft. Ad 3 hat auch Strophe 3 nur so viel Esprit wie ein Erlebnisbericht eines Drittklässlers. Und ad 4 ist Strophe 4 nach veritablem Start dann nur noch blöd, denn wenn lyrI das sehen könnte, wäre sie wohl kaum mit dem Däumling ins Separee geflitzt.
    Wenn ich Kraft vermitteln wollte, hätte ich dies auch gemacht und über die Vorstellungskraft eines Drittklässlers läßt sich streiten. Insbesondere war der Text schon mit Absicht so verfasst, dass die Beglückte ihrer Fehleinschätzung verfallen ist. Es sollte nicht der Anschein entstehen, sie hätte es doch vorher wissen müssen, als sie sich abschleppen lies.
    Mithin liegt hier keine allzu neue Idee in mittelmäßiger Ausführung vor. Zu Vieles ist zu plakativ, zu platt, zu simpel präsentiert, lässt keinen Raum für einen Schmunzler, ein wissendes Zwinkern, ein amüsiertes, gleichzeitiges Geringschätzen und Anerkennen.
    Ohne Kommentar.
    Aber wo sah ich nun das Potential? Ich will meine gedankliche Version hier präsentieren, um das aufzuzeigen:
    Patential, fast schon ein Anflug von Lob, danke für die Blumen.

    Maßlos

    Welch’ erquickende Extase,
    ..
    ..
    ..
    mir etwas Größeres bestellen.

    Ich hoffe, Sie können mit meinen Anregungen etwas anfangen.
    Leider war keine Anregung dabei, welche mich dazu bringen würde,
    den Text so wie er ist zu verändern, aber trotztdem Danke.

    Gruß
    Bolinski
    Gruß, Rod
    .
    © Rod Wima

  6. #6
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    Fast schon ein Anflug von Lob, lieber Rod Wima? Ich glaube, es ist mehr als ein Anflug, wenn sich jemand derart intensiv mit dem eigenen Geschreibsel auseinandersetzt.

    Ihre Erklärung hinsichtlich des Champagners und der Ekstase ist dennoch einleuchtend, meine Version überflüssig und auch schwächer. Ich habe mich von der Ekstase verleiten lassen. Wenn mir lachend (das hätte ich erkennen müssen, stimmt) der Champagner durch die Nase kommt, dann ist das prustend witzig, aber ekstatisch? Ich glaube, dann hätte ich mich so herum mokiert.

    Den Rest lasse ich jetzt auch unkommentiert, das bringt ja nichts, wenn wir uns hier nicht gegenseitig befruchten. Worüber ich jetzt allerdings nachdenken musste, war die Frage, wie Ihr Gedicht wohl angenommen würde, wenn es mit vertauschten Rollen geschrieben wäre? Wenn sich da ein Mann in die Ekstase kicherte, weil eine Frau ihren Push-Up ablegte, sich freute, dass sie ihm wenigstens schon einen geblasen hätte und sich dann wieder in die Party schmisse, um eine Milchkuh mit größeren Eutern abzuschleppen?
    Ob der Schöpfer eines solchen Werkes vielleicht einen Anfluf von Demut zeigte, wenn sich jemand gutwillig mit seinem Machwerk auseinandersetzte?

    Gruß
    Bolinski

  7. #7
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    Ich will nur ganz kurz da lassen:
    zum Glück wurde ich
    zuvor geleckt.
    ist zur "hart" - umschreib das doch.
    Ich hab' jetzt nicht die anderen Kommentare gelesen.
    Aber selbst, wenn das schon gesagt wurde,...
    an der Stelle solltest du ein paar andere Wörter finden.
    Weisheit bedeutet, keine Angst und keine Absicht zu haben.

  8. #8
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    Hi Zangan,
    will ebenfalls nur ganz kurz antworten:

    Zitat Zitat von Zangan
    ist zur "hart" - umschreib das doch.
    Soll auch hart und "satierisch" sein.

    Danke und Gruß, Rod
    .
    © Rod Wima

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