1. #1
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    Die Wesensblüte

    Am Horizont sich schön erstreckt
    So gülden samtig es mir scheint
    Die Wolken strecken ihre Arme
    Zur Erde sie zu streicheln
    Die Sonne bricht durch bunte Blätter
    Und wärmet sanft mir meine Haut
    Die Bächlein freudig sich ergießen
    Gestirnenglanz mir silbern schmeichelt
    Und Luna ihre Küsse wirft
    Des Lebens Odem duftet süß
    Doch kalte Fesseln schließen sich
    Und lassen mich nicht fort
    Ihre Last reißt tiefe Furchen
    In die hart geworden Haut
    In der Ferne singen Vögel
    Doch hör' ich nur das Klagen
    Bindet mich an diesen Ort
    Undruchdringlich scheint die Masse
    Zäh und ohne Gnade
    Bin blind und taub und stumm
    Und drehe mich vom fenster weg

  2. #2
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    Zitat Zitat von wurstl2
    Am Horizont sich schön erstreckt was erstreckt sich? Wären es die wolken, müsste es erstrecken heißen
    So gülden samtig es mir scheint was ?
    Die Wolken strecken ihre Arme
    Zur Erde sie zu streicheln
    Die Sonne bricht durch bunte Blätter
    Und wärmet sanft mir meine Haut
    Die Bächlein freudig sich ergießen
    Gestirnenglanz mir silbern schmeichelt
    Und Luna ihre Küsse wirft
    Des Lebens Odem duftet süß
    Doch kalte Fesseln schließen sich
    Und lassen mich nicht fort
    Ihre Last reißt tiefe Furchen
    In die hart geworden Haut
    In der Ferne singen Vögel
    Doch hör' ich nur das Klagen
    Bindet mich an diesen Ort
    Undruchdringlich scheint die Masse
    Zäh und ohne Gnade
    Bin blind und taub und stumm
    Und drehe mich vom fenster weg
    Hi, willkommen unter den gedichte liebhabern. Deine Jungfernfahrt auf den Meeren der lyrik ist dir ganz passabel gelungen. Auf jeden fall ist dein einstieg besser als der von vielen andern. Du hast ein paar schöne metaphern eingebaut ( Gestirnenglanz mir silbern schmeichelt, Und Luna ihre Küsse wirft..), doch leidet dein gedicht unter der fehlenden interpunktion und dem stürmischen drang, direkt etwas wirklich gutes vollenden zu wollen. Gleich in der ersten Zeile findet sich ein satz, in dem das subjekt nicht klar ist -was nicht schlimm ist, wenn es nachgereicht werden würde. Doch Was ist "es"?.


    Du beschreibst hier die natur und damit verbunden das leben einer person.
    Genauer: Du schreibst von den guten und schönen dingen der welt, auf dem lebensweg. Doch wirkt es größtenteils noch etwas strukturlos, du schwankst ziemlich oft hin und her. Arbeite daran (v 5/6 wirds meiner meinung nach deutlich).

    Aber hast ein paar gute ansätze.

    es grüß dich,
    eric
    Der Schall meiner Träume durchbricht Diamant.
    Dort wo das Laub tanzt, wird auch immer ein Feuer brennen.
    Mein neustes Werk: Sie waren Brüder...

    Andere Gedichte:
    Erebos zeigt sich...der schwarze Mantel
    Mit den Gezeiten leben, Du trauerschwang´res Stroh
    Was ihr unbedingt lesen müsst:
    Adieu, leichter Tod von Stimulanzia

  3. #3
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    es ist absicht, dass das gedicht so altertümlich geschrieben ist. Ich wollte eine romantische Kunstwelt schaffen die im wendepunkt des Gedichtes ausgebelndet wird, weil einfach alle last, die das Lyrische Ich mit sich rumschleppt, keinen Spielraum fuer das tatsaechliche Leben schaffen. Es soll zeigen wie das Pihlistertum sich von der traumhaften welt der romantik entfremden... aber letztendlich sind die fesseln nicht so fest wie es scheint. das Ich koennte einfach aus dem fenster durch das es schaut klettern und im strom der natur treiben lassen. naja... in dem gedicht ist auch viel meiner eigenen gefuehlswelt geschrieben dass ich jetzt nicht so ohne weiteres erklaeren kann... ich hab versucht das durch das gedicht zu tun.

    @ Eric.
    am horizont erstreckt sich die landschaft.
    "es" ist das gefuehl bei der betrachtung.
    danke fuer eure konstruktiven gedanken!! endlich mal ein forum bei dem man was zu hoeren bekommt

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