Oh Muse...
So weit weg deine Lieblichkeit -
Inspiration meiner Seele!

Nachts näher als alles andere
überzieht der Zauber der Ewigkeit die Dächer.
Nur leise rauscht der Verkehr noch immer
und gefangen nimmt mich das Einssein
mit in die Nacht.

Ihr Gesicht unverändert wie einst,
Dunkel. Und unergründlich tief.

Die alten Meister konnten Poesie am Tage träumen,
heute bleibt uns nur die Nacht,
um Sinne zu finden.

Doch bald schon beginnt der Tag,
und die nächtlichen, sinnlichen Wesen
tauchen ein ins alltäglich Banale,
sind die Niemande der U-Bahn,
vergessen in der gesellschaftlichen Geschäftigkeit,
verblassend - die Gesellschaft der Nacht.

So rotieren wir an unserem Platz.
Täglich.