1. #1
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    der apfelmorgen

    14.10.2008
    ~

    der morgen klatscht kalt ans fenster
    die nacht kehrt ihre dunklen scherben zusammen
    sammelt die spuren der träume
    und geht auf ihren stilettos heim

    ich rauche meine ersten zigaretten
    bin froh daß ich Christ bin
    und darum dankbar sein kann für den morgen
    wie auch für die nacht
    weil alles erträglich ist
    weil alles gut gemeint ist
    was mir auch widerfährt

    ich verscheuche die fliegen der angst
    mein kopf erhebt sich aus schläfriger dunkelheit
    ich denke an weite meere und verabschiede mich
    vom armen onkel mond der fortgehen will
    vielleicht um pfeife zu rauchen und zu lesen
    irgendwo, verborgen vom mütterlichen tag

    wir alle trinken vom wein der zeit
    sind früchte eines guten baumes
    und fürchten uns vor dem fall in das gras
    wird da einer sein der uns aufsammelt?
    es ist alles so schön....
    aber wird es so bleiben?
    und wird es gut enden?

  2. #2
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    Mar 2007
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    Beiträge
    2.541
    Hallo versailles,
    na so ganz scheint das LI doch nicht vom Christentum überzeugt zu sein, sonst hätte es keine Zweifel ins Paradies zu den anderen "Äpfeln" zu kommen.
    Es könnte natürlich sein, dass sein Lebenswandel (Rauchen am Morgen, Trinken etc.) ihn doch in heißere Gefielde verschlägt.
    Mir gefällt der lockere Erzählstil gut.
    LG
    Perry

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