1. #1
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    Lassen wir die Experten ran

    Hallo,
    ich möchte Euch bitten, mir zu Helfen, dass das Gedicht um einiges ansehnlicher wird. Ich habe keine Erfahrung mit Gedichten, möchte aber schon die Botschaft übermitteln können. Daher ist hier konstruktive Kritik dringend nötig, um mich auf den richtigen Weg zu bringen. Danke schonmal im Voraus

    Der letzte Ritter

    Schon als Bub war es ihm klar
    mit Prinzipien und Traditionen
    ist's nicht mehr wie es mal war
    man hat die And'ren nicht zu schonen
    wer am Boden liegt kriegt Tritte
    wer nicht lügt wird angeguckt
    zu wählen ist die gold'ne Mitte
    damit ein Anderer wird bespuckt
    das Lästern ja das ist sehr wichtig
    man hälts mit dem und dem nicht aus
    die guten Taten dann fast nichtig
    Hauptsache man selbst ist fein raus

    Oh nein das alles ihm zu wider
    für ihn war klar es ging hier um
    die Ehr die Wahrheit und auch wieder
    um Prinzipien und Tradition
    So war er sehr direkt bei Fragen
    und Fairness stehts auf seinem Wege
    das Resultat war'n viele Klagen
    und hinterhält'ge Rückenschläge
    die Freunde die er bald gefunden
    konnt' er nicht vor ihnen selbst schützen
    an falsche Freuden sie gebunden
    er hatte kaum noch was zum stützen
    in dieser Welt die Freunde fort
    es war für ihn gar kaum erträglich
    war sowas wie Ehre längst vergang'nes Wort?
    war es vielleicht doch nicht möglich?

    Dann das Licht rechtzeitig noch
    ihn erreicht in schweren Jahren
    die Liebe und die Freundschaft - doch
    kamen hier nun die wirklich wahren
    soll ich's wagen zu beschreiben
    das Gefühl das man Liebe nennt?
    ich will es gar nicht so weit treiben
    verstehen tut's eh nur wer es kennt

    Angetrieben wie mit Flügeln
    lief er weiter seinen Weg
    Ließ sich beschimpfen und sich prügeln
    weil's kaum einer noch versteht
    was es heißt drauf stolz zu sein
    auf das eigne Sein und Tun
    und er hielt auch niemals ein
    auch wenn es gäbe niemals Ruhm

    Doch ewige Liebe ihm noch nicht vergönnt
    er musste erfahren den böshaftesten Schmerz
    durch wahre Freunde die man ihm geschenkt
    ihm nicht zerbrochen sein offenes Herz

    So lernte er erstmal was Liebe bedeut'
    wie nahe zusammen der Schmerz und das Glück
    doch diese Erfahrung er niemals bereut
    denn so er nun wusste wie sehr Liebe verzückt

    Und so wurde ihm klar es wär niemals genug
    er müsste auch weiterhin aus Fehlern lernen
    denn wie es so heißt macht Erfahrung nur klug
    und das wäre nötig für seinen Griff nach den Sternen
    nichts anderes hatte er hier vor, denn
    wie er war kein Zweiter oder Dritter
    in der falschen Zeit er schien geboren
    er führte sein Leben als letzter Ritter

    So waren Prinzipien, Werte und Ehren
    Tradition, Kodex und Treue
    Die Eckpunkte die zu schleifen wären
    mit viel Umsicht und Schläue
    Direktheit und Offenheit im Tausch
    der Wahrheit rein und klar
    der Schutz der Schwachen und Hilfe dann auch
    ersetzen die Stelle wo Ehre mal war
    zudem die Prinzipien und Werte gemacht
    um Recht und Ordnung zu wahren
    sind nun für das soziale Umfeld gedacht
    um so einen Rest Recht zu erfahren

    Und so trat er nun an
    stand oft genug seinen Mann
    um zu zeigen der Welt seine Sicht
    doch er kam nicht voran
    denn die Sicht kam nicht an
    sie interessierte die Idioten nicht
    Trotz moderner Ideen
    keiner wollt' es einsehn
    dass die einzige Chance dieser Welt
    Eine verbitterte Meute
    früher idealistische Leute
    in die Hoffnungslosigkeit fällt
    Und so blieb es ein Krampf
    ein sehr einsamer Kampf
    und die Sehnsucht nach Liebe die stieg
    Selbst wenn nicht ewig
    das Gefühl war doch ehrlich
    Und so war dies sein einziger Sieg
    Er wusste als Mann
    dass nicht jeder das kann
    Dieses Gefühl war ein Geschenk
    Und so wurde ihm klar
    dass es das einzige war
    das sein Leben in richt'ge Bahnen lenkt

    Immer weiter das Leben
    geht in seinen Bahnen
    wohin wir uns begeben
    vorher kaum zu ahnen
    und so war auch der Letzte
    nun weiter gegangen
    und wer ihn unterschätzte
    sollte sich lieber fangen
    denn er würde nicht halten
    für Misstrauen und Hass
    denn sie soll nicht erkalten
    seine Hoffnung ohne Unterlass

  2. #2
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    Schon so viele haben reingeschaut, aber keiner schreibt etwas, wirklich schade...

  3. #3
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    Hallo Acopolypse, (warum die seltsame Verballhornung und nicht Apokalypse?)

    ich denke, es liegt an der Länge deines Werkes, dass keine Rückmeldung kommt.
    Man ist ja erst einmal erschlagen von dem langen Text. (Mir ging es jedenfalls so). Aber da dir der Text am Herzen zu liegen scheint, habe ich ihn mir (zum Teil) mal vorgenommen, auch wenn ich keine Expertin bin.

    Den Inhalt finde ich gut!

    "Der letzte Ritter" kämpft seinen einsamen Kampf um Fainess und Ehrgefühl. Da hast du mich gleich als Knappen an deiner Seite
    Bis zur guten Hälfte des Textes gelingt dir das auch (mit ein paar Schwächeleien).
    Wo im Text gedanklich ein neuer Satz beginnt, würde ich mit Großschreibung anfangen. Es würde das Lesen erleichtern. Und auch ein bisschen auf Kommasetzung achten, sie ist Sinnbestimmend.

    Ich habe einen Teil deines Gedichtes überarbeitet.
    Ich bin meinem Gefühl gefolgt. Es muss dir nicht gefallen.


    Der letzte Ritter

    Schon als Bub war es ihm klar
    mit Prinzipien und Traditionen
    ist's nicht mehr wie es mal war
    Man hat die And'ren nicht zu schonen
    wer am Boden liegt kriegt Tritte
    wer nicht lügt, wird angeguckt
    zu wählen ist die gold'ne Mitte
    damit ein And'rer wird bespuckt
    Das Lästern, ja, das ist sehr wichtig
    man hält’s mit dem und dem nicht aus
    Die guten Taten dann fast nichtig
    Hauptsache man ist selbst fein raus

    Das alles war ihm sehr zuwider
    für ihn war klar, es ging ihm um
    die Ehr, die Wahrheit und auch wieder
    um Prinzipien und Tradition
    So war er sehr direkt bei Fragen
    und Fairness steht’s auf seinem Plan
    Das Resultat war'n viele Klagen
    doch Rückenschläge trieben an
    Die Freunde die er bald gefunden
    konnt' er nicht vor sich selbst beschützen
    an falsche Freuden sie gebunden
    er hatte kaum noch was zu Stützen
    In dieser Welt die Freunde fort
    es war für ihn gar kaum erträglich
    Die Ehre längst vergang'nes Wort?
    Es schmerzte ihn, sogar unsäglich

    Dann das Licht rechtzeitig noch
    erreichte ihn nach schweren Jahren
    die Liebe und die Freundschaft - doch
    kamen nun die wirklich Wahren?
    Soll ich's wagen zu beschreiben
    das Gefühl, man Liebe nennt?
    Ich will es gar nicht so weit treiben
    erspüren kann es nur, wer’s kennt

    Angetrieben wie mit Flügeln
    lief er weiter seinen Weg
    Ließ sich beschimpfen und verprügeln
    weil kaum einer noch versteht
    Stolz zu sein mit wachem Sinne
    auf das eigne Sein und Tun
    und er hielt auch niemals inne
    wenn es gäbe niemals Ruhm

    Von dieser Stelle an driftest du dann in einen anderen Rhythmus, eine andere Melodie und Sprache.
    Vorher schreibst du ziemlich durchgängig Viersilbig und in getragener Sprache.
    Auf einmal schluderst du.
    Du gebrauchst Füllwörter und der Schreibstil ist völlig anders.
    (Wahrscheinlich war es dir selber zu lang und mühselig um den Stil beizubehalten?)
    Ich würde dir raten zu kürzen. (Lass es nicht ins Weinerliche und Persönliche driften).
    Beschränke dich auf das Wesentliche! Lieber etwas weglassen und den Kern beleuchten.

    Das ist natürlich mein subjektives Empfinden.

    Viele Grüße
    Trilulla

  4. #4
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    Hallo Trilulla, ich danke Dir vielmals für Deine Antwort, ich war überrascht und habe mich sehr gefreut, dass sich doch noch jemand bemüht hat =)

    Das Abdriften in einen Anderen Rythmus sollte das Gedicht im Grunde in Abschnitte unterteilen. Das war auch nur eine spontane Idee und ist wahrscheinlich nicht üblich in Gedichten, auch wenn sie länger sind, kenne mich da nicht aus.

    Die Länge zu kürzen wäre wohl wirklich hilfreich, um das Gedicht zugänglicher zu machen, die Geschichte dahinter zu kürzen fällt mir aber schwer.

    Die Änderungen, die du gemacht hast, gefallen mir, ich könnte aber alles was danach kommt nicht einfach weglassen.

  5. #5
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    Hallo Acopolypse,

    >Die Länge zu kürzen wäre wohl wirklich hilfreich, um das Gedicht zugänglicher zu machen, die Geschichte dahinter zu kürzen fällt mir aber schwer.

    >Die Änderungen, die du gemacht hast, gefallen mir, ich könnte aber alles was danach kommt nicht einfach weglassen.

    Du musst es ja nicht weglassen.
    Aber ich würde versuchen nur das Wesentliche herauszupicken und es an den Schreibstil davor anzupassen.

    Gruß
    Trilulla

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