Thema: Sehnsucht

  1. #1
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    Sehnsucht

    Der Atlantik zwischen uns
    Weit hinaus ins dunkle Meer
    Funkelnder Stern so fern
    Glühende Erinnerung

    Momente, die nie vergehen
    Gemeißelt in Raum und Zeit
    Liebende, die einander verstehen
    Sekunden der Ewigkeit

    Schatten der Vergangenheit
    Schicksal, das fügt und trennt
    Glück, das flüchtig bleibt
    Zukunft, die niemand kennt

    Der Atlantik zwischen uns
    Zehntausend Meilen kalte See
    Hellstes Licht am Firmament
    Sehnsucht, die verzehrt

  2. #2
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    hallo kurt

    ich sag einfach mal: willkommen hier.
    Dein Gedicht gefällt mir...

    wobei ich die 2Z in der 1S nicht so recht zu deuten weiß.

    >Der Atlantik zwischen uns
    Weit hinaus ins dunkle Meer<

    was ist weit hinaus ins dunkle meer?
    weit draussen hinter´n dunklen meer.. vielleicht?

    Der Atlantik zwischen uns
    Zehntausend Meilen kalte See
    Hellstes Licht am Firmament
    Sehnsucht, die verzehrt < Sehnsucht tut auch weh.

    habs jedenfalls gerne gelesen.

    lg Anne
    © Anne M.
    auf alle meine Werke


    •.¸Ist das Kunst oder kann das weg? M.Krüger¸.•

  3. #3
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    Hallo Anne,

    danke für Deinen Kommentar! Es freut mich, dass Dir das Gedicht gefällt.

    Zu Deiner Frage: Gemeint sind Gedanken. Gedanken können fliegen, sagt man. Statt "ins" wäre vielleicht "übers" passender gewesen, aber das hätte dann nicht mehr so gut zum Versmaß gepasst.

    Die Metapher soll den Flug der Gedanken durch Raum und Zeit ausdrücken - durch den Raum (über das Meer) und die Zeit - hin zu der Erinnerung, dem "funkelnden Stern", an einer anderen Raumzeit-Koordinate, erreichbar nur in Gedanken.

    Das Gedicht ist meine Verarbeitung einer einige Zeit zurückliegenden Beziehung zu einer Amerikanerin, die ebenso intensiv wie kurz war und die letztlich an der Entfernung scheiterte.

    Ich mag die Vorstellung, dass alles, was wir tun, gleichzeitig "real" ist, ein Moment der Vergangenheit gleichfalls ein anderer Punkt in der Raumzeit, nicht mehr oder weniger existent als das, was wir Gegenwart nennen. Ich mag sie, weil sie bedeutet, dass Glück in diesem Sinne gleichzeitig flüchtig und ewig sein kann (was ich durch die 3. Zeile der 3. Strophe ausdrücken möchte). So verstanden hat sich ein vollkommener Moment des Glücks ewig eingeschrieben in die Raumzeit. Auch wenn es uns nur in der Erinnerung vergönnt ist, ihn zu besuchen.

    Viele Grüße, kurt

  4. #4
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    9
    Hallo Kurt,

    Dein Gedicht gefällt mir gut, da es einen guten Lesefluss hat.
    Besonders die zweite Strophe finde ich wirklich schön und ansprechend.

    Immer schön weiter schreiben ( :

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