Thema: Fußballzwist

  1. #1
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    Fußballzwist

    Den deutschen Fußball lenkt ein Trainer,
    mit strenger Hand und der Mission,
    dass jeder seine Leistung zeige -
    Manch einer hielt dies für Vision.

    Er setzte flugs, mit Achselzucken,
    den Frings auf manche kalte Bank.
    Das brachte Ballack auf die Bühne,
    der suchte stetig Streit und Zank.

    Respekt und Ehrfurcht, tönt er heftig,
    die fehlten ihm in dieser Zeit.
    So kann man Helden nicht behandeln,
    dies alles ginge ihm zu weit.

    Er kann die Haltung nicht begreifen,
    die Jogi Löw ganz eigen scheint
    und nicht im stillen Schweigen harren,
    wenn Torsten Frings vor Kummer weint.

    So fühlt er sich wie angezogen,
    von Kamera und Mikrophon
    um seinem Unmut Luft zu machen,
    doch dürftig ist sein traurig Lohn.

    Man hält ihn nun für einen Schnösel,
    der er wahrscheinlich ja auch ist.
    Darüber freut sich Jogi leise
    und Deutschland liegt im Fußballzwist.
    Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
    so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
    Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
    und hinter tausend Stäben keine Welt.

    Auszug aus - Der Panther -
    R. M. Rilke

  2. #2
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    Sitzt, paßt, wackelt und kommt gut. Dieser Schuß traf das Tor. Ballacks Wade kann sich davon manchen Vers abschneiden ...
    Gruß W.
    Keine Signatur ist auch eine. Die andere wurde gelöscht.

  3. #3
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    @Walther,

    danke für die netten Worte.

    Auch Du scheinst kein Wohlgesinnter unseres
    Fußballgottes Ballack zu sein.

    Diesen Zeilen war angedacht nicht zu parteiisch zu klingen.
    Meiner Abneigung gegen seine Person Tribut zollend,
    gelang dies natürlich nicht und lässt deswegen wohl klar und eindeutig
    meine wahre, boshafte Gesinnung erkennen.

    Andere Meinungen lasse ich gerne gelten,
    beharre obgleich weiter auf der Eigenen.

    Warum auch nicht, ist dies doch ein Fußballzwist.

    Gruß
    RigbyRig
    Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
    so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
    Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
    und hinter tausend Stäben keine Welt.

    Auszug aus - Der Panther -
    R. M. Rilke

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