Thema: TrauerLiebe

  1. #1
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    TrauerLiebe

    Wenn Nähe, Ferne wird und schließlich vergeht,
    Wenn man sich immer fremder wird, doch versteht,
    Wenn man auch ohne Blicke sieht, erkennt,
    Wenn man sich wirklich liebt und trotzdem trennt,

    Dann liebt man, nämlich jenen Schmerz der Trauer,
    Dann ist man ganz betört von der Tränen salzigem Schauer,
    Dann fragt man, welche jene Fehler waren die zerstörten,
    Dann fragt man, ob denn einem selbst die Gefühle gehörten.
    Liebe beginnt, wo Worte enden.

  2. #2
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    Hallo Tolpatsch,
    eigentlich gaer nicht so tolpatschig und doch ziemlich verwirrend.
    Methrum und sielenzahlen sind nicht mein ding, darum will ich sie hier auch nicht ansprechen.

    In der ersten Strophe hast du fast immer Gegensätzse aufgezählt. Nur in der dritten Zeile nicht, da ist es eine Verstärkung. Wenn dies nicht so gewollt war, dann solltest du versuchen hier ein anderes Reimwort zu finden.

    Die erste Zeile der zweiten Strophe macht für mich keinen Sinn. Wenn du schreiben würdest:
    Dann liebt man, trotz jenen Schmerz der Trauer,
    wäre es sinnvoll. Aber niemand liebt die Trauer und den Schmerz. Es sei dennn man ist masochistisch veranlagt. Aber dann passt der Rest vom Gedicht nicht.
    In der zweiten Zeile würde ich dann auch "verstört" an Stelle von "betört" einsetzen.
    Nur so machen die letzten Zeile für mich einen Sinn.

    Im Großen und ganzen aber recht einfach, aber durchaus auf den Punkt gebracht.

    LG
    Basic
    Einfach, auf den Punkt gebracht


    Funkenschlag, Ich war nicht dabei, Morgenrot - bisher noch kaum gesehen
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  3. #3
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    Hallo Basic,
    als erstes möchte ich dir dafür danken, dass du dir die Zeit genommen hast mein Gedicht zu lesen und zu kommentieren

    Die ersten 2 Zeilen der 1. Strophe beschreiben den Verlauf einer Beziehung, nämlich, dass man sich entfremdet. Die 3. und 4. Zeile beschreiben nun, dass man einander immer noch versteht und im Grunde noch liebt, aber es dennoch zu einer Trennung kommt.
    Die 1. und 2. Zeile der 2. Strophe sind nun ein Schluss, der aus der Handlung der ersten Strophe gezogen wird: man liebt, man weiß, dass man es tut, aber man gibt sie auf. Der einzige annähernd logische Grund ist, dass man etwas mehr lieben muss und das wäre das Produkt des geschehenen: der Schmerz. Dies trifft sicherlich nicht unbedingt zu, soll aber zur Darstellung der Sinnlosigkeit des Geschehenen dienen. Die letzten beiden Zeilen beschreiben nun die Zweifel, zuerst in Bezug auf das Geschehene und dann in Bezug auf einen selbst.

    Das Gedicht beschreibt wie eine Beziehung enden kann, die erst vernachlässigt und dann vllt. überstürzt beendet wird, sodass trotz Liebe nur Trauer bleibt, und Ratlosigkeit.

    Sollte irgend etwas von dem was ich als Erklärung beschrieben habe in dem Gedicht nicht unbedingt zu erkennen sein, so wäre ich dankbar dafür, dass ich darauf hingewiesen werde. Denn es fällt mir manchmal ein wenig schwer solche Werke von einem neutralen Standpunkt aus zu sehen.

    LG
    Tolpatsch
    Liebe beginnt, wo Worte enden.

  4. #4
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    Hallo Tolpatsch,

    mit deiner Erklärung wird es deutlicher, nur leider nicht ohne sie.
    Du vermischtst dinge mit einander, die getrennt sein sollen und setzt sie doch in ein formal (gleicher Satzanfang und ablauf) gleichen Rahmen ohne den Leser dahin zu führen, was du möchtest. Die Trennung wird der Stropphen wird nicht deutlich, so dass eine Entwicklung ablesbar ist.

    Klingt jetzt sehr hart, ist aber nicht so gemeint, denn der Text ist wirklich nicht schlecht. Vielleicht ein Vorschlag, um zu verdeutlichen, was ich meine:

    Wenn Nähe, Ferne wird und schließlich vergeht,
    Wenn man sich immer fremder wird, doch versteht,
    Dann liebt man, nämlich jenen Schmerz der Trauer,
    Dann ist man ganz betört von der Tränen salzigem Schauer,

    Wenn man auch ohne Blicke sieht, erkennt,
    Wenn man sich wirklich liebt und trotzdem trennt,
    Dann fragt man, welche jene Fehler waren die zerstörten,
    Dann fragt man, ob denn einem selbst die Gefühle gehörten.

    Mit dieser Verschachtelung, könntest du eine optische Trennung erzielen ohne die inhaltliche Abfolge zu zerstören. Gleichzeitig finde ich, dass es so durchaus an Reiz gewinnt.

    Mit dem sich nach schmerz sehnen, komme ich aber immer noch nicht klar - oder ich habe es noch nicht richtig verstanden.

    LG
    Basic
    Einfach, auf den Punkt gebracht


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