1. #1
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    Länge von Gedichten?!

    Hey liebes Dichtervolk,

    ich habe da einige Fragen bezüglich der Länge von Gedichten. Höre von Leuten in meinem Freundeskreis (also von den Wenigen die meine Gedichte zu sehen bekommen xD) oft, dass sie meine Werke zu kurz finden.
    Aufgrund dessen, wollte ich mal fragen, was ihr denn so lieber lest?

    Also ich persönlich lese kaum Gedichte hier im Forum (oder wo anders), welche mehr als 4 Strophen (á 3-5 Verse) haben. Für mich muss ein Gedicht kurz und prägnant sein, es einfach auf den Punkt bringen. Auch mag ich Gedichte, welche keinen wirklichen Anfang bzw. kein richtiges Ende haben, quasi Gedankenfetzen. Wenn ich mir allerdings die Resonanz auf meine Gedichte anschaue, scheine ich damit irgendwie allein darzustehen xD. Na gut, vielleicht gefällt einfach auch kaum jemandem mein Stil, aber dann ist es komisch, dass, wenn mal wer angefangen hat, weitere Rezensionen folgen...

    Also wie stehts mit euch? Steht ihr eher auf lange oder kurze Gedichte? Gedankenfetzen oder Ausgetüfftelte "Storyline" (falls man es so nennen will)?

    lg LüLü
    ausgewählte Werke:
    Verstherapie, 1. Sitzung, 10 Monate , (anti)septisch (unkommentiert...) ,Keimender Gedanke (unkommentiert...), Diktatur meiner Ideen

  2. #2
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    Hallo Lülü,
    interessante Frage, die du hier stellst.
    Ich lese lieber kürzere Gedichte, also ewiglang andauernde Balladen, meist eher weniger. Das hat sicher auch was mit der Zeit zu tuen, die ich investieren will.
    Lesen kann man jede Länge viel, da es mir aber meist auch ums kommentieren geht und das bei kürzeren Gedichten nurn mal schneller gemacht ist, lese ich lieber kürzere Gedichte.

    Liebe Grüße,
    Sternstaub

  3. #3
    MyNamesLike Guest
    Das kommt bei mir auf den Inhalt an.
    Meistens wollen alle einen belehren und missbrauchen die Dichtkunst für solche oder andere Zwecke.
    Wo aber der Dichter Dichter ist, nicht versucht Lehrer zu sein oder sonstiges, irgendetwas versucht zu erzählen durch hunderte Umschreibungen, wo wirklich gesagt werden kann, dass jener es versteht schön zu schreiben, dort ist die Länge unwichtig, dort wünsche ich mir das Ziel in weite Ferne und genieße nur den Weg dorthin.
    Dieser muss mich auch nicht belehren versuchen, denn ich gebe mich freiwillig hin.

  4. #4
    Florestan Guest
    Du wirst also zu einer Art Opfer der Ästhetik, My?

  5. #5
    MyNamesLike Guest
    Oh nein, doch hat der Dichter Werte und jene sind nicht recht offensichtlich...
    Man selbst sagt, man wäre kein Dichter, vergisst aber, dass das Gedicht genannt wird, von jenem, wer da dichtet. Gedicht aber ist Werk eines Dichters, alles andere sind Reime und dergleichen.
    Nun kommt aber her, wer da Lehrer ist und reimt und nennt Belehrung nun Gedicht, doch ist es keines.
    Der Dichter vollbringt ein Werk, ein Gefühl zu erzeugen, wie wir es von Filmen und Musik kennen. Wir nennen etwas Drama, was traurig gespielt, und sagen aus, was es übermittelt.
    Doch braucht man, um das einfangen zu können, was ein Drama vermittelt, nicht vorher bestürzt zu sein, oder fröhlich, bevor lustig in Komödien, sondern nur bereit.
    Ein Gedicht ist genauso. Es lebt nicht von den momentanen Empfindungen des Lesers, sondern von der Kraft der Erzeugung des Schönen im Leser, vergleichbar mit den Regeln der Resonanz.
    Wer das draufhat, der ist wahrlich ein großer Dichter, und dann spielt wie in allen anderen Dingen auch, das Ziel keine Rolle mehr, bei Dichters Werken ist der Weg das Ziel, so wie beim Essen der Genuss lieber als das Ziel der Sättigung, und daher meine ich, es komme nur bei Beziehungsfragen auf die Länge eines Werkes an, und wie gut das Verhältnis und die Empfindung in Teilen beider steht, weswegen auch in solch´ Foren erhöhter Drang zum Kennenlernen besteht, nicht aber bei Dichtern welche groß sind.
    Doch finde diese erstmal hier...Hast Du einen wahren, so zeige ihn mir...
    Geändert von MyNamesLike (23.06.2009 um 01:53 Uhr)

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