1. #1
    Subbnfleisch Guest

    ein Spaziergang durch die Straße

    Hi Leute. bin seit Gestern im Forum. Ich schreibe schon seit n paar Jahren aber jetzt wollte icha uch mal hören, was Ihr zu meinen Gedichten sagt.
    Also hier mal etwas von mir:

    Ein Spaziergang durch die Straße
    2.9.2006

    Ein Spaziergang durch die Straße. Die Welt ein Wasserfall der Zeit.
    Er verschlingt Liebe und Geborgenheit.
    Die Welt egozentrisch und stur. Hat kein Plan, kein Ziel
    Ein Spaziergang durch die Straße öffnet Augen, zeigt die Welt.
    Doch es traut sich niemand zu erheben,
    sich zu wagen die Reihe zu verlassen, die Augen auf zu lassen.
    Ein Spaziergang durch die Straße; die Scheuklappen angelegt
    Um nicht zu sehen, um Tatsachen zu verdrehen.

  2. #2
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    "Die Welt ein Wasserfall der Zeit."
    "Ein Spaziergang durch die Straße; die Scheuklappen angelegt
    Um nicht zu sehen, um Tatsachen zu verdrehen."
    haben mich am meisten beeindruckt und berührt!

    Darf man fragen was das für ein Spaziergang war?

  3. #3
    Subbnfleisch Guest
    Man darf so vieles fragen.
    die Frage ist, welche Antwort du dir versprichst.
    denn deine Frage lässt ziemlich viele Antworten zu.
    Ich werde dir versuchen so zu antworten, dass es dein Denken anregt ohne dir mein denken zu erklären.
    Der Spaziergang und die Straße sind Metaphern für die Betrachtung einer Welt in der man lebt. Welche Welt nun gemeint ist und wie diese empfunden wird, darf sich jeder selbst denken

  4. #4
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    Ich meinte eher wie das Gedicht entstanden ist, bin davon ausgegangen der Auslöser des Gedankens wäre ein Spaziergang.
    War es einer?

  5. #5
    Subbnfleisch Guest
    Nein es war kein Spaziergang; es stellt mein Erwachsenwerden dar. der Spaziergang durch die Welt als Zeitlicher Gedanke, auf diesem Spaziergang eben bestimmte Eigenscahften unserer Welt Aufgefallen sind und, wie du sicher auch bemerkt hast, kritisiert werden.

  6. #6
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    Dere. Ich komm nicht so ganz dahinter, was du meinst.
    Die Welt ist stur - okay. aber wie kann jemand ohne Plan und Ziel stur sein? Jemand, der stur ist, will doch, dass etwas getan, bzw. unterlassen wird. Dann das Visuelle - der Spaziergang öffnet die Augen und dann macht man sie wieder zu, aber: was bringt es, jemandem, der sowieso nichts sieht Scheuklappen anzulegen? die Scheuklappen sollen bedeuten, dass man genauso stur wie die Welt wird, weil man nur sein Ziel im Auge hat- nur dass dieses geschlossen ist, oder? Und zu guter letzt - warum werden die Tatsachen verdreht, werden sie nicht eher ignoriert? Ich find da einiges irgendwie nicht stimmig, also klär mich bitte auf und bring Licht in mein intellektuelles Dunkel.

    MfG

    S.K.

  7. #7
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    Du beschreibst es schön, den Spaziergang durch die Strassen der Menschen.
    Ich selber bevorzuge "die Strassen" der Tiere, kann aber gut etwas mit deinen geschriebenen Worte anfangen.

  8. #8
    Subbnfleisch Guest
    Versuche mal die Zweiteilung in der Beschreibng zu erkennen.
    Als erstes die Erkenntnis und dann die Kritik.. es ist also eie art Sprung in die Zeit zurück. Der Ursprung der menschlichen Fehler. Es steht ein Gegensatz zwischen die Welt erkennen und sich erheben, sie zu verändern oder dies eben nicht zu tun weil man sich aus verschiedenen Gründen nicht dazu berufen fühlt oder eben auf die manipulative gesellschaft hineinfällt.

    das gedicht ist bewusst so geschrieben um die Verwirrtheit der Menschen darzustellen, die diesen Widerspruch erkennen.


    Ein Spaziergang durch die Straße öffnet Augen, zeigt die Welt.
    und
    Ein Spaziergang durch die Straße; die Scheuklappen angelegt


    hier wird der widersuruch zwischen unserem denken deutlich und wird in den darauf folgenden Zeilen erklärt.

    es heißt also ein bewusstes oder auch unbewusstes vom Licht ins dunkle gehen, um einen für sich nur "scheinbar" wichtigen Zweck zu erfüllen.

    An der stelle würde ich dir empfehlen das Höhlengleichnis von Kant zu lesen
    das könnte dir helfen dich in dieses "vermeidliche" paradoxon hinenzufühlen.

  9. #9
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    Dere. Hab mir das Höhlengleicnis von Platon gegeben und mir ist jetzt klar, was du gemeint hast, aber ich leg jetzt gleich nach - warum eine Straße? Die Straße ist vom Menschen geschaffen, also liegt sie im Dunkeln, genauso wie die ganze Welt. Das Höhlengleichnis ist, denke ich, in unserer Zeit, in der es kaum noch etwas zu entdecken gibt, auf das Transzentale bezogen. Die Welt nämlich haben wir nach unseren Vorstellungen ( -> Schatten) verändert, also was gibt es Neues darin, was wir nicht kennen? Worauf zielst du diesbezüglich ab? Tut mir Leid, wenn ich dich nerve
    MfG

  10. #10
    Subbnfleisch Guest
    mooooment xD ach mist.. es ist einfach zu lange her, dass ich es gelesen habe und es kamen danach noch einige kantschen texte, sodass ich da wohl was durcheinander gebracht habe xD... naja kann passieren

    ich denke du siehst das Höhlengleichnis zu negativ

    Es ist nicht der Mensch, der im Schatten ist, es sind die unerfahrenen, die im schatten sitzen und durch ihre kette, die ihnen angelegt wurden, daran gehindert werden, das "erleuchtete" zu sehen.

    Wir aber, sind fähig, uns von diesen ketten zu befreien, genauso wie wir nicht von natur aus in diesen ketten sind, sondern uns diese erst anlegen lassen.

    Zumal glaube ich nicht, dass das höhlengleichnis viel mit der wissenschaftlichen, sondern mit der perönlichen entdeckung, schaffung der welt zu tun hat.

    es soll uns helfen zu denken, uns frei zu entfalten und eben nicht die von anderen gegangenen, wege zu gehen.


    Lies dir nochmal das ende durch und vergleiche die situation in der, der im schatten lebende mensch, in die sonne schaut und die, inder der aus der erleuchtung kommende mensch, die philosophischen gedanken der "schattenmenschen" begutachtet... da liegt meiner meinung nach der von dir gesuchte unterschied
    Geändert von Subbnfleisch (07.11.2008 um 17:57 Uhr)

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