Umfrageergebnis anzeigen: Gedicht des Monats November 2008 - Sonett

Teilnehmer
31. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Prolog

    2 6,45%
  • Zuhaus zur güldnen Jahreszeit

    2 6,45%
  • Novembermelancholie

    5 16,13%
  • Die Sehnsüchte parken im Halteverbot

    2 6,45%
  • Trostlos

    3 9,68%
  • Die graue Maus

    7 22,58%
  • Novemberwetter

    2 6,45%
  • Warten auf Dezember

    7 22,58%
  • So flieh ich

    1 3,23%
  1. #1
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    Gedicht des Monats: November 2008 - Form: Sonett

    Euer Text hat einen Rechtschreibfehler, ein Absatz fehlt, Euer Gedicht taucht aus irgendeinem Grund nicht in der Umfrage auf oder irgendetwas Anderes ist nicht so, wie Ihr es möchtet? Schickt einfach eine PN an mich und ich kümmere mich darum.

    Jeder darf diesmal für ein Gedicht voten - jedoch wie immer: nicht für den eigenen Beitrag!

    As usual: Jedweder Manipulationsversuch führt zum Ausschluss aus dem aktuellen und/oder zukünftigen Wettbewerb.
    Bitte lest hierzu nochmal genau in den Wettbewerbsregeln dieser Rubrik nach.

    Eure Stimme zählt! Wählt das beste Novembersonett!

  2. #2
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    Prolog

    .
    Wohlan, wir wollen fleißig Tönchen heben,
    dem kleinen Klangsatz Jubeljuror sein.
    Nun schenkt euch zu dem Leseumtrunk ein,
    erweckt mit Wonne Dichtertraum zum Leben!

    Der Jamben Macht umspielt das wilde Streben,
    verwässert sanft des Anfangschaos´ Pein -
    Pflichtacht enthüllt den ersten Edelstein.
    Was wird es in den Abgesängen geben?

    Dem elften Monat soll der Fluss entspringen.
    Die Farben sind dann herbstlich erdbezogen -
    auch Totenglöckchen lässt man vielleicht klingen.

    Um Nebel werden wir wohl nicht betrogen,
    manch kalte Weite könnte gut gelingen...
    Der bunten Runde sind wir sehr gewogen!

  3. #3
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    Zuhaus zur güldnen Jahreszeit

    Jetzt kommt die güldne Jahreszeit,
    Mit allem Für und Wieder,
    Die Winde singen ihre Lieder,
    Bringen dem Laub die Freienheit.

    Doch wird gebracht der Lüfte Frischheit,
    Kalt wird es nun bald wieder,
    Der Nebel legt sich nieder,
    Um uns herum ist Einsamkeit.

    Der Mensch bleibt nun wo es ist warm,
    Dies ist meist seine Wohnung,
    Bringt Sie den Tag in beste Form,

    In der Abenddämmerung.
    Wer dies nicht hat, der ist wohl arm,
    Und nutze dies zur Bildung.

  4. #4
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    Novembermelancholie


    Leblose Blattfantasien bedecken die Erde,
    karge Äste strecken sich ins graue Licht,
    nur watteweißer Nebel stört die Sicht -
    Ich fühle, wie ich traurig werde.


    Sturmwind und Regen fesseln meine Seele,
    ein schmerzgeplagtes Herz erstarrt zu Eis,
    wie Asche liegt es schwarz, glüht nicht mehr heiß -
    In mir ist kalte Leere.


    Wärmt mich plötzlich ein Verlangen?
    Zarter Hoffnungsschimmer schwebt befreit -
    Ich verzehre mich in Zärtlichkeit.


    Im Nebeldickicht gefangen
    ist der Weg dorthin noch immer weit -
    Sehnsucht verstummt zu Einsamkeit.

  5. #5
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    Die Sehnsüchte parken im Halteverbot



    Von Tropfen erschlagen. Das Blattwerk ist rot.
    Und Rinnsale weinte der Abend,
    die Sonn' unter Pfützen begrabend -
    Die Mücken und Käfer und Falter sind tot.

    Die Sehnsüchte parken im Halteverbot.
    Von Schaufenstern locken die Phrasen.
    Das Schuhwerk ist neu und macht Blasen.
    Die Mienen versteinern, novembernde Not.

    + alles schlecht + alles schlecht + alles schlecht + alles...hey nerds,
    listen to the regressive soundtrack of life,

    das Obst ist reif.

    Und hinter dem Fenster, kein Vorhang versperrts:
    Da liegen die Flaschen und Strümpfe
    und ich und mich fick grad 'ne Nymphe.




  6. #6
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    Trostlos

    November nebeln, gibt es dazu Fragen?
    ob Prosa, lyrisch, immer her damit.
    Verdammt sind wir, den Sommer zu beklagen,
    elegisch jammernd hier im Thread, so`n Shit,
    mit Versen, 14 und im Jambustritt
    bei diesem Wettstreit Worte beizutragen,
    - egal obs Topic taugt.Ich tu`s beklagen -
    rau, rappend, wird ja auch kein Sommerhit:
    November nebeln. Ich brauch Wärmekissen,
    erst recht wenn mich die Rhinoviren plagen,
    beinah hat mich das Niesen schon zerrissen.
    Es riecht nur nach Menthol in diesen Tagen,
    lebendig ist was andres. Drauf geschissen:
    November nebeln. Psst, nicht weitersagen.

  7. #7
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    Die graue Maus

    Der Dichter schwärmt vom goldenen Oktober,
    er fabuliert berauscht vom kühlen Wein,
    sein Auge blickt verzückt den schönen Schein:
    Die Flora leuchtet golden und zinnober.

    Auch hüpft das Herz des Dichters im Dezember,
    wenn Nikolaus den Kindern Printen bringt
    und jeder von Advent und Weihnacht singt...
    Doch warum schweigt der Dichter im November?

    Warum wird der November ihm zur Plage?
    Warum verdrängt er diese grauen Tage,
    als seien sie ein Klotz am Bein der Zeit?

    Warum bleibt er verstimmt am Ofen hocken?
    Es fehlt der weiße Zuckerguss der Flocken,
    weil es so selten im November schneit!

  8. #8
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    Novemberwetter

    N ach Halloween kommt er uns heimzusuchen,
    o b uns das passt, es schert ihn wahrlich nicht;
    v erschleiert mit viel Nebel unsre Sicht.
    E r bringt die Welt zum Husten, Niesen, Fluchen.

    M it seinen feuchten, schneidend kalten Winden
    b eschenkt er uns jedoch mit schöner Zeit;
    e s lodert im Kamin Gemütlichkeit.
    R apide scheint der Stress uns zu entschwinden.

    W ir sehen neblig, dunstverhangne Bilder,
    e rscheinend wie in Wasserfarben schwimmend;
    T exturen scheucht der Wind, mal sanft, mal wilder.

    T ouchiert er bald den folgenden Dezember,
    e ntlaubte Welt auf Winterzeit einstimmend,
    r ed ich die ganze Zeit hier vom November.

  9. #9
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    Warten auf Dezember

    Es ist die Zeit gehäufter Depressionen
    Die Gläser sind halbleer und nicht halbvoll
    Sonaten klingen nicht nach Dur, sondern nach Moll
    Und aufzustehn will sich nicht wirklich lohnen

    Es ist die Zeit des Stillstands und der Leere
    Verlassenheit macht sich allmählich breit
    Der Nebel hüllt sie ein und Einsamkeit
    Kommt vielen Menschen wieder in die Quere

    November fördert Husten, Schnupfen, Gicht
    Verschluckt Gedanken, Liebe, Sonnenlicht
    Lässt für so manchen von uns wenig offen

    Doch wir zerschlagen jetzt die trüben Tassen
    Vertreiben letzte Halloween-Grimassen
    Und werden tapfer auf Dezember hoffen

  10. #10
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    So flieh ich


    Novemberstille füllt langsam das Land
    es schreit die Natur laut nach Sonnenkraft
    ein wärmend strahlen hat sie nicht geschafft.
    und Nebeltücher zaubern eine milchige Wand.


    Ein frierend Wille mich am Ofen band
    und nie der Wolkenhimmel aufgeklafft
    nur traumlos Kaltes, das hat er geschafft
    ich selbst den treuen Schatten nimmer fand.


    So fliehe ich ganz leis den trüben Tagen
    und lass mich wärmend in mein Traumschiff tragen
    in Träumen ich den Schlüssel doch bekam.


    Ein sanftes Lächeln hat mir’s angetan
    ja meine Liebste war die Zauberfee
    die fort ihn blies, den klammen Nebelschnee.

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