1. #1
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    Bauchfrei (Klapphornvers)

    Bauchfrei

    Zwei Mädchen trugen nabelfrei,
    vorn Piercing, hinten Arschgeweih.
    Es hat kein Knabe je erfahren,
    wie häßlich die Visagen waren.
    Oh lodernd Feuer! (Nero in Quo vadis)

  2. #2
    Eddigeh Guest
    Ey Alta, wo kucks du?

    Oft wäre es aber besser, nur das Gesicht zu sehen. Oder auf die inneren Werte zu achten. Aber was erzähle ich das den junge Wilden hier. die wollen doch nur...



    Zwei Knaben sah'n ein Arschgeweih
    Der eine sprach: "... !" ( Nicht jugendfrei )
    Der andere: "... !" ( Das Gleiche )
    Nun schwimmt's Geweih im Teiche.



    Ich distanziere mich in aller Form von Machwerken dieser Art.


    Entrüstet

    Eddigeh

    ( pssst, ey, haste noch mehr davon? )

  3. #3
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    Hi Eddi

    Richtig gut, dein Antwortgedicht. Ja, Klapphörner können süchtig machen aber als nächstes wollte ich mal einen Wirtinnenvers versuchen

    LG

    Jürgen

    P.S.: Das geht ungefähr so:

    Die Wirtin hat ein Arschgeweih
    und trägt die Bluse nabelfrei.
    Sie ist für alles offen.
    Jedoch ist jeder, den das reizt
    mit Sicherheit besoffen.
    Geändert von JoteS (18.11.2008 um 09:08 Uhr)
    Oh lodernd Feuer! (Nero in Quo vadis)

  4. #4
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    Sind freigelegt die jungen Lenden,
    greift kein Mensch mehr nach den Händen.

    Mann, ist das sauschlecht, dafür umso besser dein Vers @Jote. Ebenso herrlich das Antwortgedicht .

    Ich find's ja auch schrecklich, zum Glück bin ich schon lange nicht mehr im Rennen, denn selbst Minusgrade und rauhe Winterwinde können die nabelfreien Kämpferinnen nicht abschrecken.

    bauchumhüllte Grüße
    Eva
    EvaAdams

    (c) Mein Werkverzeichnis: Unterm Feigenbaum = überholungsbedürftig, aktuelles bitte unter Profil nachsehen


    Die WÖRTERWUNDERTÜTE ist da!

    Mein Buch Leitersprossen

  5. #5
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    Bauchfrei

    Hallo Jote,

    Mann o Mann, des ist ja nimmer Jugendfrei,
    des reimen mit dem Arschgeweih,
    darum dachte ich mir glei,
    dass das das richtge für mich sei.

    Habe die Zeilen sehr genossen, auch die Antwortzeilen,

    der Panzerknacker
    Ich bin ein Niemand. Niemand ist perfekt.
    Also bin ich perfekt!

  6. #6
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    Hallo ihr zwei

    ...danke für die Blumen aaaaaaber Hiiiilllllfeeee!! der JoteS ist der ausgeschribene J.S. - ich bin der Jürgen S. - einen Jote (bähhh, klingt das bescheiden) gibt es nicht.

    Danke!

    J.

    Nachschlag:

    Zwei Knaben trugen die Hosen tief
    Der eine nach Bier in Dosen rief
    Der andr'e machte 'nen Hosenzieher*
    Da rief er noch heller nach Dosenbier


    *bei tiefsitzenden Hosen wird gerne mal kräftig von hinten die Unterhose in die Poritze und aufs Gemächt gezogen - ist derzeit wohl ein beliebtes Spiel bei pubertierenden Jungs...
    Geändert von JoteS (27.11.2008 um 14:10 Uhr)
    Oh lodernd Feuer! (Nero in Quo vadis)

  7. #7
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    Bei so vielen Reimerferkeln,
    kann ich auch noch weiter werkeln:

    Ein Mädchen, gihing im Sonnenschein.
    man sah ihr ihin die Augen rein.
    Man sah es bei jehedem Schritte,
    das Arschgeweih ihin der Mitte.
    Mein 2. bis 22. Buch MENSCH MEIER könnt ihr kostenlos, auch als e-book, über meine eigene Homepage (siehe mein PROFIL) laden.

  8. #8
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    Wenn Ihr Euch in Gedicht und Gegengedicht Spielereien ergehen wollte, macht das bitte im Wohnzimmer. Ansonsten äußert Euch bitte zum Eingangsgedicht.

    gott
    Admin

  9. #9
    Eddigeh Guest
    Lieber JotteS, ( so müsse es metrisch richtig heißen, aber Schwamm drüber)

    nun, nach längerem Inmichgehen und kritischem Lesen deines Werkes muss ich nun – nach zeitlichem und mentalem Abstand – erkennen, dass es doch mit großen Schwächen behaftet ist, dein Werk.

    Schon im Titel provoziert du den Leser mit der Behauptung, es sei ein Klapphornvers, den du ihm servierst.
    Dabei weiß doch jedes Kind, dass es sich bei den Protagonisten eines Klapphorngedichtes immer um zwei Knaben handeln muss. Hier tauchen allerdings nur zwei Mädchen auf, die ihren Bauchnabel frei tragen und kein einziger Knabe. Darauf wird in Vers 3 deines Gedichtes sogar explizit hingewiesen.


    Kritik im Einzelnen:

    Vers 1:

    Die Anzahl passt, das Geschlecht – wie oben erwähnt – nicht. 4-hebiger Jambus mit männlicher Kadenz. Metrisch ist es OK, es fehlt aber der Artikel zum Substantiv „Nabel“. Wenn „nabelfrei“ als Adjektiv eingesetzt wird, dann hätte der Bezug zu folgenden Objekt hergestellt werden müssen; etwa nabelfreier Kleidung. Aber einfach „nabelfrei“? Wer soll denn mit dieser pauschalierenden Aussage etwas anfangen? Gemeint wird wohl der Bauchnabel sein, vermute ich. Richtig hätte es also heißen müssen: „Zwei Knaben trugen den Bauchnabel frei“ bzw. „Zwei Knaben trugen bauchnabelfreie Kleidung".

    Vers 2:

    Metrisch wie V1 korrekt einem klassischen Klapphorngedicht entsprechend.
    Nun hätte aber der Bezug zu einem der Knaben ( hier leider Mädchen) hergestellt werden müssen.. Was macht der Autor? Er beschreibt die Accessoires der beiden Damen. Sie trugen also vorne ein Piercing und hinten ein Arschgeweih.
    Hier wird assoziiert, die Mädchen trügen nicht nur ihren Bauchnabel ohne Bedeckung, sondern auch den obern Teil ihres Pos, denn sonst wäre das Arschgeweih ja wohl nicht zu sehen. Doch kann der Leser nicht zwingend davon ausgehen, dass dies auch so ist.

    Vers3:

    Hier hätte es eigentlich mit einem dreihebigen Jambus und weiblicher Kadenz weitergehen müssen, aber Schwamm über das Arschgeweih. Nun kommen also erst die Knaben ins Spiel. Bzw. es wird erzählt, kein Knabe hätte von den Gesichtern der Mädels „erfahren“ Ja du meine Güte! Von wem sollten sie denn auch etwas erfahren haben. Sie waren ja scheinbar selbst nicht zugegen.

    Vers 4

    Metrisch ähnlich verunglückt wie V3, aber Schwamm übers Piercing.
    Aha, jetzt klärt sich also auf, was kein Knabe je erfahren hat; wie hässlich die Visagen der Mädels waren. Es hat ihnen also niemand gesagt, denn wenn sie zugegen gewesen wären, dann hätten sie sich ja selbst ein Bild davon machen können, sie hätten es also selbst gesehen. So bleibt denn der Leser mit der Frage allein im Raum zurück: Wenn also kein Knabe je erfahren hat, wie hässlich die Visagen der Mädchen waren, woher wusste es denn das LI? Möglicherweise waren die visagen ja wunderschön und nur von einem Kopftuch bedeckt. Aber nein, hässlich sollten sie sein, die Visagen. Das zeigt doch ganz eindeutig, wie tendenzös dieses "Gedicht" ist.


    Fazit:

    Ein völlig undurchdachtes, nicht nachvollziehbares Machwerk, dass grobschlächtig und diskriminierend daherkommt und den Leser völlig ratlos und vor allem die Leserin wütend zurück lässt. Das geht allenfalls als Satire durch.

    Entsetzt

    Eddigeh

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