Thema: scherben

  1. #1
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    scherben

    Die Sonne sinkt ab,
    tief am Horizont.
    Die Arme ganz schlapp,
    leise wimmernt, unbetont.

    Im Herzen sind Splitter.
    Nie heilende Wunden?
    Der Himmel weint bitter,
    schon seit Stunden.

    Hass in den Augen,
    bitterer Schein.
    Werd´ ich sie sprengen,
    die Ketten der Pein?

    Das Leben in Scherben,
    alle Träume zerstört.
    Ein Sturz ins Verderben,
    stumme Schreie, ungehört.
    Geändert von orchidee (27.11.2008 um 23:12 Uhr)

  2. #2
    Registriert seit
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    520
    Hallo orchidee,
    Leider gefällt mir dein Gedicht nicht besonders. Ehrlich gesagt mag ich die Methode "Reim-dich-oder-ich-hau-dich" nicht. Der Sinn eines Gedichtes leidet so sehr und auch sprachlich ist es alles andere als angenehm zu lesen. Ich sehe außerdem keine Notwenigkeit darin, klein zu schreiben. Normalerweise ist mir das Metrum relativ gleichgültig, doch dein Gedicht ließt sich ziemlich abgehackt. Vielleicht solltest du in Zukunft etwas mehr darauf achten, damit es sich ein wenig flüssiger liest. Zumindest könntest du auf gleich lange Zeilen achten.

    Die Sonne sinkt ab,
    am horizont
    .
    Die Arme ganz schlapp,
    leises Wimmern, unbetont.
    Eine Sonne geht unter, die Temperatur sinkt, aber dass eine Sonne absinkt, habe ich habe ich noch nie gehört. Die Satzstellung von "am Horizont" ist falsch, es muss direkt nach das Verb.
    Leider wird überhaupt nicht klar, wessen Arme hier müde sind, aber ich brenne darauf es zu erfahren. Dies könntest du vielleicht noch in dein Gedicht mir einbauen.
    Ich muss gestehen, ich habe nicht die leiseste Ahnung, wie sich unbetontes Wimmern anhört. Du hast dieses Wort ("unbetont") nur verwendet, weil es sich auf "Horizont" mehr oder weniger gut reimt. Leider passt es hier gar nicht her, da es so keinen Sinn ergibt. Wenn durch die Reime dein Gedicht sinnlos wird, solltest du vielleicht vorerst aufhören mit dem Reimen und mehr üben.

    Im Herzen sind Splitter,
    nie heilende Wunden.
    der Himmel weint bitter,
    schon seit Stunden.
    Sind Splitter Wunden? Naja, man könnte es so schreiben, wenn man Gedankenstriche verwenden würde.

    Hass in den Augen,
    bitterer Schein.
    ich werde sie sprengen,
    die Ketten der Pein.
    Als erstes wird also Hass in Augen gesehen, doch dann doch nicht. Vielleicht meinst du ja "Der Hass in den Augen ist bitterer Schein"...
    In dieser Strophe wird zum ersten mal ein LI (lyrisches Ich) verwendet, reichlich spät, wie ich finde.
    Woher kommt auf einmal "Pein"? Leider ist das weit hergeholt, es wird auch in den vorhergehenden Strophen nichts erwähnt, das dieses Gefühl auslöst.

    Das Leben in Scherben,
    (meine) Träume zerstört.
    ein Sturz ins Verderben,
    stumme Schreie, ungehört.
    Eigentlich ist diese Strophe recht gelungen, aber man könnte ein Verb hinzufügen.

    Soweit mal von mir (uns).
    Liebe Grüße
    Ff + Bruder
    "Oh Bär", sagte der Tiger, "ist das Leben nicht unheimlich schön, sag!"
    "Ja", sagte der kleine Bär, "ganz unheimlich und schön."
    Und da hatten sie verdammt ziemlich recht.

    -Post für den Tiger, Janosch-

  3. #3
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    Da muss ich mich mal einmisch(el)´n ;)

    Ich finde dein Gedicht nicht so schlecht wie Frustfresserin.
    Gut bei der Groß- und Kleinschreibung geb ich ihr recht.
    Aber ansonsten find ich deine Reime nicht schlecht, weswegen ich über die Bezeichnung "Reim dich oder ich hau dich"-Methode in zweierlei Beziehung nur lächeln konnte.
    Allerdings stören auch mich die Schlussverse der ersten und letzten Strophe etwas.
    Mir würden folgende Versionen besser gefallen:

    Die Sonne sinkt ab,
    tief am Horizont.
    Die Arme ganz schlapp,
    leise wimmernt, unbetont.

    ...

    Das Leben in Scherben,
    alle Träume zerstört.
    Stürz mit Schrei ins Verderben,
    doch stumm, ungehört.


    So find ich´s besser.

    Ich bin allerdings erfreut diesmal nicht derjenige zu sein der einige Formulierungen nicht versteht , ich finde deine Metaphern in diesem Gedicht gut gewählt.

    Mir hat´s gefallen.

    mfg


    Aset Radol

  4. #4
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    17
    @frustfresserin
    hallo, danke für deine kritik. das mit der groß- und kleinschreibung habe ich geändert.
    Ich finde bei gedichten muss man es mit der Satzstellung nicht ganz so ernst nehmen.
    Ich habe das lyrische ich bewusst nur einmal eingesetzt, genauso wie ich bewusst einige dinge offen gelassen habe. man soll selbst interpreieren können worum es geht, da ich das thema eher verschleiern wollte.

    @ aset radol
    danke auch dir für deine kritik. ich hab auch davon etwas übernommen, weil ich es nicht schlecht fand. Doch die letzten 2 verse habe ich so gelassen, weil ich finde das sonst der "stumme schrei" etwas untergeht.

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