Thema: Wintermond

  1. #1
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    Wintermond

    Unbarmherzig kalter Schein,
    unter tief gefrorner Haut
    drängt ein Pochen sich
    ins Sein.
    Stumme Lippen zittern laut,

    wissend, was zu sagen wär.
    Über mir im blauen Samt
    hockt der große Bär.
    Scheue Hände suchen bang
    im Nichts
    und nichts so sehr.

    Tropfen zittern
    wimpernlang
    Eiskristalle inhaltsschwer.
    Komm doch, Liebster, komm nur her …
    Nebel füllen kalt und schwer
    tiefes Seelenmeer.

    Wintermond in dürrer Nacht,
    Bangen hockt vor meiner Tür,
    im Kamin die Glut entfacht,
    Liebster, komm doch, komm zu mir.
    Geändert von Ingmar (01.12.2008 um 11:42 Uhr)
    "Schreiben ist leicht. Man muss nur die falschen Wörter weglassen."
    Mark Twain

  2. #2
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    schaudernd simmerndes Sehnen erfüllt mich, gefällt mir sehr.

    Moorvölker grüßen

  3. #3
    Sneaky Guest
    Hallo Ingmar,

    tolles Szenario, toller Inhalt, tolle Wortmelodie.
    Mein Highlight am Text ist hier
    "im Nichts
    und nichts so sehr."

    Gruß

    Sneaky

  4. #4
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    Beiträge
    556
    herzlichen dank euch beiden für euer feedback; es freut mich, wenn ich eine stimmung erzeugen konnte, die euch ein wenig frösteln lässt,

    winterliche grüße
    inge
    "Schreiben ist leicht. Man muss nur die falschen Wörter weglassen."
    Mark Twain

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