Thema: Der Hase

  1. #1
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    Talking Der Hase

    Es war einmal, vor nicht allzu langer Zeit,
    ein Hase, der war vom Vortag noch ziemlich breit.
    Denn dort hatte er mit Fuchs und Bär,
    gesoffen, als wenn’s das letzte Mal gewesen wär.
    Nun, bei des Hahnes frohen Morgenklängen,
    verspürte der Hase ein gewisses Drängen.
    Ein jeder, der sich ab und an Alkohol einverleibt,
    weiß, dass dieser ungemein treibt.
    So kroch, benetzt mit Morgentau,
    unser Hase aus dem Bau
    heraus und trat, noch halb im Traume,
    zwecks Erleichterung unter einen Baume.
    Doch, was wäre dies für ein Gedicht
    Ohne Dramatisierung? So kam der Habicht.
    Dieser und der Hase waren gute Freunde,
    so galt’s bisweilen, doch nicht heute,
    denn sofort begann der Habicht
    zu Reden, wie’s ist des guten Freundes Pflicht.
    Nur hatte der Hase ein Problem,
    dies war ihm auch schon anzusehen.
    War unterhalten auch noch so des Freundes Pflicht,
    wenn jemand zusah, konnte der Hase nicht.
    Er hielt es langsam nicht mehr aus,
    so platze es aus ihm heraus:
    „Sag mal, willst du’s nicht kapieren?
    Lass mich in frieden urinieren!“
    Doch der Habicht sah dies nicht ein,
    er ließ den Hasen nicht allein,
    so kam es, wie’s kommen musste,
    da unser Hase so sehr musste,
    gab’s ein „Plopp“ und unser Hase
    war tot, geplatzt war ihm die Blase…
    Drum die Moral von der Geschicht:
    Wer Pinkeln muss, den störe nicht!






    Ich bin mir des unregelmäßigen Metrums und der teilweise ungewöhlichen Satzumbrüche bewusst ist beabsichtigt! Mann muss es nur richtig lesen, dann klappt's!

  2. #2
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    Das Gedicht ist lustig und schön zu lesen. Gefällt mir!

  3. #3
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    HAllo Seamus,
    kannst du mir bitte eine Leseanleitung geben, warum und vor allem wie ich den Text anders lesen soll, damit ich ihn angenehem lesen kann und nicht beim Lesen stolpern muss und auf die Nase falle?

    Dein Text scheint mir etwas nach den Reimen gebogen zu sein.
    Es gibt aber auch sprachlich die ein oder andere Stelle, die mir nicht zusagt.
    So wie diese, wo du mir zu klar schreibst und zu wenig Metaphern verwendest
    Ein jeder, der sich ab und an Alkohol einverleibt,
    weiß, dass dieser ungemein treibt.
    Ich hätte es hier schöner gefunden, wenn du etwas anderes für Alkohol an der Stelle eingesetzt hättest, denn das es um Alkohl gehen dürfte, sollte nach dem zweiten Vers klar sein.

    Durch eine Stropheneinteilung würdest du deinem Text mehr Struktur geben können und dem Leser das lesen etwas vereinfachen.

    Liebe Grüße,
    Sternstaub

  4. #4
    Eddigeh Guest
    Hallo Seamus,

    na, das ist ja mal ein fulimanter Einstieg hier. Ein Gedicht mit Leseanweisung.
    Leider bin auch ich zu blöd, um es "richtig" zu lesen. Da scheide ich wohl als Kritiker aus. Schade.

    LG eddigeh

  5. #5
    n.eurofighter Guest
    Hallo Seamus,
    auch wenn ich Gefahr laufe, dieses Werk nicht gebürlich gelesen zu haben...ich lache wegen einem inneren Farbfilm, den haben sie mir vor der Tür eines Supermarktes verkauft, ist ähnlich wie dein gereimtes, nur ein wenig anders, kein Habicht( Bussard) wollte sich seinen Freund den Hasen krallen...aber ich schweife ab, mir gefällt dein Werk, bitte mehr davon




    lieben Gruß
    n.eurofighter

  6. #6
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    Ja, ihr habt recht, das stolpern im Text ist so eine Sache, die allerdings alle meine Gedichte haben, wenn ich sie fortrage, mit der entsprechenden Betonung etc., soll dies eigentlich den Humor im Gedicht noch etwas hervorheben. Eine Leseanleitung kann ich nicht wirklich stellen, aber... naja, einfach so lesen, das es sich wenig gestolpert anhört, da darf auch mal die ein oder andere Betonung falsch liegen, klingt dann umso besser. Aber ich kann ja auch mal ein Gedicht in geordnetem Versmaß reinstellen...

    Aber vielleicht ein kleiner Tipp:
    Ich merke grade, dass ich beim Lesen gerne mal mitten im Vers Pausen mache, und danach einfach schneller rede/lese, um den Vers noch in der selben Zeit wie den vorherigen hinzubekommen. Ich hab auch beim Lesen im ein Triolengefühl, falls jemand hier musikalisch ist
    Also z.B.:

    Es war einmal, vor nicht allzulanger Zeit,
    ein Hase, (Pause)(schneller) der war vom Vortag noch ziemlich breit.

    Auch wenn ich mich denke ich nicht rechtfertigen muss Das ich gelegentlich mein Gedicht auf Reime zubiege oder mal Wörter als Reime setze, die sich nicht direkt reimen, zeigt seinen Effekt auch beim lauten Lesen. Das Problem ist leider, dass ich das hier schwer verdeutlichen kann, aber so kann ich zb auch "Über" auf "Tüer" (Tür) reimen, das ist aber ein anderes Gedicht.
    Geändert von Seamus (04.12.2008 um 15:41 Uhr)
    Es geht doch nichts über schräge Satzumbrüche, verquere Reime und unlogische, dennoch Sprechbare Metren

  7. #7
    Eddigeh Guest
    Lieber Seamus,

    trotz all deiner gutmeinenden Ratschläge und Beteuerungen; es funktioniert so nicht. Du darfst ein Gedicht gerne vortragen. Ich will nicht mal bestreiten, dass es halbwegs nach deinem System von dir vorgetragen ankommt.
    Allerdings darfst du nicht erwarten, wenn du es uns hier so zum Fraß vorwirfst, dass du überwiegend gute Kritiken bekommst. positive ( nicht gute!) Kritiken wirst du vermutlich nur von denen bekommen, die selbst wenig Ahnung von Dichtung haben.
    Ich sage dir mal ehrlich meine Vermutung: du gibst vor, es gewollt so übel geschrieben zu haben. Ich vermute: du kannst es nicht besser

    Nur ein Beispiel von vielen dafür:

    Wenn du allen Ernstes glaubst, folgender Reim sei originell oder gar besonders witzig

    "...heraus und trat, noch halb im Traume,
    zwecks Erleichterung unter einen Baume..."

    dann sage ich dir, dass es ein furchtbarer Würgereim ist. Er trat eben nicht unter einen Baume, sondern unter einen Baum. Da kannste noch so viel dirchterische Freiheit für dich und deine Werke beanspruchen. Diese arrogante Leseanweisung ist ein Schlag ins Gesicht für Leute, die sich ernsthaft bemühen, einigermaßen gut klingende Gedichte auf die Reihe zu kriegen.

    LG eddigeh

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