Thema: Federtraum

  1. #1
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    Dec 2006
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    Köln
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    1.379

    Federtraum

    An mir vorbei geflogen
    sind Hunger, Krieg und Flut.
    Nur Sturm hat mich betrogen,
    nahm mir zum Gruß den Hut.

    Wohl deshalb fehlt mein Lachen,
    kommt Leben auf mich zu.
    Doch fängts an zu erwachen:
    Lass mich nie mehr in Ruh!
    Falten sind es, die die Stirn haben sich auf derselben zu zeigen. H. E.

  2. #2
    Rabenmädchen Guest
    Hallo Volker LL,

    Dein Gedicht, finde ich gelungen. Kriege, Katastrophen? Sind wie weggezappt. Den Hut? Den aber, hat der der Sturm erwischt. Behütet zu sein? Das wünschen sich viele, weshalb das zufällige Wegwischen des Schutzes für das LI bemerkenswert ist. Das finde ich gut.

    Dann kommt Strophe Zwei:

    Der Zyniker, der sich abgefunden zu haben scheint, dass Lachen nutzlos sei, wird auf einmal - nicht vom Zug - sondern vom Leben überfahren. Der Zyniker entdeckt die Schönheit des Lebens ganz unvermutet und grundlos. Aber wie es in einer Kafka Geschichte heißt: Einmal dem Fehlläuten der Nachtglocke gefolgt – es ist niemals gutzumachen.

    Lass mich nie mehr in Ruh!
    Klasse.

    Mohammed.
    Geändert von Rabenmädchen (14.12.2008 um 02:17 Uhr)

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