1. #1
    Registriert seit
    Dec 2008
    Beiträge
    141

    Glaubensbekenntnis

    Ich glaube daran das Gott keine Konfession hat.
    Daher íst Gott für mich auch nicht religös
    Es hat schon zu viele Kriege gegeben die versuchten
    das für immer zu klären. Für Kriege haben wir keine Zeit mehr.

    Ich glaube daran das es Welten gibt in unserem Universum
    die ausserhalb der Zeiten liegen.
    Ich glaube daran das wir diese Welten erreichen werden.
    Denn unsere Taten sind dort, wo wir einmal sein werden,
    denn wir schicken sie voraus.

    Ich glaube daran das nur alle Menschen gemeinsam Gott sein könnten.



    Liebe Leute, ich hoffe ich kann euch durch diese Zeilen ein Feedback abprovozieren.
    Denn so verstehe ich diese Welt.
    Vorweihnachtsabend 2008
    Geändert von Hanno Urban (24.12.2008 um 04:01 Uhr)

  2. #2
    Registriert seit
    Sep 2007
    Ort
    pause - das wars
    Beiträge
    452
    lieber hanno,
    du hast mir tatsächlich ein frühmorgendliches feedback abprovoziert. ich habe dabei (hoffentlich nachvollziehbare) logik verwendet.

    implizit darf man dem ersten abschnitt die 2 aussagen entnehmen:
    A1: ich glaube an einen gott
    für kriege haben wir keine zeit mehr – also:
    A2: ich glaube an die liebe
    (gott nicht religiös oder nicht konfessionell? unterstellen wir gott doch einfach eine gewisse spiritualität.)

    aus dem zweiten abschnitt ist abzuleiten und etwas kürzer zu fassen:
    B: ich glaube, dass es außerhalb der zeiten liegende welten gibt und wir sie erreichen werden.

    der dritte abschnitt ist äquivalent zum folgende satz:
    C: wenn es überhaupt einen gott gibt, dann ist dies die gesamte menschheit

    geht man jetzt von A1 aus, dann folgt aus A und C zusammen:
    1: ich glaube an die gesamte menschheit

    B lässt zu – da die zu erreichenden welten außerhalb der zeiten liegen – dass alle menschen diese welten erreichen werden. B anders formuliert:
    2: ich glaube an den himmel

    A2 ist noch geeignet unterzubringen, und dann fassen wir 1 und 2 zusammen.
    wenn wir dazu nur den himmel umbenennen – ist er doch außerhalb der zeiten, also nie, aber immer, und nirgends, aber irgendwo - dann haben wir
    zusammengefasst das (aber kleingeschriebene, weil noch im entwurf befindliche) lyrische

    glaubensbekenntnis:

    nie und nirgends
    aber immer und irgendwo
    liegt sich
    die gesamte menschheit
    in den armen.


    lieber hanno, das will ich vielleicht so wohl nicht als auch doch unterstreichen...

    anders gesagt: wenn überhaupt, dann formuliere deine weltsicht bitte klipp und klar, ohne wenn und aber, ohne könnte, ohne was du nicht glaubst (wie in absatz 1). dann diskutieren wir gern noch mal. denn aus deinen ersten unscharfen axiomen kann man leicht jeden beliebigen stuss ableiten. siehe oben.

    ciao!rekar.
    Geändert von rekar (24.12.2008 um 08:21 Uhr)

  3. #3
    Registriert seit
    Dec 2008
    Beiträge
    141

    Lieber rekar,

    hab dank für deine Analyse. Ich versuche zu erläutern.

    Im ersten Absatz sage ich das ich Gott nicht für religös halte, das er keine Konfession hat, dabei bleibt offen wer, oder besser, was Gott ist. Gott ist für mich Zustand der erreicht werden muß. Ich stelle mir nicht die Frage wer Gott ist sondern was er sein könnte. Weil ich glaube das ich auf diesen Weg eher zu einer Lösung kommen kann.
    Deine Schlussfolgerung A1 ist nicht ganz richtig.
    Die Religonen sind ja auch nicht, wie wir seid Darwin wissen, als fertige Religonen auf die Welt gekommen sondern haben sich entwickelt. Früher haben die Menschen dicke Bäume angebetet und heute den heiligen Grahl. Für mich ist beides dasselbe. Der Glaube ist eigentlich zwischenzeitlich nur kultiviert worden.
    Und Glaubenskriege die geführt wurden und werden, wären überflüssig würden wir einander nur einmal mit Respekt begegnen. Dadurch hätten wir auch potential um die wirklichen Probleme anzugegen.
    Daher ist deine Schlussfolgerung 1 richtig. Ich glaube an die gesamte Menschheit.
    Der zweite Absatz- Das es Welten gibt in diesem Universum die ausserhalb der Zeiten liegen soll heißen, das unser Tun und Handeln konsequenzen hat, für ein jeden selbst und für jeden anderen, denn wir leben in einer Gemeinschaft. Wir werden sicher einmal den Ort erreichen wo wir unsere Taten hingeschickt haben.

    Lieber rekar, schöne Weihnachten

  4. #4
    Registriert seit
    Dec 2008
    Beiträge
    1.478
    Lieber H. Urban,

    ich stimme Ihren Gedanken zu.

    Auch ich erlaube mir einen Vers hinzuzufügen:

    Wissen

    stets und überall
    ist die Versöhnung
    mit Gott
    und der WELT
    das größte Heil


    Ich wünsche Ihnen und allen anderen eine gemütliche und besinnliche Weihnachtszeit.
    Eine Zeitenwende wie eh und je.


    Butenlänner

  5. #5
    Registriert seit
    Dec 2008
    Beiträge
    141
    Hallo Butenlänner,
    da Sie mich mit sie anreden, was durchaus nicht nötig ist, schreibe ich Ihnen auch im Sie.
    Dank für Ihren Beitrag und ich ersetze Gott in Ihren Vers durch Menschen, und schon meinen wir dasselbe, oder?

    Schöne Weihnachtstage auch Ihnen.

  6. #6
    ReinART Guest
    Hallo Hanno
    wenn Du schreibst, dass Gott alle Menschen ist,
    dann kannst Du auch konsequent sagen: Gott ist alles das was ist. Alles das was ist, löst sich auf in dem Einen und kann nur eine Projektion des Einen sein.
    Worüber ließe sich dann noch reden. Ich bin, der ich bin
    Wünsche Dir weitere tiefe Einsichten
    Reinhard

  7. #7
    Registriert seit
    Dec 2008
    Beiträge
    141
    Hallo ReinArt,
    Du hast recht: Gott ist alles was ist. Aber dennoch glaube ich nicht das wir Menschen das sind, was wir sein könnten.
    Und bin ich wirklich der ich bin, oder doch der Ihr seid?

  8. #8
    ReinART Guest
    Hallo Hanno
    Gott würde in dem Falle, dass er alles das was ist, ist, nicht mit denen die Ihr seid, kommunizieren. Er würde mit sich selbst kommunizieren. Wer weiß warum ?
    Ich meine, dass der Satz, ich bin der der ich bin einzig bedeutet: Ich Bin , ohne Attribute, denn die sind unserem menschlichen Hirn entsprungen und versuchen das Unfassbare und Unbeschreibare in Worte zu fassen. Und wenn wir beide miteinander diskutieren, so ist es in letzter Konsequenz doch nur das Eine das Alles werden ließ und lässt und selbst dieser Moment ist in ihm entstanden.
    Du weißt was ich meine
    Lieben Gruß
    reinhard

  9. #9
    Registriert seit
    Dec 2008
    Beiträge
    141
    Lieber ReinART,
    Ich muss jetzt erst einmal Nachdenken über deine scharfen gezogen Konsequenzen.
    Gott besteht aus vielen kleinen Stücken und ist nicht alles Ganzen zu verstehen, nicht einer allein ist Gott, sondern jeder ein bisschen deswegen läst sich auch kommunizieren. Sonst würde man in der tat Selbstgespäche führen(Schön wenn man sich auch noch etwas zu sagen hat).

    -Ich bin. Nichts kann nur sich selber sein. Ich besteht aus vielen, das alles zusammen ist Ich und wird sich immer verändern, weil neuen Eindrücken bzw. Einflüsse ausgesetzt

    Das wir beide diskutieren, ist Ihm entstanden? Doch wohl nur, wenn Gott als Person exzestiert.


    Liebe Grüße
    Hanno
    und ich hoffe das ich dich richtig verstanden habe

  10. #10
    ReinART Guest
    Hallo Hanno
    ich denke, dass diese Diskussion schwierig ist. Es ist eine Frage der Einstellung und bei wenigen der Erkenntnis.
    Wenn alles Eins ist, kann es kein Zweites geben.
    Alles was ist stammt aus Gott- Aber was ist Gott. Kann das Objekt das Subjekt beschreiben?
    Selbstgespräch? Wenn man so will, so ist das eines der seltsamen, aber originellen Ideen dessen, der alles ist was ist
    Lieben Gruß und keine grauen Haare wachsen lassen. (Vielleicht ist alles auch ganz anders- werd weiß das schon
    Reinhard

  11. #11
    Registriert seit
    Dec 2008
    Beiträge
    141
    Hallo ReinART,

    Ein paar schöne Gedanken die Du mir auf den Weg geben hast.
    Wenn alles einst kann es kein zweites geben und folglich auch kein drittes entstehen. Werde drüber Nachdenken.

    Gruß hanno

Was dich vielleicht auch interessieren könnte:

  1. Glaubensbekenntnis
    Von wenigviel im Forum Japanische Formen
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 14.06.2015, 05:53
  2. Ein Glaubensbekenntnis
    Von Halbe Frau im Forum Mythisches, Religiöses und Spirituelles
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 13.10.2013, 20:43
  3. Glaubensbekenntnis
    Von Krawel Krawel im Forum Mythisches, Religiöses und Spirituelles
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 01.04.2013, 04:55
  4. Glaubensbekenntnis
    Von InJustIce im Forum Nachdenkliches und Philosophisches
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 13.08.2009, 19:36
  5. Glaubensbekenntnis
    Von Behutsalem im Forum Trauer und Düsteres
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 08.02.2009, 12:29

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

Anmelden

Anmelden