1. #1
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    Ich möchte nicht zu viel

    Ich möchte schlafen
    aber nicht zu fest
    ich möchte träumen
    aber nur von dir.

    Ich möchte gehen
    aber nicht zu weit
    denn ich möchte
    in deiner Nähe sein.

    Ich möchte trinken
    aber nicht zu viel
    ich habe durst
    aber nur nach dir.

    Ich möchte schreiben
    aber nicht zu markant
    denn meine schmale Hand
    umarmt dein Haupt.

    Ich möchte Lieben
    aber nicht zu stark
    denn ich möchte nur
    mit dir sein.

  2. #2
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    So sei es, liebe Aleksandra.

    Eine Textform, sieht aus wie gereimt, dieses sucht man vergeblich, weil es sicher so gewollt ist. Die deimal -nur- sind ungleichmäßig verteilt, so dass es auch nicht zu viel wäre. Im Gegensatz dazu steht (aber) das -aber-.

    Ich möchte nicht zu viel schreiben aber Dich grüßen

    von Ingo

  3. #3
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    Hallo lieber Ingo,

    also wie fandest du das Gedicht letzendlich? Wenn es sich gereimt haette, wohl besser?! Habe ich dich richtig verstanden?

    Liebe Gruesse

    A.

  4. #4
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    Liebe Aleksandra

    Ich finde das Gedicht ist anspruchsvoller, als es auf den ersten Blick erscheint.
    Die Reimung kann durchaus weggelassen werden, weil der Text recht kurze Zeilen besitzt.

    Das Aber verrät einen durchgängigen Anspruch oder eine Erwartung, ist geschickt in die ursächlichen Bescheidenheiten eingearbeitet, steht aber auch im Gegensatz dazu.

    Eine interessante Textung, die sich nicht reimen muss.

    Gruß von Ingo

  5. #5
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    danke!
    ja, ich finde auch dass sich gedichte, nicht umbedingt immer reimen muessen.
    sogar denke, dass sie dadurch (ohne reimung) noch interessanter sind. denn der reim, bewirkt, dass man eigentlich schon vorherahnen kann, was in der naechsten zeile kommt. denn beim lesen reimt man mit.

    so meinen meinung zum reimen...


    lg.

    a.

  6. #6
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    Man sollte natürlich nicht vergessen, Aleksa, dass die Findung eines Reimes oder einer Reimfolge durchaus nicht leicht ist und eine gute Denkübung darstellt.
    Um einer Langweiligkeit in der Erwartung des Lesers vorzubeugen, kann man sich eben den ganz besonderen Reim ausdenken oder das Gedicht überraschend enden lassen.

    Bei gänzlich ungereimten Texten, muss man immer aufpassen, dass es letztlich nicht wie eine Kurzgeschichte in Gedichtzeilenform wirkt.

    "Ich möchte nicht zu viel" gefällt mir vom Titel her recht gut.

    von Ingo

  7. #7
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    hi,
    klar, dass der reim eine gewissen kunst ist. ich bevorzuge dennoch, das ungereimte gedicht. nicht nur beim schreiben, sondern auch beim lesen.

    ja, es gibt leute, die einen prosatext in gedichtform umwandeln. das ist erst recht langweilig...

    lg

  8. #8
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    hallo aleks...
    das ist zwar vom letzten jahr (oh, wie weit schon zurück!) aber es ist unvermindert schön. ich bin also nur ein bisschen spät darauf gestoßen.

    die form:
    rein und klar. der leser fühlt sich von vers zu vers wohler, weil er sich äußerlich wohl geschützt weiß. keine falle, kein abgrund. die struktur empfinde ich (ganz allgemein) wie ein geländer auf dem weg zum gipfel.

    der inhalt:
    5 wichtige dinge, die allerwichtigsten? ja! vom passiven (aber reaktivierenden) schlaf bis zur aktiven liebe.
    schlafen - um leben zu können.
    gehen - die notwendige arbeit
    trinken - und essen, und kleidung, das lebensnotwendige
    schreiben - das, was der poetin innerstes bedürfnis ist
    lieben - das, was der poetin noch wichtiger ist...

    hab jetzt poet und lyrI einfach gleichgesetzt.
    das dürfen WIR HIER MANCHMAL ... ODER? hat jemand was dagegen?

    also falls das noch nicht zum asurdukc kam: ich finde dieses gedicht wirklich wertvoll und sehr sehr schön.
    und ingo hat doch auch seine 5 verse!?

    ciao!rekar

  9. #9
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    hi rekar,

    vielen dank fuer deine lobende kritik an meinem gedicht.

    freut mich, wenn es dir gefaellt! da hat man lust weiter zu schreiben...zu dichten.

    lieber gruesse

    aleksandra


    Und als die Sonne aufging

    ging die Welt unter, denn

    Alles fiel ins Sonnenschein.

    (c) AleksandraMaja

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