Es reißt der Wind
ein Blatt vom Baum,
im Frühjahr noch,
es grünte kaum.

Der Baum er spürt
des Fehlens Qual,
ein Stückchen Leben
man ihm stahl.

Er lauscht dem Wind
und wundert sich -
so hätt er doch,
ganz freiwillig,

im Herbst sich von
dem Blatt getrennt,
wenn bunt es ward,
so wie er's kennt.

Dann hätt er's von
sich abgelöst,
dass schon ein Hauch
hinfort es bläst.

Der Wind jedoch
er nahm's sich schon,
das grüne Blatt,
es fliegt davon.

Im Sommer dann,
die Sonne scheint,
die Welt erstrahlt,
der Baum - er weint.

Bleibt unvergessen
jenes Blatt,
weil's Sonnenkraft
gefangen hat.