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Thema: Der Dildo

  1. #16
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    auf so etwas kommen nur wir männer. das ist eher unfreiwillig komisch
    Hallo Eiche (und Hans) - ich finde das Gedicht ja auch nicht den Knaller schlechthin, aber wir sollten uns vor Augen halten, dass da vermutlich nicht die Natur der Situation missverstanden wird, sondern dass Hans widerspiegelt, wie viele Männer diese Situation wahrnehmen.

    Es stimmt wohl, dass eine Frau das Ganze vermutlich mit eigenen Augen sehen würde - aber wer sagt uns, dass ihre Sichtweise richtig ist?
    Im Prinzip doch nur eine blöde politische Korrektheit.
    Und selbst, wenn die Masturbatrice selber Auskunft gäbe - ist ihr Standpunkt mit dem der Zuseher in keiner Weise vergleichbar.

    Wir können sicher festhalten, dass das Gedicht nicht erregend ist -
    aber warum kann ein Gedicht im Bereich "Erotik..." nicht einfach ein erotisches Thema haben, ohne erotisieren zu wollen?


    Als Einblick in die Gedankenwelt vieler Männer taugt es sicher - aber, man muss es auch so gewollt haben, damit das lyrische und da reale Ich noch sauber geschieden werden können.

    Viele Worte für ein vieleicht dubioses Machwerk - aber man muss auch das Gute sehen...

  2. #17
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    Sie ist aus einem Traum erwacht,
    liegt auf ihrem Bett und schwitzt.
    An einen Mann hat sie gedacht,
    der schöne Traum hat sie erhitzt.

    Sie schnarcht gerad in REMscher Phase,
    und knittert unbewusst die Kissen,
    es tropft der Rotz, aus ihrer Nase,
    und plötzlich muss sie dringend pissen.


    ich könnte mir den anfang so wesentlich naturgetreuer vorstellen...

  3. #18
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    Hey Hans,
    dein Dildo hat jetzt 10 jähriges Jubiläum und das sollte gefeiert werden. Nach ein paar Jahren Reimpause ist mir gestern dein scharfkantiges (V)libretto noch mal eingefallen ... (wie so was doch im Gedächtnis bleibt ) und tatsächlich, es ist in den unerschütterlichen Archiven erhalten geblieben.

    Was ist zehn Jahre später passiert? Der Shades of Grey Overdose und die allseitige Verfügbarkeit (porn free tubes) hat das Ensetzen von damals gnädig mit dem nassen Handtuch erschlagen.

    Beim Querlesen sind mir die lustigen, wie auch die pikierten Kommentare aufgefallen aber nur die wenigsten haben verstanden, dass es eigentlich ein ironischer Beitrag ist, der gar nicht darauf abzielt erotisch zu sein, sondern eher in Russ Meyer Manier (RIP) durch seine überbordende Aufdringlichkeit eine gelungene Persiflage ist.
    Heute schreibst du anders und auch thematisch bist du der Autorenschimpfe entwachsen.
    Gruß vom Hans
    nicht getrocknet und gebügelt
    aber schweinisch ungezügelt

  4. #19
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    Hallo Hans Plonka

    Zitat Hans Plonka

    Wo sind die Grenzen und wer bestimmt sie (hier im Forum). Ich werde sie dann auf jeden Fall einhalten. Ansonsten dachte ich dass Kunst allgemein für frei gehalten wird, auch bei Geschmacklosigkeit, die ja auch immer subjektiv ist.
    Zum Text selbst will ich gar nicht viel sagen - aber immerhin zeigt er, dass Du dir bis heute in gewisser Weise treu geblieben bist...was die Geschmeidigkeit deiner Texte angeht.

    Die zitierte Aussage interessiert mich dann aber doch. Bist Du auch heute noch der Meinung, dass es sich hier um Kunst handelt?

    Gruß, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  5. #20
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    Lb. Beislschmidt,

    bin über erneutes Interesse überrascht und denke deshalb , es muss doch einen Eindruck hinterlassen haben, auch wenn die Eindrücke sicher unterschiedlich sind. Was mir jetzt auffiel ist, dass ich die Betonung bei den Auftakten und Kadenzen nach belieben gewechselt habe. Beim Gedichteschreiben würde ich mich auch heute nicht einschränken und wenn es mir in den Sinn kommen sollte auch pornografische oder Fäkalgedichte schreiben. Danke für Deinen Kommentar.

    LG Hans

    Lb. A.D.,

    Die zitierte Aussage interessiert mich dann aber doch. Bist Du auch heute noch der Meinung, dass es sich hier um Kunst handelt?
    Zu meinem Zitat stehe ich auch heute noch. Ob es sich um Kunst handelt ist eine Frage der Perspektive. Kunst kommt von Können. Auch mit schlechtem Geschmack kann Kunst gemacht werden. Ein wenig mehr als das eigene Können kann subjektiv schon als Kunst angesehen werden. Manches wird jedoch als Kunst anerkannt, weil es als solche erklärt und so auch darum geworben wird. Kunst hängt nicht vom Geschmack und Gefallen ab, sondern von der schwierigen Darstellung.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  6. #21
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    Hallo Hans,
    ein guter Cognac, bei mir muss ich sagen: Ein guter armenischer Brandy wird besser, wenn man ihn zehn und mehr Jahre in Fässern aus kaukasischer Eiche lagert. Auf Flaschen abgefüllt bleibt er das, was er zur Zeit der Abfüllung ist. Ein mieses Gesöff wird durch langes Aufbewahren in Flaschen nicht besser.
    So auch Dein Werk. Das wird auch nach hundertjährigem Verschluss kein Gedicht, sondern bleibt Zeugnis der Unkenntnis des Verfassers über Dildos und anderer Toys. Bestenfalls eine Altmännerfantasie und - mich wundert es überhaupt nicht, dass in all den Jahren keine weibliche Stimme zu Deinem Machwerk zu vernehmen war.
    Festival

  7. #22
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    Lb. Heinz,

    M.E. ziehst Du die Grenze für: ob etwas ein Gedicht ist doch sehr eng (Expertenmeinung). Für eine große Anzahl Leser wird es wohl als solches betrachtet werden. Die Anerkennung ob es ein Gedicht ist sollte nicht von Unkenntnis oder Altmännerfantasie des Autors oder Nichtgefallen der Leser abhängen.

    LG Hans
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  8. #23
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    hallo Hans Plonka

    10 jahre alt, meiner Meinung nach hätte es gerne bleiben können wo es war.

    ich mag Erotik aber deine bilder sind mir doch zu direkt und lassen überhaupt keinen Spielraum zum selber interpretieren
    du schilderst Ursache, Hergang, Höhepunkt und folge. meine sinne hat das nicht sonderlich angeregt, da ich mich überhaupt nicht anstrengen musste, mir wurde ja alles fein säuberlich in Scheibchen serviert und das sehr direkt, fast schon pornografisch

    Erotik liegt ja im auge des Betrachters, aber wenn ich es so schlicht hätte erleben wollen wäre ein Pornofilm die einfachere Methode gewesen.
    mein Fazit ist, dass dieses stück blitzillustration keinen nerv reizt, weil nerven überhaupt erst gar nicht angeregt werden.
    zu direkt, zu frontal, zu pauschalisierend
    und der Geschlechtsakt als solches mit dem dildo wirkt auf mich unerotischer und plumper als das plöppen einer flasche Flensburger
    hast du es wirklich nötig den leuten ihre gedankengänge bis ins kleinste akribisch vorzukauen? vielleicht mag die/ der ein oder andere ja erst damit woanders mit dem dildo vorspiel haben, nein plupp gleich rein damit, knopf drücken, durchstarten...sehr unerotisch weil sehr nüchtern und emotionslos erzählt

    dieses wort "Venusschlund" anisch mag ich Neologismen und wortneuschöpfungen, aber mir erschliesst sich der gebrauch nicht denn so wie es da steht klingt es ...sorry... ausgeleiert und fast schon wie ne "muss-handlung" ...dildo rein "so das wird hier jetzt mal weggebrummt ich muss noch Kartoffeln schälen und bildzeitung lesen"

    nichts für ungut aber nicht alles wird mit dem alter reifer, manches fängt auch einfach an etwas zu stinken :/
    mir hats nicht gefallen
    lg Mythenfreund

  9. #24
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    Lb Mythenfreund,

    ich habe die Meinung, dass Dichtung oder auch Kunst allgemein nicht jedem oder auch niemandem gefallen muss. Sie sollte frei sein und alles darstellen dürfen, auch alles Abscheuliche, dabei sollte klar sein dass die Dichtung nicht mit dem Autor verwechselt wird. Er ist nicht was er schreibt. Gut oder schlecht ist auch relativ zu subjektiven Betrachtungen.

    LG Hans
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  10. #25
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    Hallo Hans

    Kunst hängt nicht vom Geschmack und Gefallen ab, sondern von der schwierigen Darstellung.
    Seh ich nicht so- aber egal. Mir ist dieses Thema deshalb so wichtig...weil sich so viele Menschen hinter der "Kunst" verstecken.
    Denk nur mal an den Böhmermann und sein stümperhaftes Schmähgedicht. Der wollte sich auch hinter der Kunst verstecken...dabei waren das nur Zeilen aus der Feder eines Dilettanten.

    Nein, da gibt es keine zwei Meinungen; bei deinem obigen Text handelt es sich nicht um Kunst.

    Gruß, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  11. #26
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    ich würde nie das lyr.ich mit dem ich des verfassers gleich stellen, das wäre ein fatales Problem
    das lyr.ich ist immer fiktiv und findet sich allenfalls im ich des Betrachters wieder insofern dieser sich mit dem text identifizieren kann

    dann ist die bildzeitung für dich Kunst?

    ich teile deine Meinung das Kunst nicht jedem gefallen muss, aber die Umsetzung darf mir wiedersprechen und das ist leider der fall, weil mir einfach die eigene Intention darin fehlt, die Herausforderung
    alles wird mir vorgekaut, dann tut es auch ein Einkaufszettel der mir sagt was ich denken soll und holen muss, aber der hat für mich keinen assoziativen Kunstwert oder mehrwert, er gibt mir nichts
    den kann nämlich jeder schreiben und er ist in fast jedem haushalt gleich, hat aber keinen Anspruch auf lyrische Aspekte, da er synologisch inhaltslos ist, aber man schreibt ihn wieder und wieder aus reiner Gewohnheit...wird er dadurch anspruchsvoller oder bekommt mehr tiefe?

    gut oder schlecht sind Aspekte die mit Wortlaut, Umsetzung, Akzentuierung und nicht zu selten mit melodie zu tun haben
    ich bin zbsp der Meinung das eine gute melodie eine tragende Emotion innerhaslb eines textes begünstig
    wenn du etwas trauriges schreiben willst, nimmst du keinen limmerick
    wenn du etwas nachdenkliches schreiben willst, nimmst du keine aufzählungsform
    wenn du etwas erotisches schreiben willst, nimmst du keinen rethorischen stil
    willst du ein lied schreiben, nimmst du keinen blockreim

    der Inhalt der worte und deren klang geben maßgeblich die melodie schon vor, denn die melodie trägt mir ins ohr was ich lese und sogar metrische versbrüche können darin gezielt gesetzt einen Effekt auf den Leser haben, darum macht man ja Zäsuren um etwas hervorzuheben
    zumindest ist das meine vorangehensweise, denn irgendwo muss auch im Schriftbild alles passen

    man sagt die feder ist stärker als das schwert
    aber wer führt die feder, wer setzt es als schwert ein und wie tut er das?
    bestimmt nicht mit worten die jeder schon einmal gehört haben und keine emotionen im Empfänger auslösen durch monotones runter rappeln
    hilft bei Politiker reden auch nicht und die schreiben auch ihre reden selbst und wer kauft es ihnen ab?
    aber was wenn die einen einkaufszettel vorlesen würden? hätte dieser mehr gefühl?

    lg mythenfreund

  12. #27
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    Lb. A.D.,

    was ich auch schon zuvor gesagt habe: Auch wenn ein Betrachtung und Meinung die der Mehrheit ist, so gibt es fast immer auch andere.

    LG Hans
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  13. #28
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    Hallo Hans

    diese/n Andere/n musst Du mir erst mal zeigen.

    Ich finde es überhaupt nicht schlimm, dass Du so ein schlimmes Gedicht geschrieben hast- aber dafür umso schlimmer, dass Du es mit Kunst in Verbindung bringst.

    Gruß, A.D.
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  14. #29
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    gabs by the way eigentlich kein anderes gedicht das 10 jähriges Jubiläum gehabt hätte? eines dass auch tiefe hat?
    oder ist das der Standard der von dir zu erwarten ist? Oo
    dann frage ich mich ernsthaft was in den 10 jahren passiert sein kann das dieses hier immer noch so wichtig ist das man es grundlos pushen muss.
    ich würde mich tatsächlich schämen wenn alles was ein guter freund mit mir in Verbindung bringt nach 10 jahren, genau dieses Missgeschick sein sollte.
    innerhalb von 10 jahren hätten sich meine ansprüche mit Sicherheit gehoben, das gilt für dichter wie auch den der es aus der versenkung geholt hat.
    es zeigt mir aber wunderbar das zu erwartende Niveau das muss ich zugeben

  15. #30
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    LG A.D.,

    diese/n Andere/n musst Du mir erst mal zeigen.
    Es gibt für alles auch andere, die sich nach den negativen Ansichenten kaum dazu bekennen werden.

    Ich finde es überhaupt nicht schlimm, dass Du so ein schlimmes Gedicht geschrieben hast- aber dafür umso schlimmer, dass Du es mit Kunst in Verbindung bringst.
    Kunst hat Können und in der subjektiven Qualität mit der Fähigkeit des Verstehens zu tun und nicht mit Moral oder der Abscheulichkeit der Aussage oder Darstellung.
    Wenn Du von Niveau sprichst gehört dazu die Bezeichnung von was.
    Guter Sex hat nichts mit Spielraum und zurückhaltender Minnimierung zu tun, sondern mit allem was ein möglichst langes starkes und zufriedenstellendes Gefühl erzeugt. Pornografie ist dabei für viele ein hilfreiches (anregendes) Mittel. Erotik kann ein Reiz sein der an Sex denken lässt, aber es wird auch bestritten, dass Sex auch erotisch ist. Ich denke dies ist bei jedem unterschiedlich.

    LG Hans

    LG Hans


    LG A.D.,

    diese/n Andere/n musst Du mir erst mal zeigen.
    Es gibt für alles auch andere, die sich nach den negativen Ansichten kaum dazu bekennen werden.

    Ich finde es überhaupt nicht schlimm, dass Du so ein schlimmes Gedicht geschrieben hast- aber dafür umso schlimmer, dass Du es mit Kunst in Verbindung bringst.
    Kunst hat Können und in der subjektiven Qualität mit der Fähigkeit des Verstehens zu tun und nicht mit Moral oder der Abscheulichkeit der Aussage oder Darstellung.
    Wenn Du von Niveau sprichst gehört dazu die Bezeichnung von was.
    Guter Sex hat nichts mit Spielraum und zurückhaltender Minimierung zu tun, sondern mit allem was ein möglichst langes starkes und zufriedenstellendes Gefühl erzeugt. Pornografie ist dabei für viele ein hilfreiches (anregendes) Mittel. Erotik kann ein Reiz sein der an Sex denken lässt, aber es wird auch bestritten, dass Sex auch erotisch ist. Ich denke dies ist bei jedem unterschiedlich.

    LG Hans
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