Thema: Träume

  1. #1
    ReinART Guest

    Träume

    Träume

    Ganz leise schließt sich diese Tür
    und fällt ins Schloss gleich hinter mir.
    Ich betrete einen neuen Raum
    und gleite so von Traum zu Traum.

    2008

  2. #2
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    Träume

    Hallo ReinArt,

    kurz und gut, mit einer kompletten Aussage. Da kann man auch nicht viel falsch machen. Ist OK!

    Es grüsst herzlich Hans

  3. #3
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    Hallo ReinART,

    erstmal, alles Gute im neuen Jahr;
    Schön wieder von dir zu lesen.

    Ich finds schön wenn man so denkt, eine Tür fällt ins Schloss,
    die nächste öffnet sich und es können neue Träume gesponnen,
    oder gar realisiert werden.

    Gefällt mir,
    behutsame Grüße,
    Behutsalem
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  4. #4
    ReinART Guest
    @Hans
    Dank Dir für Dein kurzes Statement zu diesem kurzen Gedicht.

    @Behutsalem
    Auch Dir Dank für Deinen Kommentar. Bin nun wieder bei Euch zu finden und freue mich immer wieder über Deine Resonanz!
    Hier bezieht sich mein Gedicht auf Chuang Zu, der träumte ein Schmetterling zu sein und , nachdem er aus dem Traum erwachte sich nicht mehr sicher war, ob er nun Chuang Zu oder aber der Schmetterling ist.
    Ich halte es für durchaus denkbar, dass ich diesen Lebenstraum träume, ohne im Moment sagen zu können, wer es ist, der diesen Traum träumt.
    Liebe Grüße
    reinhard

  5. #5
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    Hallo ReinART,

    ui ui.. da lag ich ja schön daneben..
    aber auf diesen Chuang Zu wär ich bei Gott nicht gekommen..
    Wer immer dies auch sein mag.. ich möchte auch mal so träumen
    dass ich nach dem Erwachen nicht mehr weiß ob ich Line bin oder
    ein bunter Schmetterling.. manchmal wär mir zweiters lieber...

    Schön, wieder was dazugelernt,
    danke dir, schön dass du da bist,
    Liebe Grüße, Line
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  6. #6
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    Lieber Reinhard,
    Dein Gedicht ist außergewöhnlich sanft und mild. Es hebt einen ab von der Realität in eine Welt der Träume, sagst Du. Ich habe das Gefühl noch viel höher. Sri Aurobindo hat diese Ebene als Supramental beschrieben. Man könnte auch sagen auf den Flügeln eines Engels. Dann ist es aber eine passive Erfahrung. Chuang Zu kenne ich nur von Auro Soma im Hinblick auf innere geschmeidige Selbsterkenntnis. Eine angenehme Untermalung!
    Ganz liebe Grüße Sophia-Fatima

  7. #7
    ReinART Guest
    Liebe Sophia-Fatima

    freue mich sehr, dass so wenig Worte soviel erreichen können!
    Chuang Tzu ist eigentlich der Klassiker, auf den sich, in solcher Art von Gedichten, gerne bezogen wird. Ist eigentlich nur ein Beispiel für die Überlegungen die wir doch alle anstellen, wenn wir aus einem sehr intensivem Traum aufwachen und uns anfangs nicht zurechtfinden können in der scheinbaren Realität und wo dann doch manchmal solche Überlegungen: wer träumt den Traum ? angestellt werden.
    Dieses Chuang Tzu Beispiel hatte meine Zen Meisterin und auch mein Advaita Lehrer gerne bemüht , um die Phänomenalität unseres Seins zu demonstrieren
    Lieben Gruß
    reinhard
    Geändert von ReinART (07.01.2009 um 15:28 Uhr)

  8. #8
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    Hallo ReinArt,

    wenn man sich dein Gedicht bildhaft vorstellt, koennte es eine sehr schoene Szene aus einem Film sein. Da faellt mir auch einer ein, wozu das Gedicht gut passen wuerde. Dort geht es um den Tod und auch um verschlossene Tueren und Raeume. Leben zwischen Traum - Wirklichkeit und Tod. Mir faellt leider der Titel nicht mehr ein. Ist aber ein aelterer, schwarz weisser Film...

    Wenn man sich aber Metaphorisch dein Gedicht vorstellt ist es wie, als waere ich Tod und erst dann erschliessen sich mir neue Wege.

    Sehr schoen Dein Gedicht, ebnet einem den Weg ins Land der Traueme....

    Liebe Gruesse

    Aleksandra


    Und als die Sonne aufging

    ging die Welt unter, denn

    Alles fiel ins Sonnenschein.

    (c) AleksandraMaja

  9. #9
    ReinART Guest
    Liebe Alexandramaja
    mir kommt es so vor, als kenne ich auch den Film-ist aber nur wie eine Traumsequenz
    Schön, dass Dich dieses kleine Gedicht inspiriert.
    Ja, was ist Leben und was ist Tod- vielleicht alles nur Bereiche eines großen Traumes?
    Lieben Gruß
    Reinhard

  10. #10
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    Ich überlege schon seit zwei Tagen, was mich an dem Gedicht berührt und was mich stört. Beides liegt unter der Haut verborgen...

    Ich muss wohl aufpassen, es nicht als Allegorie auf das Leben zu nehmen - denn da geht das positive "Wo eine Tür sich schließt, öffnet sich eine andere" mit dem Verdacht einer bienenartigen Beliebigkeit der Blüten quer.

    Auch ist die Einfachheit sein Reiz - nur mein Bauch will mehr sprachliche Bedeutsamkeit -

    ich weiß es nicht - denn vielleicht sind gerade diese widerstrebenden Empfindungen, die es macht, genau sein Sinn und sein Reiz...

    Ganz leise schließt sich diese Tür
    fällt sanft ins Schloss gleich hinter mir.
    Ich betrete einen neuen Raum
    gespannt auf einen neuen Traum.


    Ich bitte, meinen Vorschlag nicht als Korrektur zu verstehen, sondern als Ausdruck dessen, welche Gedanken über das Leben die Zeilen in mir erzugt haben -

    "und gleite so von Traum zu Traum" entält nichts Qualitatives.
    Nun mag man das von der Aussage her so wollen, und da wird mein Vorschlag zu einer Geschmackssache -
    dennoch denke ich, dass der Wechsel zwischen den Träumen auch aus meiner Fassung hervorgeht, die aber Platz für ein Adjektiv macht -
    "gespannt" ist womöglich kein Ideal - nur ein Beispiel - im Prinzip kann es ein Stimmungsgedicht sein, je nach Charakter des Adjektivs -

    In Strophe eins ist natürlich mein vorgeschlagenes Wortpaar "leis / sanft" schon oft gehört, aber womöglich etwas eleganter, als das "Ich-Konstrukt".

    Alle diese Gedanken sind natürlich Makulatur, wenn alles, was ich anders empfinde, genau so gewollt wäre -

    Dennoch möchte ich meinen Eindruck, meine Wünsche, und mein Gefühl da lassen, weil mich das Gedicht, so wie es ist, erreicht hat -

    und mehr kann man zunächst ja nicht verlangen...

    Beste Grüße - Thomas

  11. #11
    ReinART Guest
    Lieber Thomas
    ein kleines Gedicht, dass zu vielen Gedanken Anlass gibt.
    Vielleicht sind es diese widersprüchlichen Gefühle, die Du empfindest, die es so spannend machen.
    dein Vorschlag könnte passen, wenn er nicht die Intention, die ich bei diesem Gedicht (Aphorsimus) hatte, verändern würde.
    Es ist wie ich oben schrieb, eine Darstellung mit anderen Worten, des Chung Tzu: Der Prinz träumt er sei ein Schmetterling und wacht auf aus diesem intensiven Traum und ist sich nicht sicher, ob er nun der Schmetterling ist, der träumt ein Prinz zu sein oder umgekehrt.
    Somit wäre Deine letzte Zeile: gespannt auf einen neuen Traum, etwas vollkommen anders.
    Bei mir ist da niemand, oder nicht richtig jemand, der sich dieser Übergänge bewusst ist und somit auch nicht gespannt sein kann.
    Dieses Gedicht habe ich so geschrieben als wenn man einfach durch das Leben, als Traum gleitet, wobei Traum und "Leben" nicht zu unterscheiden sind. Es ist wie ein Tropfen, gebildet aus Worten, der durch das Sein fällt......

    Lieben Gruß und Dank für Deine vielen Gedanken, die Du Dir um dieses Gedicht gemacht hast
    reinhard

  12. #12
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    Und so sind wir ja auf einer Linie... (was ja nicht zwangsweise erforderlich ist)

    Ich habe ja bei Haikus auch immer ein Problem, und meine, dass man zwar stundenlang welche schreiben und sich dabei an alle Regeln und Vorgaben (auch philosophische) halten kann, bis es perfekt ist.
    Und dennoch wird die abendländische Seele es nicht begreifen, weil im Haiku ein japanisches "Exklusivgefühl" geborgen ist...

    Zurück zum Thema: wie nah sich Chung Tzu und Descartes doch sind in ihrem "wach ich, oder träum ich?" (Wenn man davon absieht, dass Schmetterlinge für Descartes so eine Art Nanobot gewesen sein müssen...)

    In diesem Sinne - Thomas

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