1. #1
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    Urlaub für Engel

    Urlaub für Engel

    Ein Balthasar mit großem Löwenherz
    betritt ganz elegant die Sternenbrücke
    um Kinderlachen nochmals zu entzücken
    auf ihrem allerletzten Weg zum März

    im zauberhaften Regenbogenland
    wo Königskinder mit dem Sternentaler
    sich kleine Träume riesig groß ermalern
    - knüpfen leise noch ein Freundschaftsband

    -Im Sonnenhof erstrahlt ein Licht ganz hell-
    bewundern leuchtend gelben Löwenzahn,
    den sie mit kurzem Leben bald bezahl'n

    Wer streicht nun übers Bärenfell?
    Drei Tränen kullern nun ganz sachte
    Es bleibt nur ein Erinnern, wie sie lachten.
    Geändert von Sternstaub (07.01.2009 um 11:08 Uhr)

  2. #2
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    Hallo Sternenstaub!

    Ich finde immer mehr User die eine Sonett schreiben vor. Schön.
    Deine scheint bis auf einen Fehler gelungen zu sein.

    Löwenzahn und bezahlen reimt sicht nicht.
    Ich weiß nicht obs zählen würde wenn du aus bezahlen - bezahlt machst.
    Dann hättest du den Reim bezahlt - erstrahlt.
    Und in der letzten Zeile aus lachten .. lacht.
    Aber dann würde der Bezug auf die Kinder verloren gehen..

    Inhaltlich gefällt es mir gerade wegen der Kinder von Sonnenhof sehr gut.
    Ich bin mir nicht sicher aber ich denke du sprichst den Sonnenhof Berlin an, ein Kinderhospiz..

    Hat mich sehr berührt dein Werk, sehr.
    Behutsame und liebe Grüße,
    Behutsalem
    Mein NeuestesVom Himmel
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    Behutsalems Gedankenkartonage - Behutsames Gedankengut jetzt neu Behutsalem Neu
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    NEU: meine Homepage (Link im Profil)

  3. #3
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    Hallo Behutsalem (Line?)
    ich hab beim Überarbeiten gestern wohl letzendlich die Verkürzung des bezahlens vergessen/übersehen ein zu fügen. (Jetzt sollte es "besser" sein?)
    Das "lachten" würd ich wegen des Bezuges zu den Kindern gern so lassen, weil ich hoffe, dass die End"reime" zumindest als Assonanz durchgehen können.

    Inhaltlich hast du den Text auf jeden Fall in die richtige Richtung aufgefasst.
    Was ich mir genau beim Schreiben gedacht habe, möchte ich aber lieber nur privat per Pn erläutern, um Interpretationen nicht gleich durch meine Intention zu zerstören.

    Es freut mich sehr, dass der Text dich berühhren konnte. Vielen lieben Dank für deinen Kommentar!

    Liebe Grüße,
    Sternstaub

  4. #4
    Sanssouci Guest
    Hallo Sternstaub,

    dein Sonett ist dir wirklich gut gelungen,
    inhaltlich wie formal. Auch die Assonanzen gefallen mir.
    Etwas stört mich in S 3, Z 3, und zwar das bezahlen.
    Hier mein Vorschlag:

    Im Sonnenhof erstrahlt ein Licht ganz hell,
    bewundern leuchtend gelben Löwenzahn,
    das kurze Leben hängt sich spielend dran.

    Die von dir verwendeten Gedankenstriche sind mir etwas unklar. Auch über die sonstige Interpunktion sollte noch einmal nachgedacht werden.

    Dein Werk finde ich bemerkens- und nachdenkenswert (nicht nur, weil ich in diesem Bereich (DKHV) ehrenamtlich arbeite).

    Sehr gerne gelesen und kommentiert.

    Gruß von Sanssouci

  5. #5
    DerKleinePrinz* Guest
    Liebes Sternchen

    Wie versprochen gibts nun meine Meinung zu deinem Sonett.
    Gestern im äußerst müden Zustand, sagte ich dir noch, dein Gedicht würde einen fröhlichen Eindruck hinterlassen, ein bisschen hatte ich da wohl Recht, aber es hat auch eine ganz andere, rührende und traurige Seite. Da du den genauen Inhalt nur per PN erklären willst, wäre es nett, wenn ich bald eine solche von dir bei mir finden würde

    Jetzt aber zur Form, denn da wird der Schein ein wenig getrübt.
    Das schlimme an einem Sonett ist ja, das es nunmal an ganz Enge Formen gebunden ist, die man einhalten sollte, wenn man ein solches zu schreiben versucht.
    In der Quartetten gibt es in einem klassischen Sonett meines Wissens nach zwei Möglichkeiten in der Reimform:

    abba - abba
    bzw.
    abba - baab

    Du verwendest:

    abca - defd

    "Brücke" - "Entzücken" und "Taler" -"Maler" kann man nicht als Reim durchgehen lassen, vorallem nicht in einem Sonett. Damit ist dein Sonett an dieser Stelle schon kein Sonett mehr, sondern einfach nur ein Gedicht mit vier Strophen.

    Bei den Terzetten siehts schon ein wenig besser aus, nur wie Line schon sagte kann das "sachte" - "lachten" keineswegs überzeugen. Da würde ich, auch wenns meistens nicht gerne gesehen ist einfach ein "sacht'" draus machen, da der Reim hier vorgeht.

    Was ich gelungen finde ist der Kontrast zwischen These und Antithese, aber viel mehr erinnert hier leider nicht an ein Sonett.

    Liebes Sternchen, den Inhalt deines Gedichtes, soweit ich ihn nachvollziehen konnte finde ich wirklich sehr gelungen, den Versuch ein Sonett zu schreiben empfinde ich auch als lobenswert, also lass dich von meinen Zeilen nicht entmutigen und versuchs bitte weiterhin.

    Liebe Grüße
    Der Kleine Prinz*
    Geändert von DerKleinePrinz* (07.01.2009 um 21:53 Uhr)

  6. #6
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    Hallo Sanssouci,
    dein Vorschlag bezüglich des bezahlen gefällt mir nicht, weil ich mich als Leserin dann fragen muss, wo sich das Leben dran hängt und ein fehlendes "auf" (welches ich als möglich sehe) würde den Reim dann ganz zerstören.

    In der zweiten Strophe scheint mir selber der Gedankenstrich mehr zur Notlösung geworden zu sein. Die in der dritten Strophe aber empfinde ich als passend.
    Zur restlichen Interpunktion bin ich Vorschlägen gegenüber sehr offen, nur fehlte mir gestern abend irgendwie die emotionale Distanz, um diese richtig zu setzen.

    Vielen lieben Dank für deinen lieben Kommentar und das "sehr gerne gelesen".

    Hallo Kleiner Prinz!
    Eine komplette "Erklärung" zu diesem Gedicht wirst du auch per Pn nicht bekommen. Ich kann lediglich Hintergrundinformationen bekannt geben, die dir das Textverständnis erleichtern könnten.

    Ein Sonett ist an Formen gebunden, daher hab ich mich bisher noch nicht so recht an diese Gedichtform heran gewagt.

    Wikipedia sagt aber ganz klar, dass es unterschiedliche Möglichkeiten für die Gesaltung des Reimes gibt, wobei die Terzette sehr frei gestaltet werden können.
    abba – abba – cdc – dcd
    oder
    abba – cddc – eef – ggf
    Ich lasse mir gerne vorwerfen, dass ich hier unreine Reime oder nur Assonanzen benutze, aber es bleibt dennoch nein Sonett!

    Im letzten Terzett möchte ich das sachte nur ungern in ein sacht verkürzen, da dann der Reim an dieser Stelle im Folgendem hinfällig wrden würde bzw. durch die Präsens- und Einzahlform des Verbes den Sinn verfälschen würde.
    Außerdem denke ich, dass der Inhalt über den Reimen dominieren sollte, da Reime nicht mehr als Stilmittel sind, die einen Text veredeln können.

    Es freut mich, dass du in diesem Text eine These und Antithese findest, da ich zugegeben nicht stark darauf geachtet habe und sie für etwas schwach halte.

    Schade, dass du aufgrund der "miesen" Form auf eine inhaltliche Interpretation verzichten willst.

    Zum Hintergund füge ich jetzt doch auch öffentlich hinzu, da die Interpretation auf ein Kinderhospiz wohl leicht zu fallen scheint, dass ich eine Menge Namen von verschiedenen Kinderhospizen versucht habe mit einzubauen. (welche das sind sollten sich wohl über google: "Kinderhospiz" oder durch eine persönliche Anfrage bei mir herausfinden lassen)

    Danke für eure Kommentare.

    Liebe Grüße,
    Sternstaub

  7. #7
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    Hallo sternchen

    Du siehst mich erstaunt, die sonett form liegt mir eigentlich nicht, ich erkenne sie, aber sie ist oft zu steril für meinen geschmack, die sprache derer du dich bedienst lockert dies ein wenig auf und weckt mein interesse und ich muss sagen, es ist für meinen geschmack ein sehr schönes sonett geworden, vor allem da es sehr geschmückt mit etwaigen neologismen zu tage tritt. Ein schöner und fliessender text und egal was ich sage, der zauber hinter den worten hat mich überzeugt und spricht mich sehr an.

    Ich versuche gerade tiefer ins geschehen einzudringen und möchte die bilder erkennen, falls ich mich unklar ausdrücke oder textbezüge aus dem zusammenhang reiße würde ich mir wünschen du sagst es mir.

    Zuerst eine metrische analyse

    Ein Balthasar mit großem Löwenherz
    betritt ganz elegant die Sternenbrücke
    um Kinderlachen nochmals zu entzücken
    auf ihrem allerletzten Weg zum März

    xXxXxXxXxX
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    im zauberhaften Regenbogenland
    wo Königskinder mit dem Sternentaler
    sich kleine Träume riesig groß ermalern
    - knüpfen leise noch ein Freundschaftsband

    xXxXxXxXxX
    xXxXxXxXxXx
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    -Im Sonnenhof erstrahlt ein Licht ganz hell-
    bewundern leuchtend gelben Löwenzahn,
    den sie mit kurzem Leben bald bezahl'n

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    Wer streicht nun übers Bärenfell?
    Drei Tränen kullern nun ganz sachte
    Es bleibt nur ein Erinnern, wie sie lachten.

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    das metrum bricht an einigen stellen etwas aus, aber die stellen wirken auf mich gut gelenkt. Sie bringen beweglichkeit in ein allgemein gut durchgehaltenes metrum und wirken nicht deplaziert sondern lebendig.

    die zäsur in s2/ v3 zu v4 wirkt auf mich sehr authentisch und ist angenehm zu lesen.

    Das wortgebilde in der ersten terzette s3/v2 wirkte auf mich ein wenig künstlich und zu aufzählend „bewundern leuchtend gelben Löwenzahn“ es mag vom satzbau her richtig sein, wirkt aber etwas ungelenk auf mein empfinden. Fehlt da ein komma nach bewundern? Du weißt das ich im terrain interpunktion nicht so geschult bin, aber mir scheint es würde den satzbau etwas leserlicher gestalten und auflockern. Falls meine vermutung falsch ist, sieh bitte darüber hinweg, es erschien mir logisch, setzt aber keine richtigkeit voraus.

    Die elision in s3/v3 ist gut gewählt und erhält das metrum

    Die letzte strophe sticht metrisch sehr hervor und bricht aus sich heraus, was den weiterführenden gedanken sehr unterstützt.
    Im großen und ganzen muss ich sagen, das ich erstaunt bin, dein text hat mich sehr überzeugt und zu einem kommentar veranlasst. Ich danke dir dafür.


    Inhaltliche analyse
    Ich hoffe ich greife nicht zu weit vor, aber balthasar im bezug auf engel im urlaub und mit dem wissen das balthasar im hebräischen übersetzt soviel heißt wie„gott schütze sein leben“, das spricht mich persönlich sehr an...
    Egal wie es gemeint ist/war..ich danke dir für einen text, der mich dermaßen anspricht und aus der reserve lockt.


    Ein Balthasar mit großem Löwenherz
    betritt ganz elegant die Sternenbrücke
    um Kinderlachen nochmals zu entzücken
    auf ihrem allerletzten Weg zum März

    Nach sternenbrücke und entzücken jeweils ein komma?

    Balthasar wird nicht als lyr.ich personifiziert, bekommt also keinen hauptdarstellerischen charakter, er steht sehr in verbindung mit den anderen tropen, dabei kommt ein ganz spezielles gefühl des lesensin mir auf.
    Schöne bilder und gut gewählte tropen wie ich finde, auch wenn mir der zusammenhang der einzelnen noch nicht ganz klar wird.
    Die metaphorik der einzelnen wörter haben einen sehr kraftvollen inhalt und hintergrund, jede einzelne trope „balthasar, löwenherz, sternenbrücke, regenbogenland, sterntaler, sonnenhof und löwenzahn“ wirken auf mich sehr im einklang, obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten, das wundert mich und berührt mich zugleich.


    im zauberhaften Regenbogenland
    wo Königskinder mit dem Sternentaler
    sich kleine Träume riesig groß ermalern
    - knüpfen leise noch ein Freundschaftsband

    # Vor kurzem habe ich eine notwendige hintergrundinfo der autorin erhalten und sitze hier zum heulen und denke das der text im gesamten eine würdigung braucht...mit dem wissen der tropischen bezüge flammen in mir ziemlich starke bilder auf, die sich wohl nur auf diese weise entladen konnte, mein zuvor eingehendes beschäftigen mit dem text und die plötzliche erleuchtung durch die autorin sind wohl auslöser gewesen und ich muss sagen, der text gefällt mir immer mehr...

    um auf die einzelnen tropen im textbezug noch einmal zurückzukommen möchte ich das gefühl dahinter näher erläutern.
    „balthasar, löwenherz, sternenbrücke, regenbogenland, sterntaler, sonnenhof und löwenzahn“

    tropen und wirkung auf mich
    balthasar – hebräischer name, übersetzt „gott schütze sein leben“ bzw „gott schütze den könig“ könig ist aus meiner sicht jemand mit herrschaftsgewalt und entscheidungskraft...könig kann aber auch bildmalerisch als kind gesehen werden...viele mütter nennen ihr kind, einen kleinen könig da es sich bekannterweise alles erlauben kann...
    löwenherz – kraftvoll, edel, sanftmütig, energiegeladen (assoziation eines prinzen)
    sternenbrücke – verbindender charakter, unendliche ausmaße durch den bezug zum universellen gesamtbild und auch kinderhospiz
    regenbogenland – farbenfroh, lebendig, instabil und ergebnis des regens, was auch als trauerfluss gesehen werden kann aus meiner sicht „nach jedem regen kommt die sonne und die farbe des lebens weist uns den weg“ das fiel mir jetzt spontan dazu ein und musste einfach heraus
    sterntaler – altes kindermärchen, verarmte verhältnisse im bezug des märchens und hoffnungstragende, wie auch wunschmoment bedingte verbindung zum textlich inhaltlichem gefüge. Abermals kinderhospiz in mannheim, die verbindung der tropen wird somit klar und öffnet sich mir als leser sehr eingehend
    Sonnenhof – strahlende sonne, bauernhof, ferien auf dem bauernhof bei sonnenschein und auch hier ein hospitz in berlin...ein allgemein gesehener kinderwunsch durch ferien auf dem bauernhof wird erfüllt
    Löwenzahn – alte kinderserie, zarte blume die in reifezeit kleine schirmchen in die welt schickt, diese sind frei und werden vom wind verstreut um neues leben zu ermöglichen

    Die tropen sind allgemein betrachtet sehr an kraft und lebensfreude gebunden, assoziationstechnisch geben sie aufschluss auf ein gesamtbetrachtendes bildnis auf die hoffnung auf weiteres leben nach dem tode und jedes auf seine art und weise...
    Sehr tiefgreifend wie ich finde


    -Im Sonnenhof erstrahlt ein Licht ganz hell-
    bewundern leuchtend gelben Löwenzahn,
    den sie mit kurzem Leben bald bezahl'n

    Wer streicht nun übers Bärenfell?
    Drei Tränen kullern nun ganz sachte
    Es bleibt nur ein Erinnern, wie sie lachten.

    Reimtechnisch sah ich erst einige differenzen, allerdings sah ich es schnell als freien charakter des gesamttextes, weil es mir dann noch besser gefällt und für mich am text nachvollziehbar ist. Ein umarmender reim a, b, b, a in den quartetten, welcher binnenreimenden charakter hat, was mir noch inniger erscheint im bezug zum umarmenden.
    quartette
    S1 Löwenherz, sternenbrücke, entzücken, märz
    S2 regenbogenland, sternentaler, ermalern, freundschaftsband
    terzette
    S3 hell, löwenzahn, bezahl’n
    S4 bärenfell, sachte, lachten
    S3 und s4 zusammen betrachtet wirken durch den ersten reim in den je ersten zeilen sehr verbindend auf mich. Hell und bärenfell stellen eine weitere ebene der verbindung für mich dar und das strophenübergreifend und einheitlich.
    Löwenzahn – bezahl’n wirkt ein wenig unrein, was aber an der elision liegt, dennoch ist es ein möglicher reim, da die hauptbetonung auf „zahn“ und „zahl’n“ gelegt ist. Scheint etwas unsauber, aber ist eine einleuchtende lösung die den text für mein empfinden nicht mindert.
    Sachte – lachten hat abermals einen binnenreimenden charakter und ist als schlussmoment eines freilassenden augenblickes von kinderseelen innerhalb eines hospitzes und in anbetracht loslassender elternteile, die ein geliebtes kinderlachen nie wieder hören werden, sehr berührend.

    Durch die fehlende interpunktion an manchen stellen bekommt der text einen recht freien charakter, das sagt mir sehr zu.
    Ich liebe diesen text und habe ihn mehr als gerne gelesen.
    Das ende der bleibenden erinnerung des lachens kam wie ein knall und verfehlte nicht seine wirkung...vielen dank sternchen, ein wunderschöner text, der vielen seelen hoffnung und trost zu geben im stande ist und das meine ich ohne übertreibung
    Ich liebe deinen text, er hat mich sehr angesprochen sternchen
    Glg pringles
    Geändert von zuckerschnäuzchen (07.01.2009 um 13:56 Uhr)

  8. #8
    Sneaky Guest
    Hallo sternstaub,

    zur Form möchte ich nur kurz anmerken, dass es auch für mich kein Sonett ist. Da du Wikipedia zitiert hast, darf ich dann auf die Stelle verweisen, die dort auch steht? jambischer Pentameter mit männlicher oder weiblicher Endung.

    Der fehlt in S 4 Z1 und Z2.

    Beim Inhaltlichen bin ich schwankend. Einiges gefällt ohne wenn und aber, anderes ist hart an der Schmerzgrenze zur Schnulzigkeit.

    S 1
    wie kann man Lachen entzücken?

    ansonsten gefällt mir der Inhalt dieser Strophe, allerdings müsste es "seinem" heißen, nicht ihrem, da Satzsubjekt "das Kinderlachen" ist.

    S 2 Z 4
    unschöne Inversion

    S 3 Z 3
    den sie mit kurzem Leben bald bezahl' n

    schnulzig, da sie nicht den Aufenthalt mit kurzem LEben bezahlen sondern den Rest ihres Lebens dort verbringen können. bald ist ein Silbenfüller, die Elision ist speziell an der Stelle grausig.

    Die Hommage an die Palliativzentren finde ich als Idee sehr gut und teilweise ist der Text auch berührend. Aber der Titel, die seltsam formulierten Einschübe und die o.a. Tränendrüsenholzhammerstelle in S 3 sind nix für mich.

    Gruß

    Sneaky
    Geändert von Sneaky (08.01.2009 um 08:56 Uhr)

  9. #9
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    Hallo Sternchen,

    nur kurz meine Meinung zum Thema Sonett - oder nicht?
    Ein klassisches Sonett ist es definitiv nicht! - die Fehler wurden bereits aufgezeigt.
    Allerdings stehen hier je 2 Aussagen gegeneinander, denke ich.
    Falsches Reimschema, falsches Versmaß CONTRA korrekter Aufbau (2 Quartette, 2 Terzette), antithetischer Sonettcharakter - insofern ist es schwer von ist Sonett/ist kein Sonett zu sprechen.
    Ich sehe 2 Quartette und 2 Terzette, beim Reimschema drücke ich wohlwollend ein Auge zu - kurz: für mich ist es ein Sonett - allerdings mit Sicherheit kein klassisches!

    Liebe Grüße
    Picasu
    Ich bin definitiv nicht für diese Zeit gemacht.

  10. #10
    DerKleinePrinz* Guest
    Hallo,

    ich möchte meine Meinung nach der langen Diskussion (nicht nur hier im Faden) ein wenig ändern, und sagen, dass es kein klassisches Sonett ist, man es aber dennoch Sonett nennen darf.
    Ich denke das der Inhalt hier auf jeden Fall an erster Stelle stehen sollte, ich habe mich aber nur auf die Form versteift, entschuldige bitte Sternchen.

    Einsichtige Grüße
    Der Kleine Prinz*

  11. #11
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    Ich frag mal andersrum:

    warum sich nicht ein Stündchen hinsetzen, um die ungleichen Endungen mit pfiffigen Ideen glattzubügeln?

    Ich (der ich auch gerade Ersterfahrungen mit Sonetten mache) habe einige Zeit gebraucht, um meinen drei Sonetten saubere Endreime zu verpassen.

    Ich finde, es ist die Mühe wert (auch wenn man bei mir sicher ebenso über Qualität streiten kann...)

    Taktisch ist es vermutlich klug, zuerst einmal ein "reines" Sonett zu liefern.
    Wenn alle wissen, dass man es beherrscht, kann man Abweichungen leicht zur Variation erklären.

    So erinnere ich mich an den alten Computerspruch:
    It's not a bug, it's a feature...
    Beste Grüße - Thomas

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