1. #1
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    Vernunftgefühl



    Es sind nicht die Jahre, die uns trennen,
    auch nicht die Zeiten. Erleben prägte uns,
    in unsrem Sein. Dass wir es heute oft nur kläglich
    wieder schaffen, bedenkenlos und ohne Zweifel,
    glücklich sein, liegt wohl daran, dass wir wissen,
    dass Tiefe noch viel tiefer gräbt
    als, wie wir sie vom Hörensagen kannten.

    Aus Angst, dass all das Schöngefühl, Empfinden,
    die Zukunft wieder haltlos auf den Kopf uns stellt,
    verneinen wir, verschließen uns im Denken,
    und grübeln über alles und noch mehr,
    in jeder Kleinigkeit begraben wir die Möglichkeit,
    die wir als Vernunftenschluß dann präsentieren,
    weil was wir unter Tränen dann in unsre Köpfe schweißen,

    ist die Angst, noch einmal zu probieren,
    was unser Herz schon längst erkannte.
    Geändert von Behutsalem (11.01.2009 um 19:48 Uhr)
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  2. #2
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    @ Liebe Line

    Vernunft ist etwas, dem wir folgen sollten, doch wie oft machen wir das, was wir SOLLEN...?


    Uns trennen oft nur kleine Dinge,
    die unsichtbar, auf einmal groß,
    es ist ein Ausdruck eines Driften,
    wohin nur wollen wir denn bloß?

    Die Waage trennt nicht gut und böse,
    das Herz, es kennt Gefühle nur,
    die Logik, kalt, doch unbestechlich,
    die Seelenkluft in Dir ist pur?

    Vernunft, wir geben Dir den Vorzug,
    wir handeln streng nach Regelwerk
    ein Selbstbetrug der Seele intern,
    das Leben schreibt sich den Vermerk...


    © Maccabros


    Ganz liebe Grüße
    Ich schreibe um mir bewusst zu machen, was ich fühle und denke -
    beim Lesen versuche ich das WARUM zu ergründen...


    © Maccabros

  3. #3
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    Hallo Maccabros,

    ich habe in meinem Kommentar zu deinen Zeilen meine Bedenken eingeräumt
    und bin wie immer erstaunt was du mir unter meine Zeilen zauberst,
    genauso wie ich es auch bin dass ich dich so inspirieren kann.

    Behutsame und liebe Grüße,
    danke dir,Line
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  4. #4
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    @ Liebe Line

    Sprachlosigkeit ist etwas, was mich beim Lesen Deiner Zeilen sehr selten befällt - ich Danke Dir dafür.

    Liebe Grüße OHNE Grippe, die bei mir noch bekämpft wird

    Maccabros
    Ich schreibe um mir bewusst zu machen, was ich fühle und denke -
    beim Lesen versuche ich das WARUM zu ergründen...


    © Maccabros

  5. #5
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    209
    Liebe Line,


    Ein sehr schönes Werk das du hier wiedermal ablieferst.

    Ganz ohne Reim trägt dein Gedicht dennoch eine schöne Melodie beim lesen. Beeindruckende Technik !

    Ich konnte es sofort flüssig lesen und musste auch nicht zweimal lesen um mich reinzufühlen.

    Eines möchte ich besonders hervorheben:

    Zitat Zitat von Behutsalem


    in jeder Kleinigkeit begraben wir die Möglichkeit,
    die wir als Vernunftenschluß dann präsentieren,
    weil was wir unter Tränen dann in unsre Köpfe schweißen,

    ist die Angst, noch einmal zu probieren,
    was unser Herz schon längst erkannte.
    denn genau so fühlt es sich an



    findet seinen Weg zu meinen persönlichen Favoriten


    mfg

    Gleund
    Unkommentiert:

  6. #6
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    Hallo Maccabros,

    danke für deinen erneuten Kommentar.
    Wünsche dir baldige Besserung,
    liebe Grüße, Line

    Lieber Gleund,

    dich unter meinen Zeilen zu lesen freut mich besonders.
    Noch ein klein wenig mehr freut mich dass dich meine Zeilen
    auch ansprechen konnten.

    Ganz ohne Reim trägt dein Gedicht dennoch eine schöne Melodie beim lesen. Beeindruckende Technik !
    Wenn ich trauriges schreibe, dann braucht es bei mir selten einen Reim,
    wobei ich in vielen meiner Gedanken keinen Reim verwende. Ich versuche einfach das was ich fühle auf Papier zu bringen, manchmal gelingt es mir, manchmal hackt es an allen Ecken und Kanten... dieses Werk ist auch mir sehr
    ans Herz gewachsen und um so mehr freut es mich zu lesen dass es auch dich ansprechen konnte.

    Ich danke dir für deinen Kommentar und fürs damit beschäftigen.
    Behutsame und liebe Grüße,
    Line
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