Thema: Die Invasion

  1. #1
    ReinART Guest

    Die Invasion

    Die Invasion

    Wer war es, der mich einst hierher gebracht,
    auf einen Stern den niemand kannte?
    Er war so heiß - der Boden brannte -
    um Gnad bat ich, wurde aber ausgelacht.
    Blutroter Himmel, ohne Sonnenschein -
    so ließ er mich mit mir allein…

    Es brauchte lange Zeit bis ich begriff,
    dass hier mein Leben wohl zu Ende geht.
    Hielt anfangs Ausschau noch nach einem Sternenschiff.
    Um Hilfe hab ich Gott , der mich verließ, dann angefleht,
    dass er mich mög’ erlösen aus der Qual.
    Doch nichts geschah....
    und meine Hoffnung sank von Mal zu Mal-
    bis klar mir wurd’, dass ich für immer in der Hölle war.

    So hab ich mich dann irgendwann
    dem Schicksal hier ergeben,
    des’ Sinn und Zweck bis heut ich nicht verstehen kann.
    Ich fing dann an hier zu überleben
    und paarte mich mit jedem Tier,
    das lebte hier auf diesem Stern:
    So fühlt’ ich mich bald wohler hier.
    Die Erde wurd’ mir fremd - sie war so fern.

    So kam es dass ich Nachwuchs zeugte,
    ein neu’ Geschlecht auf diesem dunklen Stern.
    Ein jedes Tier voll Argwohn meinen Sohn beäugte,
    der bald sie unterwarf und so aufstieg zu ihrem Herrn!
    Den Kopf gehörnt, aus jedem Bein wuchs ihm ein Huf,
    voraus eilt ihm ein bitterböser Ruf.
    Ein finstres Reich hat er errichtet,
    in dem er jeden gleich vernichtet,
    der das nicht tat, wie er es von ihm wollte.

    Pech und Schwefel aus den Wolken flossen-
    am roten Horizont der Donner grollte.

    So hat sich bald die Brut, die ich gezeugt,
    schnell über diesen dunklen Stern ergossen-
    Gott selbst hat sich vor seinem neuen Herrn verbeugt!

    Es wurde dann ein Denkmal für mich aufgestellt:
    Zu Ehren des Begründers einer neuen Welt.

    Nun wird der dunkle Stern zu klein für unsere Herde,
    drum landen wir bald bei Euch auf der Erde.
    Von dort bin ich gekommen vor so langer Zeit
    und bin mir sicher: Ihr seid schon lang für uns bereit!!

    2007
    Geändert von ReinART (12.01.2009 um 11:13 Uhr)

  2. #2
    IngoRaup ist offline und immer schön in Bewegung bleiben >>>
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    Hallo Reinart,

    ich las die Invasion schon einmal. Zuerst denkt man ja - Däniken lässt grüßen, die Ausserirdischen landen, mit Neandertalern gepaart - alles klar.

    Die letze Strophe ist dann doch überraschend. Die Strophen könnten besser fließen, obwohl ich auch nicht genau weiß wie. Mal sehen, ob die anderen was dazu sagen.

    Liebe Grüße von Ingo

  3. #3
    ReinART Guest
    Hallo Ingo
    nein, nicht Däniken. Ist meine ausufernde Fantasie. Vielleicht haben mich 2 Jahre Mallorca zu diesem Gedicht animiert, wenngleich diese Insel wirklich keinen Anlass bietet, sich solche Gedanken zu machen. Versuche gerne Situationen hochzurechnen. So schrieb ich auch die Kurzgeschichte Flaschen post: http://www.gedichte.com/showthread.php?t=126251.
    Ich habe sehr viele Male an diesem Gedicht ausgebessert, es ist aber, wie Du richtig bemerkst, immer noch überarbeitungswürdig.
    Dank Dir für Deinen Kommentar
    Bis bald
    reinhard

  4. #4
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    Mar 2007
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    Laberweinting in Niederbayern
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    2.541
    Hallo Reinhard,
    als Sience-Fiktion-/ Fantasie-Fan ist mir dein Szenario natürlich nicht fremd. Insgeamt halte ich es aber doch für einen etwas zu starken Tobak. Sprachlich ist das Ganze auch noch etwas holprig und unlogisch:

    "So ließ er mich ..." Wer? gleich anfangs steht "Wer war es ..."

    "Ich fing dann an hier zu überleben" -> was tat er vorher?

    "und paarte mich mit jedem Tier, / das lebte hier auf diesem Stern:" -> das stelle ich mir bei manchen Tieren schwierig vor, von der Ethik ganz zu schweigen.

    "Gott selbst hat sich vor seinem neuen Herrn verbeugt!" -> na, da wäre ich gern dabei gewesen.

    Vielleicht kannst du ja mit meinen Hinweisen etwas anfangen und deinem Werk noch etwas mehr satirischen Touch verleihen.

    LG
    Perry

  5. #5
    ReinART Guest
    Hallo Perry
    der Protagonist weiß eben nicht, wer es war. Plötzlich war er einfach da
    Vielleicht paralysiert worden wer weiß? Vielleicht gebeamt?
    Was glaubst Du denn, wie der teufel entstanden sein muss, mit seinen Hörner, Hufen und anderen Attributen und den ansonsten doch so menschlichen Körper. Glaube, dass das das Ergebnis von Sodomie gewesen sein muss Was sollte mein junger Protagonist denn machen in dieser Lage?
    Eventuell haben sich ihm die dortigen Tiere in unkeuscher Weise genähert und er konnte dann irgendwann nicht mehr widerstehen?
    Aber Du hast recht. Ich selbst mag die Idee, die diesem Gedicht zugrunde liegt, wobei ich zugebe, dass es mir nicht recht gelungen ist. Werde es hoffentlich bald so zu Ende bringen, dass ich damit zufrieden sein kann.
    Dank Dir für Deinen Kommentar. Sehen uns hier bestimmt bald wieder
    Alles Gute
    reinhard

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