Thema: Moonlight

  1. #1
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    Moonlight

    Moonlight
    Für C.
    Unter dem Schein dieses hellen Wintermondes, selten in seiner Form,
    sagte SIE zu ihm, sieh´ hinauf
    Ist dies das Licht der ewigen Sonne in dieser zeitlosen Nacht,
    welches unser einsames Dasein voll erhellt?
    Keiner weiß es mit Bestimmtheit,
    auch wohin der Weg sie beide führen wird.

    Dieser eine Vollmond war ein Spiegel der Gefühle
    Sie erfahren auch eine warme, äußere Einstrahlung
    Ihre zärtliche Ausstrahlung ist immer da, sobald er SIE nur sieht
    wird er durch sie sanft berührt.

    Anders als der Mond, möchte er die Gefühle
    dieser Einstrahlung nicht bloß in irgendeine Richtung verlieren
    Er möchte sie tief in sich einschließen
    Sie werden stärker, können nicht unterdrückt werden
    Sie möchten diese in nur eine ersehnte Richtung zurückstrahlen dürfen
    Sie lassen einen nicht los und SIE ihn erst recht nicht mehr
    Sie bescheren ihm schlaflose Nächte
    seitdem er SIE das aller erste Mal sah.

    Kopfzerbrechen darüber wie es sich weiter entwickeln wird,
    ob SIE ihn überhaupt kennen lernen möchte
    Ihre einzigartige Ausstrahlung, das unbeschwerte Lächeln,
    den intensiven Augenaufschlag, die langsame, Sphinx-artige Bewegung ihres Kopfes
    sie alle haben ihn längst fest in ihren Bann.

    Er verspürt ein Verlangen, nur ihre Nähe zu spüren,
    ihr zartes Gesicht mit beiden Händen zu berühren
    und in diese eichendunklen Augen tief und lange hineinsehen zu können,
    damit der Funken überspringen mag

    Aller Anfang ist schwer, aber „aller Ende“ erst recht
    Die in ihm schlafende Sehnsucht wurde durch SIE erst erweckt
    Wird SIE ihn jemals so nah kommen lassen, wie dieser eine Vollmond es tat?

  2. #2
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    Bitte Rezensionen schreiben

    Hallo liebe Gedichte.com-Gemeinde,

    ich bin hier relativ neu, seit Sonntag als ich zum ersten Mal etwas hochgeladen habe, hat leider noch niemand dieses Free-Verse Gedicht wie auch mein anderes kommentiert.
    Ich bitte nun all diejenigen die dieses Stück gelesen haben und bereits öfters andere Gedichte kommentiert haben, vielleicht ein kurzes Statement dazu abzugeben.
    Für mich als Neuling hier, wäre dieses Feedback ernorm wichtig.

    Danke für eure Hilfe
    Beatpoet
    "I've seen the best minds of my generation, destroyed by madness, starving hysterical naked, dragging themselves through the negro streets at dawn, looking for an angry fix,
    angelheaded hipsters burning for the ancient heavenly connection to the starry dynamo in the machinery of night
    (...)"
    Howl

  3. #3
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    Hallo Beatpoet,

    leider muss ich Dich erst einmal auf die Grundregeln des Forums hinweisen, die zum einen besagen, dass pro Tag nur eine Neueinstellung in den Gedichterubriken vorgesehen ist, und zum anderen das Hochpushen der eigenen Texte durch Doppelposts untersagen. Vielleicht solltest Du auf die Grundregeln des Forums noch einmal einen Blick werfen, um unliebsames Auffallen künftig verhindern zu können

    Angesichts der beiden Texte, die ich eben überflogen habe, möchte ich Dich eigentlich vorab etwas fragen: Hast Du Dir, bevor Du diese geschrieben hast, einmal die Frage gestellt, was für Dich ein lyrisches Werk kennzeichnet, wo Du die formalen oder inhaltlichen Kriterien für ein Gedicht sehen würdest? Und hast Du Dich bereits mit lyrischen Texten auseinandergesetzt? Falls ja, welche Art Lyrik spricht Dich denn selbst an und warum könnte es sein, dass sie das vermögen? Findest Du in Deinem Text entsprechende Stilmittel, die Dich überzeugen?

    Ich persönlich würde das obige nicht als Gedicht bezeichnen wollen, da für mein Verständnis wesentliche Elemente fehlen, die ein solches ausmachen. Mir persönlich reicht die äußere Aufteilung in Zeilen und Strophen eben nicht aus. Abgesehen davon finde ich aber die Ausarbeitung auch für einen einfachen Text noch recht mangelhaft:
    Zeichensetzung: Mir scheint, Du kannst Dich nicht recht entscheiden, ob Du sie nun konsequent anwenden möchtest, oder nicht. Es ist in der modernen Lyrik durchaus statthaft (wenngleich es nicht meinem persönlichen Geschmack entspricht), auf die Zeichensetzung gänzlich zu verzichten. Nicht sinnvoll aber ist es, diese gefühlsmäßig in einen Text teils einzustreuen und teils wiederum wegzulassen – es wirkt schlicht schludrig ausgearbeitet und undurchdacht. Insofern würde ich diesbezüglich an Deiner Stelle noch einmal strikt Korrektur lesen.
    Großbuchstaben: Bestimmte Worte in Großbuchstaben hervorheben zu müssen, bedeutet eigentlich nichts anderes, als die sprachliche Ungeschicklichkeit des Autoren, diese alleine durch Satzkonstruktionen, durch inhaltliches Gewicht seinen Wünschen gerecht zu betonen. Letztendlich sind diese Großbuchstaben ein schriftliches Schreien, und dann versuche mal den Text entsprechend vorzutragen und innerhalb der normalen Betonung dies SIE derart hervorzuheben: Das Widerstrebt jedwedem Vortrag. Ein Gedicht sollte aber (bis auf wenige Ausnahmen im Rahmen der experimentellen Lyrik, die rein optisch zu überzeugen suchen) immer auch als Vortrag wirken und bestehen können. Versuche also auf solche Hilfsmittelchen besser zu verzichten.
    Ganz persönlich bin ich kein Fan, wenn englischsprachige Titel zu deutschen Texten gesetzt werden (bzw. überhaupt Sprachmischmasch betrieben wird). Sprachlich sollte ein Text in meinen Augen eine Einheit bilden – das ist natürlich Geschmackssache.
    Relativ ungeschickt empfinde ich hier Dein Arbeiten in der dritten Person: Die „er“ und „sie“ häufen sich in einer Form, dass ich irgendwann einfach die Lust verliere. Schaue Dir nur einmal Deine dritte Strophe rein optisch an und ich glaube, Du wirst selbst zu dem Ergebnis kommen, dass allein das schon gegen Deine Art, die Sätze zu strukturieren, spricht.


    Als Gedankensammlung finde ich diesen Text tauglich – es sind inhaltlich ein paar schöne Ideen darin und auch die eine oder andere Formulierung spricht mich an, wie zum Beispiel „eichendunkle Augen“. Allerdings wäre es noch ein weiter Weg, daraus nun ein Gedicht zu machen, das mich überzeugen kann. Vielleicht schaust Du Dich mal bezüglich der Vielzahl von Stilmöglichkeiten für lyr.Texte in unserem Sprechzimmer um, um ein paar Anregungen zu bekommen?

    Soweit erst mal in aller Kürze
    Nina
    .
    .

    "gesammelte Empfehlungen" von linespur
    Du vermisst einen Kommentar zu Deinem Gedicht?

    Genie ist weniger eine Gabe denn aus blanker Not geborener Erfindungsreichtum.
    Jean Paul Sartre

  4. #4
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    Hallo Nina,

    habe zunächst vielen vielen Dank für deinen so derart ausführlichen Kommentar und deiner Kritik zu meinen lyrischen Selbstzeugnissen. So in dieser Form hatte ich es natürlich nicht erwartet (im doppelten Sinne).
    Angesichts der Tatsache, dass ich hier neu war und durch mein Unwissen gegen die hiesigen Gepflogenheiten verstoßen hatte, nehme ich sie an. Ich denke, mir wird in diesem Zusammenhang damit auch keine böse Absicht mit meiner Bitte um Rezensionen in Form des "Doppelposts" und "hochpushen" unterstellt worden sein. Getrieben in diesem Forum von Neugier und von der Bitte zu Äußerungen zu meinem Gedicht, bin ich mit euren Konventionen in Konflikt geraten. Ich bitte dies auch im Hinblick des Kommentars eines anderen Mitglieds zu meinem anderen Gedicht and dieser Stelle zu entschuldigen.
    Gleichzeitig möchte ich auch meinen Standpunkt zur inhaltlichen und formalen Gestaltung meiner Werke ein wenig erläutern und deine Hinweise mir, wenn auch nicht ganz gegenkommentarlos, zu Herzen nehmen.
    Ich hoffe, du siehst meinen folgenden Kommentar nicht als etwas süffisantes an, denn so ist es nicht gemeint. Da ich gesehen habe, dass dich dieser ausführlicher Kommentar etwas an Zeit gekostet hat, werde ich auch höflich sein und dir ausführlich antworten.

    Dadurch dass du beide meiner Texte 'überflogen' hast, ensteht bei mir der Eindruch, dass die Einhaltung konventioneller, formaler und inhaltlicher Kriterien bei dir in Bezug auf Neulinge hier, eher im Vordergrund steht, als für mich selber z.B. die Ursachenforschung warum der Autor sich dazu veranlasst gefühlt hat, überhaupt dieses zu verfassen und wie er damit (wenn acuh formell anders) erreicht hat seine Gefühlswelt zu übermitteln. Ich bin aber überzeugt, dass beide Gebiete keine Dichotomie bilden, sondern eher gleichwertiger Diskurs einer Grundsatzfrage wären.
    Gewiss entspricht mein Selbstzeugnis nicht deinen Anforderungen von Gestaltung der äußeren Form; mir ist selber klar, dass im Vergleich zu anderen Gedichten es sehr gefüllt wirkt, aber mit der Gestaltung meiner Sätze ergibt sich nur jener Traditionsbezug zu der Lyrik mit der ich mich (wie du jetzt beantwortet siehst) bereits eingehend beschäftigt habe.
    Ich sehe meine Texte als etwas Experimentelles, Neuartiges an; nicht aufgrund dessen, dass ich mich über gängige Konventionen in der Gestaltung hinweg setze, sondern eher weil sie nur das Ausdrücken können, wie es in mir aussieht und mit welcher sprachlichen -für mich bilingualen- Welt (ähnlich wie bei Kerouac) ich mich auseinander setzen muss. Daher vielleicht auch der anderssprachige Titel, denn ich persönlich für schön abstrakt, aber ganz ansprechend befand.
    In Bezug auf meine Interpunktion möchte ich sagen, dass ich dabei unbewusst versucht habe eine Systematik einzubetten, die nicht von allen ohne Weiteres nachzuvollziehen ist. Die Verse sollen demnach grundsätzlich ohne Interpunktion auskommen. Nur wenn Kommata gesetzt werden, wollte ich eher eine Verknüpfung zum nächsten Vers schaffen. Die Strophen selber sollten nur am Ende alle jeweils durch Punkte inhaltlich voneinander getrennt werden um die Entwicklung des Inhalts besser zu verdeutlichen und damit voneinander abzugrenzen.
    Ich gebe dir recht, dass ich in der vorletzten Strophe dies nicht gemacht habe. Des Inhaltes wegen hätte ich auch eher erst am Ende der dritten Strophe meinen ersten Punkt gesetzt haben müssen.


    Großbuchstaben: Bestimmte Worte in Großbuchstaben hervorheben zu müssen, bedeutet für mich nicht eine sprachliche Ungeschicklichkeit des Autors, diese alleine durch Satzkonstruktionen, durch inhaltliches Gewicht seinen Wünschen gerecht zu betonen. Ohne dir damit zu nahe treten zu wollen, aber jedenfalls sind in meinem Selbstverständnis diese Großbuchstaben ebenfalls kein schriftliches Schreien, sondern reines gefühlsbetontes Hervorheben meines Subjekts. Dass mir die Abgrenzung dieses, meinen, Personalpronomens von der im Gedicht verwendeten 3.Person Plural und der nicht verwendeten Höflichkeitsform der 2.Person Singular in deinen Augen nicht gut gelungen ist, bleibt an anderer Stelle zu diskutieren.
    Wenn ich geschrien haben wollte, dann hätte ich mich sicherlich anderweitigen Mitteln bedient und vielleicht Ausrufungszeichen gesetzt und Wiederholungen verwendet wie z.B. "SIE! SIE! SIE!".
    zum Thema deines verwendeten Begriffs 'Sprachmischmasch' kann ich nur feststellen, dass du zu der Gruppe (für mich völlig ok!) der Puristen gehörst, von der ich aber noch nicht weiß in wie weit sie sprachhistorisch vorgebiltet ist und das in Bezug auf Sprachentwicklung völlig normale Phänomen des Substrats in seiner heutigen Ausprägung überhaupt akzeptierst. Deseiteren kann ich nur vermuten, dass du mit deinem nicht akkurat gewählten Begriff eher soetwas wie die linguistische Fachbegriffe Code-Switching und Code-Mixing beschreiben wolltest. Dahingehend kann ich dich aber beruhigen, ich bediene mich in meiner Alltagssprache sehr selten dieser Mittel und in meinen Textzeugnissen gar nicht. Für bilinguale Sprecher sind C.-S. und C.-M. übrigens eher ein Hilfmittel, welches ihnen einiges im Alltag erleichtert.
    Ich sah auch die Fremdsprachen-Sektion dieses wunderbaren Forums, aber nur weil ich einen anglophonen Titel wählte, ist meines Erachtens nach eher etwas Neuartiges geschafften und weniger eine Harmonie zerstört.

    Bezüglich meiner dritten Strophe kann ich nur mein Bedauern ausdrücken, dass du die von mir gerade beabsichtigte Intensität und Climax meines Gedichts darin verkennst und dich an der Hervorhebung von 'SIE' störst.

    Ich danke dir dennoch, bei aller Gegenargumentation, dass du dir die Zeit genommen hattest auch dieses zu lesen. Es freut mich, dass du immerhin dem Gedicht als Gedankensammlung, wie 'eichendunklen' etwas für dich positives abgewinnen konntest. Bei Gelenheit werde ich mal das 'Sprechzimmer' konsultieren.

    In diesem Sinne, wünsche ich dir
    all the best,
    Juan
    "I've seen the best minds of my generation, destroyed by madness, starving hysterical naked, dragging themselves through the negro streets at dawn, looking for an angry fix,
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    Howl

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