Thema: Wie im Traum

  1. #1
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    Wie im Traum

    Kalt ist die Nacht.
    Kalt glitzern die Sterne.
    Kalt spühr ich den Schnee.
    Sanft fällt er auf meine Hand.

    Ein leises Rauschen von den Blättern.
    Ein leises Rascheln aus dem Gras.
    Ein leises Tropfen von kühlem Nass,
    Welches fällt hinab wie der Schnee.

    Und hier sitzt du.
    Und dort sitze ich.
    Und die Sterne funkeln.
    Glitzern über unseren Köpfen.

    Die Sehnsucht wächst.
    Die Sehnsucht nach Wärme.
    Die Sehnsucht nach Stille.
    Und ich berühr deine Hand.

    Es strömt in die Hand.
    Es strömt durch den Arm.
    Es strömt durch den Körper.
    Erfüllt uns beide.

    Ein langer Blick.
    Ein Blick voll Erwartung.
    Ein Blick voll Hoffnung.
    In deine warmen Augen.

    Und dann strömt es fort.
    Und löst sich auf.
    Und verliert sich im Dunst.
    Lass mich nicht allein.

    Die Wahrheit kehrt zurück.
    Die Gedanken werden klar.
    Die Welt versinkt im Grau.
    Und es zieht wieder fort.

    Doch ich weiß.
    Und ich Hoffe.
    Bald wird es rein.
    Bald wird es klar.
    Bald wird es sein.

    Und sehnsüchtig erwarte ich den Momment...


    (gewidmet)
    Geändert von Icegloo24 (13.01.2009 um 06:24 Uhr)

  2. #2
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    Bewegung und Entwicklung erkennbar

    Hallo Icegloo24,

    erst einmal möchte ich meine Bewunderung für dein Gedicht ausdrücken, indem du mit kurzen und prägnanten Sätzen auch besonders mithilfe von Natur-Metaphern die Diskrepanz des lyrischen Ichs zu dem Subjekt verdeutlichst.
    Ich finde dein Gedicht auch deswegen besonders gelungen, da es eine Bewegung zeigt und eine Entwicklung durchmacht von gefühlter Kälte zu kurzer Wärme und und Nähe bis hin zur (rationalen) Resignation, obwohl die Hoffnung am Ende dennoch bestehen bleiben möchte.
    Ich weiß nicht warum, aber in diesem Punkt scheinen wir etwas gemeinsam zu haben. Ich bin auch relativ neu hier und meine zuvor hochgeladenen Gedichte kommen deinem Standpunkt doch sehr nah.

    Vielleicht möchtest du dir die zwei Stücke auch durchlesen und kannst mir auch kurz deine Meinung äußern, inwiefern du Parallen siehst oder nicht?

    Vielen Dank!
    Beatpoet
    "I've seen the best minds of my generation, destroyed by madness, starving hysterical naked, dragging themselves through the negro streets at dawn, looking for an angry fix,
    angelheaded hipsters burning for the ancient heavenly connection to the starry dynamo in the machinery of night
    (...)"
    Howl

  3. #3
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    Hallo Beatpoet

    Schön, dass dir mein Gedicht gefallen hat. Ich denke, deine Gedichte werden mir bestimmt auch gefallen Ich werde sie mir bei Gelgegenheit gern mal ansehen und meine Kommentare druntersetzen.

    Ich denke, dass allein auch schon die Interpretation des Gedichtes, die du hast meiner eigenen ziemlich ähnelt. Bei Gelgegenheit kannst du dir auch mal das Gedicht "Die Schlucht" unter Trauriges mal ansehen. Ist eigentlich so ein Gedicht von mir, welches mich am meisten anspricht.

    Mit freundlichen Grüßen Claudius

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