Thema: Yin und Yang

  1. #1
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    44

    Yin und Yang

    Ach – guter Freund, Du solltest herzlich lachen,
    wenn über Dir die Sonnen scheint;
    Du doch hast keinen Grund es nicht zu machen,
    wenn sich der Himmel grau verhüllt und weint.

    Stell Dir doch einmal vor es bliebe
    all das, was Du als angenehm erlebst
    wie Reichtum, Wohlergeh’n und Liebe,
    wonach Du insgeheim doch strebst,

    Das bliebe ewig so und unverändert stehen,
    Du wüsstest nichts von Hass und Angst und Armut
    und was die Seele schmerzt und was Dir wehtut,
    obwohl du hören kannst und sehen.

    Wie könntest Du das Hell beschreiben,
    wenn Dir das Dunkel völlig unbekannt ? –
    Und würdest Du als Fisch im Wasser treiben,
    Du wüsstest nichts von Wolken, Wind und weitem Land;

    So wie Du All und Ewigkeit nicht kennst,
    weil nichts für Dich vergleichbar ist,
    So, wie Du die Allmacht Herrgott nennst,
    weil ’s nichts gibt, was man an ihm misst.

    Doch nur weil Dich der große Geist wollt ahnen lassen,
    daß Du nicht ganz allein bist – hier, auf dieser Welt,
    so gab er Dir zu allem sinnlichen Erfassen
    ein gut geeignet Gegenteil – bis hin zum blauen Himmelszelt.

    Dich erfrischt das Licht des Tages,
    weil in der Nacht Dein Auge ruht.
    Drum – guter Freund – ertrag‘ es;
    so wie es ist, so ist es gut !

  2. #2
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    Beiträge
    23
    Guten Abend Didymus,

    Für einen langen Kommentar bleibt mir leider keine Zeit, drum halt ichs kurz:
    Gefällt mir ganz gut, ein wenig lang für meinen Geschmack

    Vorletzte Strophe, zweiter Vers: "daß" --> "dass"

    Und hier stimmt die Metrik nicht:

    So, wie Du die Allmacht Herrgott nennst,
    Ich glaube du willst das "wie" betont, aber "All-" auch:
    Vorschläge:
    "So, wie Du Allmacht Herrgott nennst" (gleichviele Silben wie der nächste Vers)
    oder
    "So, wie Du deine Allmacht Herrgott nennst" bzw. "So, wie du Allmacht deinen Herrgott nennst" (gleichviele Silben wie der vorherige Vers)

    Gruß,
    C.S.
    Freue mich über Kommentare:
    Der Mond

    Frühlingsnacht

    Drei-Minuten-Prosa: Verfluchtes rotes Licht

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