1. #1
    DerKleinePrinz* Guest

    Im fremden Körper

    Im fremden Körper


    „Frag‘ Mami, der weiß das!“
    rufen sie im dummen Hohn
    und ich seh‘ in deine Augen –
    ach, es tut so weh mein Sohn,

    dich zu sehen, wenn ich lüge,
    dich zu spür’n mit falscher Haut –
    wenn du mich dann hilflos anschaust
    werden Seelenstimmen laut,

    die mich leise weinen lassen,
    denn mein Körper ist mir fremd,
    doch für dich will ich mich hassen,
    auch wenn mich dein Blick verbrennt.



    24. Januar 2009
    Geändert von DerKleinePrinz* (12.02.2009 um 23:36 Uhr)

  2. #2
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    Hallo kleiner Prinz mit Stern;

    Dein Werk geht total unter die Haut;
    Wie oft kommt es vor, das unsereiner sich in seiner Haut nicht wohlfühlt, weil da ein Pikel und dort ein wenig zu viel Gramm Fett haften...
    Wie schlimm muss es erst sein wenn man für sich fühlt, dass man im falschen Körper lebt..
    Ich mags mir für mich nicht vorstellen müssen, welche Seelenqualen diese Menschen ausleben, weil sie eben nicht das verkörpern können, "dürfen", wer sie in Wirklichkeit sind ... aus Scham vor dem Gerede, vor dem Nichtverstehen...und.. und.. und..



    Dein Werk finde ich sehr, sehr tiefsinnig, wehmütig und ich kann dir eigentlich nur dazu gratulieren, wenns auch reichlich doof klingt, das gratulieren.. aber du hast hier ein Tabuthema angesprochen und das auf eine sehr lebensnahe Art..

    Behutsame und liebe Grüße,
    Line
    Mein NeuestesVom Himmel
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    ©auf alle meine Werke
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  3. #3
    DerKleinePrinz* Guest
    Liebe Line

    Vielen Dank für dein Lob, wie du weißt, lag mir das Thema sehr am Herzen, umso mehr freut mich deine positive Rückmeldung. Besonders den ersten Satz von dir kann ich sofort unterschreiben:

    Wie oft kommt es vor, das unsereiner sich in seiner Haut nicht wohlfühlt, weil da ein Pikel und dort ein wenig zu viel Gramm Fett haften...
    Wie lächerlich muss es für solche Menschen oder für Menschen mit einer schweren Krankheit sein, wenn sie andere Leute sehen, die sich über ihr Aussehen beschweren oder sogar damit noch in Vergleich treten (Germanys Next Topmodel usw.) - ich glaube solange es sowas gibt wird die Menschheit nicht besser werden.

    Liebe und Dankende Grüße
    Der Kleine Prinz*

  4. #4
    IngoRaup ist offline und immer schön in Bewegung bleiben >>>
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    Fremde Körper sind nicht für immer

    Hallo Kleiner Prinz, der bei den Weinbergen lebt!

    Hast Du gut gemacht, die saubere Dichtung!

    Nun könnte es fast bei Nachdenkliches und Philosophisches stehen, weil -ich beziehe mich jetzt auf den Inhalt- der Hass nicht zugelassen werden muss.

    Personen die sich selbst annehmen, denen kann eigentlich niemand wirklich die Selbstachtung nehmen. Ich finde Dein Werklein passend zu meinem -The Queer Factor- (keine Werbung, höchstens Gedankengleichheit)

    Eine erholsame Nacht, viele Einfälle und interessante Verse wünscht Dir herzlich Ingo

  5. #5
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    Hallo Kleiner Prinz,

    ein solches Thema in einem Gedicht zu verarbeiten, bedarf schon einigen Mutes. Ich finde, du hast es sehr gut geschafft über diesen Dialog zwischen einem Elternteil und seinem Kind. – Aber gerade dann, wenn sogar Kinder involviert sind in dieses Thema, wird die Problematik noch viel weitgehender. Das Problem, im Körper des falschen Geschlechts zu stecken, ist allein für sich betrachtet schon groß genug.

    Kurz zum Formalen: Du weißt selbst, dass das Metrum in deinem Gedicht ein paar Stolperer besitzt – und einen unsauberen Reim in Strophe 3. Aber ich glaube, darauf kam es dir bei diesem Gedicht auch gar nicht so sehr an. Und ich selbst halte mich daran auch nicht so sehr auf. (Ich schreibe dies wohl nur, weil wir uns hier in einem Gedichteforum befinden.)

    Dein Gedicht fordert den Leser/die Leserin eher aufgrund seines Inhalts. Ich bin keine Psychologin und muss gestehen, dass es mich befremdet, wenn Menschen, die sich in ihrem angeborenen Geschlecht nicht zu Hause fühlen, sogar dazu entschließen, ihren Körper chirurgisch verändern, anpassen zu lassen. Das ist ein im wahrsten Sinne des Wortes einschneidender Schritt. Wie sehr müssen Menschen unter ihrem falschen Geschlecht wohl leiden, dass sie zu solch einem Schritt bereit sind? Ich kann es nicht nachvollziehen, dass sich ein Mensch mit seinem angeborenen Geschlecht so wenig anfreunden kann. (Vor 30, 40 Jahren hätte man den Schritt der Geschlechtsanpassung nicht gehen können, sondern wäre wohl gänzlich verzweifelt – oder vielleicht doch nicht?) Es gibt wohl einige, die sich geschlechtsangepasst nun sehr glücklich fühlen. Andere schaffen es nicht so weit. In vielen Fällen wohl muss man, wenn man den Schritt der Geschlechtsanpassung geht, ein großes Stück seines bisherigen Lebens aufgeben. Man muss ein neues beginnen.

    Mir wird nicht ganz klar aus deinen Zeilen, wie weit die Geschlechtsanpassung vom Sie zum Er oder vom Er zum Sie bereits fortgeschritten ist. In Strophe 1 heißt es „Frag Mami, der weiß das“. In Strophe 2 lügt der Elternteil. Will er die Welt außerhalb der Familie belügen? Eigentlich tut er es doch nicht mehr, denn offensichtlich ist der Wandel bereits nach außen sichtbar. Oder belügt er „nur“ das eigene Kind? Jedenfalls ist die innere Zerrissenheit des Elternteils zwischen dem eigenen Wollen und dem, was dieses Wollen beim eigenen Kind auslöst, sehr schön angedeutet. Ein Kind, das seinen Elternteil in einer bestimmten (gesellschaftskonformen) kennen lernte, vermag sich nur schwer mit einem solchen Rollenwandel abzufinden.

    Es könnte auch sein, dass der „falsch gepolte“ Elternteil im Augenblick der Handlung des Gedichts sich noch nicht entschlossen hat, das Geschlecht anzupassen, sondern sich nur durch äußere Anpassungen wie Kleidung, Frisur dem innerlich empfundenen Geschlecht annähert. Aber auch dies löst bereits genügend aus in der unmittelbaren Umwelt.

    Wie du siehst, haben mich deine Zeilen sehr zum Nachdenken angeregt. Auch wenn ich zugestandenermaßen bei dieser Thematik wohl eher im Dunkeln tappe. Vielleicht wär’s am besten, einfach ganz derb zu sagen: „Scheiß drauf. Jeder soll das Geschlecht haben, das er in sich fühlt. Und wenn es heute möglich ist, das äußere Geschlecht dem inneren, gefühlten anzupassen, dann soll es auch passieren dürfen. Die Gesellschaft wird das auch noch lernen. Sie hat schon anderes gelernt.“

    Herzlich
    Honigblume

  6. #6
    DerKleinePrinz* Guest
    Hallo

    Lieber Ingo,
    herzlichen Dank für dein Lob und deinen Kommentar. Ich sehe dieses Gedicht nur hier im Traurigen gut aufgehoben, ich bin mir nicht ganz sicher ob du verstanden hast, dass es hier um eine Transsexuelle geht. Trotzdem schön das du hier warst.

    Liebe Grüße dir
    Der Kleine Prinz*

    ~~~

    Liebe Honigblume,
    über deinen Kommentar habe ich mich riesig gefreut, da du eine der wenigen bist, die meine Zeilen ohne vorherige Erklärung verstanden hat.

    Kurz zum Formalen: Du weißt selbst, dass das Metrum in deinem Gedicht ein paar Stolperer besitzt – und einen unsauberen Reim in Strophe 3.
    Ja, die Sache mit dem unsauberen Reim habe ich in Kauf genommen, metrische bzw. wortmelodische Ausrutscher eigentlich nicht, wo siehst du da Probleme?

    Ich bin keine Psychologin und muss gestehen, dass es mich befremdet, wenn Menschen, die sich in ihrem angeborenen Geschlecht nicht zu Hause fühlen, sogar dazu entschließen, ihren Körper chirurgisch verändern, anpassen zu lassen.
    Dieses Gefühl habe ich auch, ich denke das ist eine normale Reaktion und es ist garnicht so leicht solche Menschen zu akzeptieren, aber wenn man sich darüber Gedanken macht schafft man es dann vielleicht doch.

    In vielen Fällen wohl muss man, wenn man den Schritt der Geschlechtsanpassung geht, ein großes Stück seines bisherigen Lebens aufgeben. Man muss ein neues beginnen.
    Ich wage es bei diesem Thema kaum mir ein Urteil zu bilden, um niemanden zu Nahe zu treten, ich kann nur meine Vorstellungskraft und meine nur geringe Erfahrung auf diesem Gebiet sprechen lassen, aber die Menschen die ich kennengelernt haben durch die Geschlechtsumwandlung ihr Leben eigentlich verloren. Ich habe jemanden kennengelernt, der ein Mann war, jedoch in einem Frauenkörper und so entschloss er sich Hormone zu nehmen und chirurgische Eingriffe über sich ergehen zu lassen, weil er es einfach nicht ausgehalten hat in seinem Körper. Nunja, jetzt ist er blind und sein Gesicht ist vor lauter Pickeln und Auswüchsen kaum wiederzuerkennen, das ist jetzt sein Schicksal und es war von Anfang an schwer.

    Mir wird nicht ganz klar aus deinen Zeilen, wie weit die Geschlechtsanpassung vom Sie zum Er oder vom Er zum Sie bereits fortgeschritten ist.
    Ich habe mir das so gedacht, dass die Frau (körperlich) ein Kind bekommen hat, jedoch im Geiste ein Mann ist, und deshalb mit Männerkleidung rumläuft und wahrscheinlich auch schon Hormone nimmt.

    In Strophe 1 heißt es „Frag Mami, der weiß das“.
    Das ist die Anspielung auf einen Witz, der folgendermaßen lautet:

    "Papi, Papi? Was ist eigentlich eine Transe?"
    "Keine Ahnung, frag' Mami, der weiß das!"

    Ich muss ehrlich sagen, dass dieser Witz bisher zu meinen Lieblingswitzen gehörte, aber wenn man sich darüber Gedanken macht ist das wirklich niveaulos und herabwürdigend.

    In Strophe 2 lügt der Elternteil. Will er die Welt außerhalb der Familie belügen? Eigentlich tut er es doch nicht mehr, denn offensichtlich ist der Wandel bereits nach außen sichtbar. Oder belügt er „nur“ das eigene Kind?
    Ja, hier wird das Kind belogen, bzw. kann man dem Kind noch nicht die Wahrheit sagen, da es in dem Alter noch garnicht versteht was da passiert, deshalb schaut es hilflos fragend zu Mutter auf.

    Soweit erstmal von mir, ich hoffe ich bin niemanden zu Nahe getretet, da ich wiegesagt nur aus geringer Erfahrung mit der Thematik sprechen kann und ich dennoch den Versuch wagen wollte, mich in die Situation eines solchen Menschen hineinzuversetzen.

    Danke liebe Honigblume für deinen durchdachten Kommentar

    Liebe Grüße
    Der Kleine Prinz*

  7. #7
    IngoRaup ist offline und immer schön in Bewegung bleiben >>>
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    Kinder, das Anpassen und Transgender

    Du, ich meine Transsexuelle fühlen sich nach gewisser Selbstwahrnehmung nicht schlechter als andere Leute. Also alle verschiedenen Transgender müssen nicht unklücklich sein. Sie sind sogar etwas besonderes.

    Klare Transidentität ist da schon weit schwieriger zu ertragen, wobei die Betroffenen es als regelrechte Erlösung betrachten, eine mögliche Umwandlung zu erfahren. Dabei wäre wiederum ein eigenkörperlicher Kinderwunsch vorher rein zufällig.

    Grüße von Ingo

  8. #8
    ReinART Guest
    Hallo Kleiner Prinz
    dann melde ich mich, wie schon bei einigen deiner Gedichte zuvor, auch mal wieder zu Wort.
    Ich kann mich nicht damit anfreunden. Es kommt mir so vor als wenn Du versuchst, Dich in die Situation einer Transe hineinversetzen zu können . Das geht so furchbar schwülstig ab, dass ich mehr Mitleid für den empfinde, der glaubt, hier eine Ahnung von etwas zu haben wovon er , wie er selbst sagt, nichts weiß. Ich empfinde es als anmaßend. Gut, Du kannst Dein LyrI machen lassen was es will, aber es kommt so furchtbar gewollt und unauthentisch rüber . Irgendwie wie ein Pädagoge, der alles nur theoretisch zu fassen vermag.
    Was mir nun gar nicht einsichtig ist, ist der Spruch:
    doch für dich will ich mich hassen,
    Wow, das ist stark. Er/Sie will sich für seinen / Ihren Sohn hassen.
    Er/Sie sollte sich für sein/ihr Kind lieben lernen oder den Schritt machen und sich einer OP unterziehen.
    dich zu spür’n mit falscher Haut –
    Das hast Du wohl assoziiert von: ich fühl mich nicht wohl in meiner Haut. Das hat aber eine ganz andere Bedeutung. Das sage ich auch, wenn eine Situation unangenehm ist, aber in diesem Zusammenhang doch sehr konstruiert und oberflächlich.
    In falscher Haut wäre da schon etwas besser- aber lass auch dies.
    Sei mir nicht böse, mir gefällts nicht. Dies schreibe ich nicht, weil Du mit meinen Gedichten nichts oder wenig anzufangen weißt, sondern es ist meine ernste Meinung, die ich jedem anderen genauso geschildert hätte.
    Ach ja: Du gehst noch auf das Alter des Kleinen ein, der noch nichts wissen kann von der Problematik. Aber seine Altersgenossen, verhöhnen ihn schon in dummen Hohn- auch sehr grenzwertig der dumme Hohn. Kinder sind Kinder und manchmal vielleicht grausam auf ihre Art und aus unserer Perspektive- aber ihnen dummen Hohn zu unterstellen....ich weiß nicht
    Lieben Gruß
    reinhard

  9. #9
    DerKleinePrinz* Guest
    Guten Morgen

    Lieber Ingo,
    vielen Dank für deine erneute Rückmeldung.

    Du, ich meine Transsexuelle fühlen sich nach gewisser Selbstwahrnehmung nicht schlechter als andere Leute.
    Wie gesagt kann ich nur aus geringer Erfahrung sprechen, die zwei Menschen die ich persönlich näher kennenlernen durfte haben sich in ihrer Haut sehr schlecht gefühlt.

    ~~~

    Lieber Reinhard,

    schön, dass du hier reingeguckt hast

    Das geht so furchbar schwülstig ab, dass ich mehr Mitleid für den empfinde, der glaubt, hier eine Ahnung von etwas zu haben wovon er , wie er selbst sagt, nichts weiß.
    Wenn du weiter oben nochmal liest wirst du feststellen, dass ich vom reinen Unwissen sprach, sondern dass ich es nicht wage mir ein Urteil zu bilden. Wie gesagt habe ich zwei Menschen kennengelernt die an dieser Geschlechtsidentitätsstörung leiden. Beide waren am Rande ihrer Existenz und somit kann ich, so denke ich zumindest, versuchen,mich in deren Lage zu versetzen, ob du deswegen Mitleid mit mir hast ist dir überlassen

    Ich empfinde es als anmaßend.
    Warum?

    Du kannst Dein LyrI machen lassen was es will, aber es kommt so furchtbar gewollt und unauthentisch rüber .
    Das kann natürlich sein, was dann wohl an der sprachlichen Umsetzung liegen könnte, welche deinen Geschmack nicht traf.

    Was mir nun gar nicht einsichtig ist, ist der Spruch:
    Zitat:
    doch für dich will ich mich hassen,

    Wow, das ist stark. Er/Sie will sich für seinen / Ihren Sohn hassen.
    Er/Sie sollte sich für sein/ihr Kind lieben lernen oder den Schritt machen und sich einer OP unterziehen.
    Ich habe mir das so gedacht:
    Die Frau - zu Mann Transsexuelle schafft es nicht in ihrem, bisher noch Frauen-, Körper klarzukommen, sie hasst sich, vorallem den Körper. Aber sie liebt ihren Sohn über alles, deshalb nimmt sie dieses Leid in Kauf.

    Zitat:
    dich zu spür’n mit falscher Haut –

    Das hast Du wohl assoziiert von: ich fühl mich nicht wohl in meiner Haut. Das hat aber eine ganz andere Bedeutung. Das sage ich auch, wenn eine Situation unangenehm ist, aber in diesem Zusammenhang doch sehr konstruiert und oberflächlich.
    Das habe ich assoziiert von "im falschen Körper sein". Mir wird nicht ganz klar wieso das oberflächlich sein soll?

    In falscher Haut wäre da schon etwas besser- aber lass auch dies.
    Das verstehe ich nicht, tut mir Leid.

    Sei mir nicht böse, mir gefällts nicht.
    Bin ich nicht

    Ach ja: Du gehst noch auf das Alter des Kleinen ein, der noch nichts wissen kann von der Problematik. Aber seine Altersgenossen, verhöhnen ihn schon in dummen Hohn- auch sehr grenzwertig der dumme Hohn.
    Nein, der Hohn geht von Erwachsenen aus, nicht von den Altersgenossen des Kindes.

    Danke dir nochmal für deine ehrliche Meinung, ich hoffe ich konnte ein paar Missverständnise aus dem Weg räumen.

    Liebe Grüße
    Der Kleine Prinz*

  10. #10
    ReinART Guest
    Hallo Kleiner Prinz
    nicht ganz oder gar nicht. Das Gedicht kommt weiterhin etwas unambitioniert und teilweise konstruiert rüber. Aber ich schrieb Dir ja schon, dass meine Meinung nicht zählt. Der Autor soll sein Werk gut finden und wenn Du es tust und so empfindest, ist es vollkommen o.k.
    Wenn es dann aber gepostet ist, wird es meist unterschiedliche Reaktionen auslösen. Und wie Du siehst, stehe ich mit meiner Meinung ganz alleine da
    Freue mich auf Dein nächstes Gedicht. Das wird mir dann gefallen .
    Ach ja: falsche Haut. Es ist so umgangssprachlich und meint eigentlich etwas ganz anderes. Das Problem liegt doch viel tiefer als an der hautenen Oberfläche.
    Und ob die Erwachsenen so reagieren: ich weiß nicht, ich weiß nicht. Sehr gewagt. Hört sich mehr wie Kindersprache...
    Lieben Gruß
    reinhard

    So, nun war ich noch eine Stunde weg und da schoss es mir in den Kopf:
    Niemals habe ich von jener betroffenen Zielgruppe gehört, dass sie gesagt hätte: ich fühle mich nicht wohl in meiner Haut, sondern immer nur: ich fühle mich nicht wohl in meinem Körper.
    Das ist es was ich Dir in einer PN schon mal mitzuteilen versuchte. Das nenne ich lyrische Vergewaltigung! Zugunsten des Reimes und des gedichtes so sensible Punkte hinzubiegen, dass der Reim passt!
    Alles Gute
    reinhard
    Geändert von ReinART (26.01.2009 um 15:44 Uhr)

  11. #11
    DerKleinePrinz* Guest
    Lieber Reinhard

    Aber ich schrieb Dir ja schon, dass meine Meinung nicht zählt.
    Natürlich zählt deine Meinung, sonst bräuchtest du sie ja nicht kundtun. Eine Meinung ist etwas persönliches, sie gehört dir, ich sehe da kein Problem. Wenn dir mein Gedicht also nicht gefällt, finde ich es gut, dass du mir das sagst.

    Wenn es dann aber gepostet ist, wird es meist unterschiedliche Reaktionen auslösen. Und wie Du siehst, stehe ich mit meiner Meinung ganz alleine da
    Nein, stehst du nicht, es gibt einige die ähnlich abgeneigt sind, wahrscheinlich aus anderen Gründen, aber sie haben es hier nicht geschrieben.

    Freue mich auf Dein nächstes Gedicht. Das wird mir dann gefallen
    Wenn du das jetzt schon weißt, kann ich die Ehrlichkeit deines nächsten Kommentars zu einen meiner Gedichte gut einschätzen

    Ach ja: falsche Haut. Es ist so umgangssprachlich und meint eigentlich etwas ganz anderes. Das Problem liegt doch viel tiefer als an der hautenen Oberfläche.
    Wie gesagt, in meinem Gedicht war das keinesfalls oberflächlich gedacht oder gemeint.

    Und ob die Erwachsenen so reagieren: ich weiß nicht, ich weiß nicht. Sehr gewagt. Hört sich mehr wie Kindersprache...
    Weiter oben in meiner Antwort auf den Kommentar von Honigblume habe ich schon eine Erklärung zu den ersten beiden Zeilen abgegeben. Da heißt es, dass die erste Zeile auf einen Witz über Transsexuelle basiert und die zweite dann logischerweise direkt auf die erste. Insofern ist es klar, dass hier von Erwachsenen (was für mich auch Jugendliche mit einschließt) die Rede ist.

    So, nun war ich noch eine Stunde weg und da schoss es mir in den Kopf:
    Niemals habe ich von jener betroffenen Zielgruppe gehört, dass sie gesagt hätte: ich fühle mich nicht wohl in meiner Haut, sondern immer nur: ich fühle mich nicht wohl in meinem Körper.
    Das ist es was ich Dir in einer PN schon mal mitzuteilen versuchte. Das nenne ich lyrische Vergewaltigung! Zugunsten des Reimes und des gedichtes so sensible Punkte hinzubiegen, dass der Reim passt!
    Hier sehe ich den Sachverhalt völlig anders als du. Zum einen habe ich auf keinen Fall bewusst den Inhalt dem Reim untergeordnet, ich denke das hier im Gedicht eine gute Balance vorhanden ist. Hätte ich nicht ansonsten in der letzten Zeile "Hemd" oder etwas ähnliches auf "fremd" gereimt, nur um den Reim hinzubiegen, wie du es nennst? Ich denke hier liegst du falsch.
    Wenn du nochmal das Gedicht anschaust wirst du merken, dass da garnicht von "in der Haut nicht wohlfühlen" steht, sondern von:

    dich zu spür’n mit falscher Haut –
    und

    denn mein Körper ist mir fremd,
    Ich weiß nicht recht was daran künstlich sein soll? Tut mir Leid, aber hier haben wir eine unterschiedliche Meinung.

    Liebe Grüße
    Der Kleine Prinz*

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