Thema: Der Ehrenmann

  1. #1
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    Der Ehrenmann

    Er ist geachtet und begehrt.
    Man hört ihm zu, wenn er was spricht.
    Er ordnet an und er belehrt.
    Still und bescheiden ist er nicht.

    So ein erfolgsgewohnter Mann,
    lässt sich gern feiern in der Runde.
    Er leistet viel, er wirkt und kann.
    Sein Name ist in aller Munde.

    Seine Leistung seine Grossmacht,
    hat er erworben ohne Scham.
    In manchem Kampf und mancher Schlacht,
    hat er genommen, was da kam.

    Oft hat er sich auch vorgedrängt.
    Andern hat er nichts gelassen,
    nach seinen Wünschen oft gelenkt,
    gab nicht viel und nahm in Massen.

    Man glaubt es kaum, was dann geschah.
    Die Masse rief, wir helfen Dir.
    Wenn Du uns brauchst, dann sind wir da.
    Dein Ehr und Glanz, das stützen wir.

    Wenn da ein Gegner anders denkt
    und äussert dies auch unverholen,
    dann sagt man glatt er sei beschränkt.
    So wird ihm die Ehr gestohlen.

    Einer, der sich nicht kann wehren,
    ist vorsichtig und sagt nicht viel.
    Stillschweigend kann er nicht stören,
    der Hochverehrten Hochgefühl.

    So manches ist zwar falscher Glanz.
    Wahrer Glanz ruht meist im Stillen.
    Sein gutes Wesen voll und ganz,
    wird mit echter Ehr sich füllen.

    Ehre ist nicht Besitz und Macht.
    Nur dann ist sie unbestritten,
    wenn sie durch gute Tat erbracht,
    die nie and're hat beschnitten.

  2. #2
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    ach hans,
    das holpert sich übers oberflächlige. es kommt daher mit einer verstaubten wilhelm-busch-atitüde. nichts ist nur schwarz-weiß. und da ich in dir einen mann mit lebenserfahrung vermute, hoffte ich um eine kluge umsetzung.

    da ist wenig sprachkunst drin. die länge erfordert ein fast heuchlerisches herangehen an die thematik. erst in der letzten strophe beziehst du stellung aus der höheren ebene, als wärst der autor der samariter im konfliktdreieck.
    und dieses stellung-beziehen, kommt auch noch ziemlich moralinsauer herüber.

    Er ist geachtet und begehrt.
    das ist ja offensichtlich nicht das, was du erzählen willst.

    Seine Leistung ..... hat er erworben ohne Scham.
    sprachlich schlecht

    ... hat er genommen, was da kam.
    kommt thematisch wiederholt vor in
    .. gab nicht viel und nahm in Massen.

    Dann ereilt den text ein dramaturgischer bruch, zudem noch unmotiviert, so dass ich nicht weiß, worums hier geht
    Man glaubt es kaum, was dann geschah.
    Die Masse rief, wir helfen Dir.
    Wenn Du uns brauchst, dann sind wir da.
    Dein Ehr und Glanz, das stützen wir.


    Sofort im Anschluss ereilt mich wieder der das eigentliche "duell" der protagonsiten, in dem der zweite mir wie der hilflos heulende vorkommt.

    handwerklich will ich es dabei belassen, dass die metirk - wie schon eingangs gesagt - ab und an holpert und auch mal ein unechter reim vorkommt.

    eigentlich sehe ich hier herrn ackermann. in dem thema stecken unzählige möglichkeiten.

    es grüßt schön
    eiche

  3. #3
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    Der Ehrenmann

    Hallo Eiche,

    in meinem Gedicht wollte ich aussagen, dass Besitz und auch die Möglichkeit diesen zu erwerben vom Schicksal vorbestimmt ist. Darüber hinaus ist der Besitzerwerb auch etwas, das mit meist Belastung anderer verbunden ist. Trotzdem gelangen viele, oft auch allein durch ihren Besitz zu Ansehn, Macht und Ehren. Dies geschieht sogar auch durch die Dummheit der Belasteten. Die wahre verdiente Ehre ist eher bei den Besitzlosen zu finden. Meine Aussage ist zwar vorsichtig aber dennoch deutlich. Auch wenn das Gedicht nicht gut ist, werde ich nicht noch einige Stunden damit verbringen. Habe noch andere Gedichte zu posten. Die deutliche Aussage muss genügen.

    Herzlich Grüsse Hans

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