Wutkonzert


Beängstigend laut und schrill klingt in mir ein Konzert,
aus Wut komponiert.
Rote und schwarze Töne wollen sich übertreffen,
ich höre zu, bin fasziniert.

Wild tanzen sie durcheinander, die Noten,
aus Wut erwachsen,
springen hoch und herunter,
drehen sich um die eigenen Achsen.

Ich kann nichts machen, mir wird ganz schlecht,
die Noten verwandeln sich,
in zuckende grelle Würmer,
wie ungerecht.

Gelähmt, verkrümmt, zusammen gezogen,
die Luft angehalten,
so windet sich mein Körper,
in Tränen der Ohnmacht aufgespalten.

Ich atme tief durch, so fünf bis zehn mal ungefähr,
dann wird es mir leicht,
so dass ich lache.
Und nichts ist mehr schwer.