1. #1
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    ..und der Staub fragt das Meer,

    ........und der Staub fragt das Meer,
    bin ich noch Staub, wenn ich in Dir versinke?

    kann die Welt denn wirklich so grausam sein,
    .......daß man nur ein Staubkorn ist,
    ..versehen mit einem Wasserkopf von Geist,
    .........der aufblitzt in der Ewigkeit?

    Ist Leben denn entstanden, um Qual zu zeugen,
    ......und Geist, um diese noch zu mehren?

    Verstohlen zeigt ein Hauch von Glück, sich dort nur,
    ..wo Vergessen ist, und nicht Verstehen der Welt,
    ..........die dem Verstand sich offenbart.

    ...Schreckensstarr stellt sich der Geist die Frage,
    gibt es ein bess'res Sein, jenseits von Zeit und Raum.
    .......Wo ist der Weg, um dorthin zu entfliehn?

    .....Der Traum vom unbegrenzten Glück,
    ist er nur Wünschen, geboren aus dem Leid?

    ..Wohin führt der Weg, den wir gezwungen sind zu gehn?
    ....Führt er dort hin, wo uns're Wünsche sich befinden
    oder zum Ende uns'res Seins, der Finsternis, die ewig währt?
    Geändert von Hans Plonka (30.01.2009 um 12:05 Uhr)

  2. #2
    Windundwetter Guest
    Hallo Hans,

    also das ist wirklich ein sehr eigenwilliges Gedicht, aber irgendwie hat es mich gefangen. Es ist in einer besonderen Art und Weise geschrieben.
    "........und der Staub fragt das Meer,
    bin ich noch Staub, wenn ich in Dir versinke?"
    -> Wundeschön ausgedrückt.

    "Ist Leben denn entstanden, um Qual zu zeugen,
    ......und Geist, um diese noch zu mehren?"
    -> Das Leben ist manchmal schon schlimm genug und doch macht man es manchmal unbewusst noch viel schlimmer.

    .....Der Traum vom unbegrenzten Glück,
    ist er nur Wünschen, geboren aus dem Leid?
    -> Wenn man immer glücklich wäre müsste man sich natürlich kein Glück mehr wünschen. Aber es ist doch auch gut so, sonst würde man garnicht schätzen wenn man glücklich ist. Was die meisten Menschen sowieso nicht tun. Aber das ist ein anderes Thema.

    Außergewöhnlich, aber sehr gern gelesen.

    LG Bibi

  3. #3
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    ....und der Staub fragt das Meer

    Hallo Windundwetter,

    danke für Deinen Kommentar. Es ist das erste mal dass ich ein sich nichtreimendes Werk gepostet habe. Deine Reaktion macht mir Mut ähnliches wieder zu posten.

    Herzliche Grüsse Hans

  4. #4
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    Hallo Hans,
    schön dein Gedicht, auch die Fragen die die darin gestellt werden.
    Ich würde den Staub sagen das es nicht immer Staub gewesen ist, sondern es war Teil etwas größerem. Und die Frage nach dem Weg den wir gezwungen sind zu gehen, würde ich anders stellen. Das wir den Weg gehen müssen steht fest, nur über das Ziel glaube ich, können wir mitentscheiden. Ich denke das wir dorthin gelangen wo wir unsere Taten hingeschickt haben. Denn was ich heute tue ist morgen auch von Bedeutung.

    Liebe Grüße Hanno
    Geändert von Hanno Urban (07.02.2009 um 22:56 Uhr)

  5. #5
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    ....und der Staub fragt das Meer

    Hallo Hanno Urban,

    nichts bleibt wie es war und ist. Es vergeht nicht, sonder es wandelt sich in die neue Veränderung die aus dem alten hervorgeht. Der Mensch zweifelt, er ist unwissend und unsicher, das macht Angst.

    Herzliche Grüsse Hans

  6. #6
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    Lieber Hans,
    dies Gedicht gefällt mir.
    Anders als bei einigen deiner anderen Gedichte, die ich mir auch angesehen habe, ist es gerade die Reimfreiheit, die Dir hier ein Spiel mit Worten und Bildern erlaubt, das einfach zauberhaft ist und zugleich eine leise bewegte Nachdenklichkeit hervorruft.
    Liebe grüße Olga
    Was wäre, wenn jeder jedem vertraut, ohne die Frage zu stellen, ob die jeweils anderen sich des Vertrauens als würdig erweisen?

    Einfälle (Werkverzeichnis)

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