Es ist mein erstes Gedicht. Ich bin gespannt was ihr sagt.

Die Schildkröte

Es war an einem grauen Tag,
mein Kopf auf meinem Schreibtisch lag
und ich grübelte schon lange
wie zur Lösung man gelange.

Ich suchte wieder krampfhaft gar
mir meinem Kopf ,der viel gebar,
eine Formel zu entringen,
um das Weltall zu bezwingen.

Ja, ich war ein schlauer Mann,
keiner kam an mich heran.
Die Logik war mein Meisterfach,
dran mancher sich den Kopf zerbrach.

Mein Blick fiel aufs Terrarium,
die Schildkröte besah mich dumm
und mir wars als sagte sie:
“Diese Antwort find’st du nie!“

Ja, es war ein grauer Tag,
mein Kopf auf diesem Schreibtisch lag
und so kriechend langsam sich,
ein kaltes Grauen an mich schlich.

Schreckens starr saß ich nun da,
konnt nicht erklären was das war!
Wars gar meine Logik? – Nein!
Das sollte, konnte, durft’ nicht sein!

Die Schildkröte sie grinste nun,
hieß:„Ja, was willst du jetzt bloß tun?
Willst es radieren ganz in eile?
Das Zeichen, liegt auf deiner Zeile.“

Dies fürchterliche Urgetier
starrte in die Seele mir,
doch sollte es doch eigentlich
nur Gesellschaft sein für mich.

Nun wollt ich diesen Dämon nicht,
der mir mit grinsendem Gesicht
gleich alles aus der Seele sog,
was jemals an Bedeutung wog.

Schnell warf ich die dicke Decke
auf das Glas, dass sie verstecke
diese alten, kleinen Augen,
die mich meiner Welt beraubten.

Doch zu spät hat' ich gehandelt,
meine Sicht, sie war gewandelt,
drang mal süß und mal so graulich
durch den Kopf, doch niemals traulich.

Doch was konnt es andres geben?
Musste ich denn ewig Leben?
Ich durfte doch nicht immer sein?
Ich fühlte mich so winzig klein!

Dunkelheit umgab mich nun,
doch weiter konnte ich nichts tun,
als wie ein altes Urgestein
einfach zeitlos da zu sein.

Da hob sich aus der Dunkelheit
ein Zeichen das mir ewig bleibt,
es trotzt dem Tod, dem Mensch, der Zeit,
und sprengte meine Wirklichkeit: ∞